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2009 Parallelwelten Eröffnung der Chamisso Poetikdozentur 2009 mit Hussein Al-Mozany
Die Chamisso-Poetikdozentur für Migrantenliteratur wurde 2002 vom Mitteleuropazentrum der TU Dresden und der Robert Bosch Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft der TU Dresden ins Leben gerufen. Die Stiftung, die jährlich den Chamisso-Preis an deutschsprachige Autoren nicht deutscher Muttersprache verleiht, will mit der Dozentur etwas Nachhaltigeres schaffen, als es die einmalige Preisvergabe sein kann. Seit 2005 wird die Chamisso-Poetikdozentur mit der Sächsischen Akademie der Künste durchgeführt. Bei ihren Lesungen in Dresden werden Autoren nicht deutscher Muttersprache ihre Erfahrungen mit dem Schreiben in einem fremden Land reflektieren, werden interkulturelle Wahrnehmungsfelder ausmessen. Das Themenspektrum der Chamisso-Dozentur widmet sich dabei vor allem der Frage, welche persönlichen Erfahrungen ein Autor "zwischen den Sprachen" macht bzw. wie Traditionen unterschiedlicher Sprachräume in der Literatur erkundet und verarbeitet werden. In der Reihe der Dresdner Chamisso-Poetikdozenturen lasen 2002 Yüksel Pazarkaya, 2003 Gino Chiellino, 2004 Adel Karasholi, 2005 Ilma Rakusa, 2006 Vladimir Vertlib, 2007 José F.A. Oliver und 2008 Zsuzsanna Gahse.
Al-Mozany wurde 1954 in Amarah geboren und wuchs in Bagdad auf. Nach journalistischen Tätigkeiten im Libanon wechselte er 1980 ins bundesdeutsche Exil. Er studierte Arabistik, Islamwissenschaft, Germanistik und Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität und schloss sein Studium mit einer Arbeit über den ägyptischen Autor Nagib Mahfuz ab. Er lebt heute als freiberuflicher Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Romandebüt "Marschländer" (1999) thematisiert in einer "zu aufschlussreichem Vergleich einladenden" Analogie zur deutschen Exilliteratur den Transit und die Flucht aus der irakischen Diktatur. Auch die Folgeromane "Mansur oder der Duft des Abendlandes"(2002) und "Das Geständnis des Fleischhauers" (2007) behandeln die aktuellen Konflikte im Irak und das deutsch-arabische Verhältnis. Al Mozanys Übersetzungsleistung ist beeindruckend. Er übertrug Werke u.a. von Nicolas Born, Günter Grass, Robert Musil, Rainer Maria Rilke, Walter Benjamin, Elias Canetti, Hans Georg Gadamer und Jürgen Habermas ins Arabische.
13. Januar 2009 1. Vorlesung Die Opferung der Muttersprache Eröffnung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste Dr. Ralf Lunau, Kulturbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Einführung und Moderation: Prof. Dr. Walter Schmitz, Direktor des Mitteleuropazentrums der TU Dresden
Mittwoch, 14.1.2009 2. Vorlesung Deutsch-arabische Exilerfahrungen Moderation: Richard Pietraß, Berlin, Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege
Donnerstag, 15.1.2009, 20 Uhr 3. Vorlesung Heimat aus Wörtern Moderation: Thomas Rosenlöcher, Dresden
Dienstag 20.1.2009, 20 Uhr 4. Vorlesung Moral und Literatur Moderation: Thomas Rosenlöcher, Dresden
Donnerstag, 22.1.2009, 20 Uhr 5. Vorlesung Schreiben als Selbsterfindung Moderation: Prof. Dr. Walter Schmitz, Direktor des Mitteleuropazentrums der TU Dresden
Donnerstag, 12. März 2009, Buchmesse Leipzig, Neue Messe, Halle 5 "Paul Fleming (1609-1640) - Zum 400. Geburtstag eines europäischen Dichters aus Sachsen" Die Sächsische Akademie der Künste diskutiert über Leben, Werk und Aktualität des neu zu entdeckenden Barockdichters. Mitwirkende: Peter Gosse, Leipzig Angela Krauß, Leipzig Prof. Dr. Bernd Leistner Moderation: Richard Pietraß, Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege
Donnerstag, 12. März 2009, Museum der Bildenden Künste Leipzig "Bilanz 1989-2009. Was aus den Künsten geworden ist" Diskussion mit Mitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste Hartwig Ebersbach, Maler (Leipzig) Prof. Wolfgang Engel, Regisseur und bis 2008 Intendant des Schauspiel Leipzig Angela Krauß, Schriftstellerin (Leipzig) Steffen Schleiermacher, Komponist (Leipzig) Prof. Udo Zimmermann, Komponist und Präsident der Sächsischen Akademie der Künste (Dresden) Moderation: Prof. Dr. Wilfried F. Schoeller, Berlin
Wilfried F. Schoeller: Geboren in 1941 in Illertissen, Studium der Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in München, Redakteur beim Hessischen Fernsehen, seit 2002 Generalsekretär des P.E.N.
Freitag, 13. März 2009, Buchmesse Leipzig, Neue Messe, Halle 5 "Krise! Krise. Krise? Stadtentwicklung und Stadtumbau in Ostdeutschland 1989-2009" Diskussion mit Architekten, Stadtplanern und Architekturkritikern über 20 Jahre Stadtentwicklung in Ostdeutschland. Es diskutieren: Dr. Marta Doehler-Behzadi,Referat Baukultur im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Stefan Rettich, Architekt, KARO Architekten Leipzig Prof. Dr. Thomas Topfstedt, Kunsthistoriker, Universität Leipzig Prof. Ingo Andreas Wolf, Architekt (HTWK Leipzig) Moderation: Wolfgang Kil, Architekturhistoriker Berlin und Stellv. Sekretär der Klasse Baukunst
Donnerstag, 26. März 2009 Das Staatsschauspiel Dresden im Spiegel dreier Intendanzen. Ein Gespräch mit Dieter Görne, Wilfried Schulz und Holk Freytag. Moderation: Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Mittwoch, 15. April 2009, 20 Uhr Möglichkeiten und Grenzen heutiger Musik Die Dresdner Musikfestspiele Im Gespräch: Jan Vogler, Intendant der Musikfestspiele Dresden Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste Moderation: Dr. Margarete Zander, freie Musikredakteurin beim NDR
Dr. Margarete Zander: geb. 1957, Studium der Musikwissenschaft, Pädagogik, Philosophie und Theologie in Bonn und Osnabrück; seit 1980 Tätigkeit für RBB, DLF, HR; 1988 Chefredakteurin Radio KORAH Hamburg; seit 1989 freie Musikredakteurin mit eigenen Sendereihen beim NDR, u.a. "Künstler zeigen Wege zur Klassik", "Neue MusikSzene" (zeitgenössische Musik), "Neues vom Phonomarkt"; 1994-98 Gastdozentin an der Hamburger Musikhochschule; lebt in Hamburg.
Dienstag, 21. April 2009, 20 Uhr Buchpremiere Wieland Förster: Der Andere - Briefe an Alena Begrüßung: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Direktor des Kupferstich-Kabinettes der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Vorstellung des Buches: Frank Böttcher, Verleger und Inhaber des Lukas-Verlags Lesung: Prof. Wieland Förster Im Anschluss Gespräch Moderation: Dr. Moritz Woelk, Direktor der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Der Andere - Briefe an Alena Friedrich K. ist der Dicke. Er hat es schwer unter den Kommilitonen und im Staat und bei den Frauen. Er ist einer der Anderen, gehört zu den Außenseitern und Ausgegrenzten und Verletzten. Zugleich hat er sich eine reiche Intimwelt des Geistigen und Musischen erobert, eine Welt voller menschlicher und poetischer Entdeckungen. Was aber Friedrich K.s nur äußerlich tristes Dasein vor allem überglänzt, ist seine Verehrung einer so fernen wie fremden Frau namens Alena, ist seine unerfüllte Sehnsucht, die in allen Episoden frei von Klischees bleibt und zum bedenklichen Abenteuer gerät. Ihrem Bild gegenüber öffnet er sich und beschreibt seine Wunden und wie sie entstanden; er zeigt ihr, dass er zwar ein Anderer, aber eben auch ein Mensch mit einer Würde ist. (Ca. 19.80 EUR, ISBN 9783867320665)
Montag, 11. Mai 2009, Haupt- und Musikbibliothek im World Trade Center, Freiberger Str. 35, Dresden Gegen die symmetrische Welt - Volker Braun wird 70 Eine Geburtstagsveranstaltung mit Lesung. Eröffnung: Dr. Ralf Lunau, Beigeordneter für Kultur der Landeshauptstadt Dresden und Dr. Arend Flemming, Direktor der Haupt- und Musikbibliothek Laudatio: Peter Gosse, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste Lesung: Volker Braun Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur beim MDR Eintritt: 4.00 Euro, ermäßigt 2.50 Euro Veranstaltung der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Haupt- und Musikbibliothek Dresden
Sonntag, 17. Mai 2009, 21 Uhr, Neptunbrunnen auf dem Gelände des Friedrichstädter Krankenhauses Dresden Der Brunnen leuchtet - Vom Neptunbrunnen zur Fontana di Trevi Performance zur Rettung des Neptunbrunnens Mitwirkende: Ahmad Mesgarha, Darsteller Anja Öhmigen, Darstellerin Musik: Jürgen Karthe, Bandoneon Max Klarfeldt, Tuba Leandro Raskewicz, Gitarre Maske: Simone Kroggel Kostüme: Frauke Schernau, Kostümdirektorin der Staatsoper Dresden Lichtregie: Henrik Forberg, Leiter Beleuchtung des Staatsschauspiels Ansprache: Dr. Moritz Woelk, Direktor der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Konzeption: Annette Jahns Veranstaltung der Klasse Darstellende Kunst und Film der Sächsischen Akademie der Künste und des Fördervereins des Friedrichstädter Krankenhauses, in Kooperation mit dem Staatsschauspiel.
Mit dem Neptunbrunnen, 1741-44 von Zacharias Longuelune und Lorenzo Mattielli geschaffen, besitzt die Stadt eine einzigartige barocke Brunnenanlage, die dringend der Sanierung bedarf. Diese vierzig Meter breite, zwischen zwei Flussgöttern zu der Gestalt des Meergotts aufstrebende Anlage war für den Sommersitz des Grafen Brühl bestimmt. Ohne ihren Platz zu verändern, befindet sie sich heute auf dem Gelände des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt. Mattiellis Werk ist eine der bedeutendsten Brunnenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa. Es ist gleichzeitig mit dem berühmten römischen Wandbrunnen Fontana di Trevi entstanden und steht ihm an künstlerischer Höhe nicht nach. Die Performance soll helfen, dieses einzigartige europäische Kunstwerk stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Montag, 18. Mai 2009, 20 Uhr Binationales Gesprächskonzert Jörg Herchet; Weinböhla bei Dresden - Bojidar Spassov, Sofia Programm Jörg Herchet: Umschreibungen eines Tones für Flöte, Oboe, Klarinette, Klavier, Schlagwerk, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabaß Bojidar Spassov: Parabel 8 für Kammerensemble, aus "Pierides" Bojidar Spassov: Fiato Continuo I für Flöte solo und Tonband Ausführende: Ensemble "El perro andaluz" Leitung: Lennart Dohms, Im Anschluss Gespräch mit den Komponisten Moderation: Dr. Jörg Peter Hiekel In Zusammenarbeit mit dem Klangnetz Dresden des Netzwerkes Neue Musik
12.-14. Juni 2009 Nationaltheater Prag, Goethe-Institut Prag Jahresmitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste in Prag In Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Prag und dem Goethe-Institut Prag
Freitag, 12. Juni 2009 Goethe-Institut Prag, Masarykovo Nabrezi 32 Prag Was ist zeitgenössisch? State of the Arts - Co je soucasné? Im Gespräch: Jiri Adámek, Theaterregisseur Prag David Cerny, Bildender Künstler Miroslav Srnka, Komponist Holk Freytag, Intendant des Staatsschauspiels Dresden Prof. Dr. Peter Gülke, Dirigent und Musikwissenchaftler Berlin Cornelia Schleime, Bildende Künstlerin Berlin Moderation: Ondrej Cerny, Direktor des Nationaltheaters Prag Veranstaltung in Zusammenarbeit von Sächsischer Akademie der Künste, Nationaltheater Prag und Goethe-Institut Prag.
Die Künste sind ein Spiegel der geistigen, sozialen und politischen Situation der Gesellschaft, doch nicht alles Neue in den Künsten ist zwangsläufig "zeigenössisch". Ist mit dem Begriff "zeitgenössisch" die Neugier auf das Unerprobte gemeint, der kritische Bezug zur politischen Situation oder die Wiederentdeckung von Formen, die uns existenziell berühren? Drei tschechische Künstler aus den Bereichen Theater, Bildende Kunst und Musik werden in kurzen Statements ihre Antworten vorstellen und mit deutschen Künstlern diese Fragen diskutieren.
18.-20. Juni 2009 Treffen der Bauklassen und Bausektionen der Akademien der Künste Berlin, Dresden, Hamburg und München in Hamburg 18. Juni 2009 Hermann Reemtsma Stiftung Hamburg Eröffnung durch Horst von Bassewitz, Vorsitzender der Sektion Baukunst und Dr. Sebastian Giesen,Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung Grußwort durch Prof. Armin Sandig, Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg Berichte der Akademien und Beratung über die weitere Zusammenarbeit Prof. Nerdinger: Bayerische Akademie der Schönen Künste Prof. Günter Nagel: Akademie der Künste Berlin Wolfgang Kil: Sächsische Akademie der Künste Horst von Bassewitz: Freie Akademie der Künste Hamburg 19. Juni 2009 Innenstadt, Elphilharmonie, HafenCity, Wilhelmsburg, Harbug Binnenhafen Erläuterungen durch Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg 20. Juni 2009 Wohnungsbau in Altona, Klassizismus in Altona Erläuterungen durch Peter Michelis Jenischhaus, Museum für Kunst und Kultur, Ernst-Barlach-Museum
Donnerstag, 25. Juni 2009 Aktsaal der Hochschule für bildende Künste, Brühlsche Terrasse Dresden um 19 Uhr Ist Architektur Kunst? Architekten sprechen über die eigene Arbeit und über das Verhältnis der Architektur zu den Künsten "... Architektur beginnt dort, wo die Funktion aufhört..." Vortrag von Prof. Hubert Hermann, Wien Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfbK Dresden Veranstaltung in Zusammenarbeit von HfBK und Sächsischer Akademie der Künste Prof. Mag. Arch. Hubert Hermann Architekt, 1955 in der Wiener Neustadt geboren, Studium der Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien, 1980 Architekturbüro Hermann & Valentiny in Luxemburg und Wien, seit 2003 Professor an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Wien und Leipzig. Prof. Olaf Lauströer Architekt, 1962 in Beckum geboren, Studium der Architektur an der Fachhochschule Münster, 1989-93 Mitarbeit bei Ortner & Ortner, Baukunst und Haus-Rucker-Co in Düsseldorf, seit 1993 freier Architekt, 1998-2005 Professor für Entwerfen am Fachbereich Architektur in Münster, seit 2005 Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der Hochschule für bildende Künste Dresden, lebt in Dresden.
Ehrung zum 400. Geburtstag des Barockdichters Paul Fleming (1609-1640)
Donnerstag, 20. August 2009, 19 Uhr Stadtbibliothek Chemnitz, DasTIETZ, Moritzstraße 10, 09111 Chemnitz, 2. Etage, Großer Lichthof Eröffnung der Ausstellung „Wie er wolle geküsset seyn" zum 400. Geburtstag des Dichters Paul Fleming Eröffnung: Elke Beer, Direktorin der Stadtbibliothek Chemnitz Eröffnungsvortrag: Peter Gosse, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Die Ausstellung informiert über Leben und Werk Paul Flemings, des bedeutendsten Lyriker des deutschen Barock, der 1609 in Hartenstein (Sachsen) geboren wurde. Gezeigt werden einzigartige, historische Dokumente (u.a. Handschriften) Erstausgaben und Zeitzeugnisse sowie grafische Blätter von Sächsischen Künstlern zu Flemings Gedichten. Ein Gemeinschaftsprojekt der Sächsischen Akademie der Künste, Stadtbibliothek Chemnitz, Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz e.V. und Ratsschulbibliothek Zwickau mit freundlicher Unterstützung des Schlossbergmuseums. Bis 25. September 2009.
Montag, 31. August 2009, 20 Uhr Künstler zeichnen Künstlerfilme von Ernst Hirsch gezeigt werden: „Künstler zeichnen" Film aus den Jahren 1973/74 über Lea Grundig, Gerhard Kettner, Arno Mohr, Otto Niemeyer-Holstein, Werner Tübke, Kurt Querner und Max Uhlig (20 min) Die Premiere des Films fand 1974 im Rundkino Dresden statt, aus Anlass der Ausstellung „Zeichnungen in der Kunst der DDR" im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, einer von Werner Schmidt initiierten, bedeutenden Retrospektive von Kunst der DDR.
"Signiert unten links - Otto Niemeyer Holstein" (1976, 31 min), Textautor: Rudolf Mayer (1928-2008) Im Gespräch: Ernst Hirsch, Kameramann und Filmemacher, Dresden Prof. Dr. h.c. Werner Schmidt, Kunsthistoriker, Dresden
Freitag, 25. September 2009 Stadtbibliothek Chemnitz „Wie Er wolle geküsset seyn" Festveranstaltung zum 400. Geburtstag des Barockdichters Paul Fleming Lesung von Mitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste, Buchvorstellung und Finissage der Paul-Fleming-Ausstellung Eröffnung: Heidemarie Lüth, Kulturbürgermeisterin der Stadt Chemnitz Elke Beer, Direktorin der Stadtbibliothek Lesung mit Volker Braun, Róza Domascyna, Elke Erb, Peter Gosse, Kerstin Hensel, Bernd Leistner und Richard Pietraß, Statement von Michael Morgner Moderation: Bernd Leistner Vorstellung des Buches „Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen", herausgegeben von Richard Pietraß unter Mitarbeit von Peter Gosse, Projekte Verlag Halle/Saale 2009. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz, gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.
Sonnabend, 26. September 2009 Paul Fleming Haus Hartenstein Paul Fleming in Hartenstein Vortrag von Klaus Walther Lesung mit Róza Domascyna, Uwe Grüning, Angela Krauß, Bernd Leistner, Kito Lorenc und Richard Pietraß Moderation: Richard Pietraß Musikalische Begleitung durch Schüler der Musikschule Hartenstein Musikalische Leitung: Erhard Franke, Kantor der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Hartenstein Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Harteinstein, gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.
Sonntag, 27. September 2009 Lehmannsche Buchhandlung, Grimmaische Straße 10, Leipzig Enthüllung einer Paul-Fleming-Gedenktafel durch Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Grußwort: Peter Gosse, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste In Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig, gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, dem Verein zur Förderung von Literaturstätten und -landschaften in Deutschland "Literaturlandschaften e.V" und privaten Spendern. Gestaltung der Gedenktafel durch Max Uhlig, Dresden.
Altes Rathaus Leipzig Matinee zu Paul Fleming unter Mitwirkung der Thomaner und Mitgliedern der Klasse Literatur und Sprachpflege Eröffnung: Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Peter Gosse, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste Lesung mit Volker Braun, Friedrich Dieckmann, Peter Gosse, Angela Krauß, Bernd Leistner, Richard Pietraß und Thomas Rosenlöcher Moderation: Peter Gosse Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig, gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.
Mediencampus Leipzig MDR FIGARO Radio-Cafe zu Paul Fleming mit Mitgliedern der Klasse Literatur und Sprachpflege Róza Domascyna, Peter Gosse, Angela Krauß, Thomas Rosenlöcher Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR FIGARO
Freitag, 2. Oktober 2009 Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Öffnungen. Perspektiven der Musik nach 1989 Symposium Musikästhetik Symposion des Instituts für Neue Musik der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau und der Sächsischen Akademie der Künste Leitung: Dr. Jörn Peter Hiekel, Leiter des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Dresden
Sonnabend, 3. Oktober 2009 Festspielhaus Hellerau, Oberlichtsaal Ost, Weißer Saal Öffnungen. Perspektiven der Musik nach 1989 Symposium Musikästhetik Fortsetzung des Symposions des Instituts für Neue Musik der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau und der Sächsischen Akademie der Künste
Die Musik hat in den letzten 20 Jahren verschiedenste Wandlungen und Öffnungen erlebt. Nicht zuletzt anhand der Bezüge zu anderen Künsten sowie zu Wissenschaft und Gesellschaft wird dies deutlich. Die Veranstaltung geht mit zwei Roundtables und zwei grundlegenden Vorträgen auf diese Entwicklungen ein, mit dem Ziel, wenigstens Teilbereiche der vielfältigen Entwicklungen zu erhellen. Das Nachdenken über Perspektiven der Neuen Musik seit 1989 bezieht die grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen in Europa ein. 20 Jahre danach ist zu fragen, was aus diesen Ansätzen wurde. In Zusammenarbeit mit dem Klangnetz Dresden des Netzwerkes Neue Musik
Montag, 5. Oktober 2009 Erster Akademiesalon Quo Vadis Sachsen - Eine nicht nur kulturpolitische Bilanz Im Gespräch: Dr. Eva-Maria Stange, bis Ende Sept. 2009 Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt, Direktor des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen der Hochschule Zittau/Görlitz Moderation: Holk Freytag, Sekretär der Klasse Darstellende Kunst und Film und Intendant der Festspiele Bad Hersfeld Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar
Mit dem Akademiesalon stiftet die Akademie eine monatlich stattfindene Werkstatt, in der aktuelle kulturpolitische Themen und künstlerische Fragen diskutiert und Kontroversen öffentlich ausgefochten werden sollen. Mit freundlicher Unterstützung des Staatsschauspiels Dresden.
Montag, 12. Oktober 2009 Ehrung zum 400. Geburtstag des Barockdichters Paul Fleming (1609-1640) Begrüßung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Lesung und Buchvorstellung Prof. Dr. Bernd Leistner, Thomas Rosenlöcher, Richard Pietraß und Gerhard Wolf Moderation: Richard Pietraß Buchvorstellung "Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen. Die Lebensreise des Paul Fleming in seinen schönsten Gedichten". Mit Grafiken und Lesarten sächsischer Bildkünstler und Dichter. Herausgegebven von Richard Pietraß unter Mitarbeit von Peter Gosse. Projekte Verlag Cornelius Halle 2009. Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.
Dienstag, 13. Oktober 2009 Eröffnung der Ausstellung Im Malstrom subversiver Bilder Malerei, Grafik, Künstlerbücher aus der Protestszene der DDR, Sammlung Gerhard Wolf Im Gespräch: Lothar Fiedler, Musiker, Berlin Angela Hampel, Malerin, Dresden Ralf Kerbach, Grafiker, Hochschule der bildenden Künste Dresden Gerhard Wolf, Herausgeber und Verleger, Berlin Musik: Lothar Fiedler, Berlin
„Es lässt sich vermutlich nicht eindeutig begründen, warum zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, kaum vorhersehbar, junge Leute in der Kunst eine andere Tonart anschlagen, weil sie anders sehen und hören, anders empfinden und denken und demzufolge anders schreiben, anders malen, anders Musik machen als andere vor ihnen, weil für sie Ihr Sein anders sein muss, als das täglich hingenommene: was sein muss, muss sein." (Gerhard Wolf)
Eine junge Generation von Dichtern und Künstlern der DDR begann Ende 1970er Jahre in einer anderen Sprache zu sprechen, auch im Protest gegen die verordnete Sprache der Macht. Es entstanden expressive wilder Bilder, die dem angesagten Sozialistischem Realismus Hohn sprachen. Die Autoren fanden keine Verlage, die Künstler keinen Zutritt zu offiziellen Ausstellungen. Gerhard Wolf, Herausgeber, Kritiker und Schriftsteller, nahm sich der jungen Szene an. Er war nicht nur Sammler und Verleger, sondern zu DDR-Zeiten vor allem auch Förderer unangepasster Künstler und Autoren, die mit ihren Werken bis 1989 nur sehr eingeschränkt in der Öffentlichkeit oder gar nicht im Kulturbetrieb der DDR präsent sein durften. Gerhard Wolf hat seine Sammlung unter dem Titel „Im Malstrom subversiver Bilder. Malerei, Grafik, Künstlerbücher aus der Protestszene der DDR" für eine Ausstellung zusammengestellt. Künstlerbücher, Zeitschriften, Autografen, Malerei und Grafik, kurz: Zeugnisse aus mehreren Jahrzehnten und Frucht intensiver Künstlerfreundschaften. Zugleich ist diese Sammlung Beleg einer anderen, nicht staatlichen Literatur und Kunst. Maßgeblich vertreten sind Maler und Grafiker, die aus Dresden stammen, in Dresden studiert haben oder durch Werk oder Biographie dem sächsischen Kulturraum verbunden sind. Enthalten sind Arbeiten der Maler, Grafiker und Fotografen: Manfred Butzmann, Carlfriedrich Claus, Angela Hampel, Martin Hoffmann, Ralf Kerbach, Helge Leiberg, Michael Morgner, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Gregor-Torsten Schade-Kozik, Petra Schramm, Reinhard Stangl, Christine Schlegel, Cornelia Schleime, Michael Voges und Karla Woisnitza.
Donnerstag, 15. Oktober 2009 Für ein neues Konzerthaus in Dresden Im Gespräch: Prof. Dr-Ing. Ullrich Bauch, Bauingenieur Dresden Prof. Hartmut Haenchen, Dirigent Dresden Wolfgang Kil, Architekturkritiker Berlin Prof. Wilfried Krätzschmar, Komponist Dresden Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste Dresden Die Akademie setzt sich dafür ein, den Dresdner Kulturpalast als multifunktionales Kulturzentrum und als denkmalgeschütztes Gebäude zu erhalten. Zugleich plädiert sie für den Neuabau eines erstrangigen Konzerthauses, das von beiden Spitzenorchestern der Stadt bespielt wird, bedeutende Künstler anzieht und internationale Ausstrahlung hat. Ein solcher Neubau wird eine entschieden positive Auswirkung auf alle Künste haben und - wie Beispiele anderer Städte zeigen - Kunst fördern und neues Publikum anziehen. Das Thema erhält neue Brisanz durch ein Wirtschaftsgutachten, das am 15. Oktober 2009 in der Akademie vorgestellt und von Experten diskutiert wird.
Montag, 19. Oktober 2009 Kunstmuseen und ihr neues Umfeld Vortrag von Dr. Renate Wiehager Die Leiterin der Daimler Kunst Sammung spricht in der Reihe "Positionen der Gegenwartskunst in Museen, Sammlungen und Galerien" über aktuelle Aufgaben und Überlebensstrategien von Kunstmuseen. Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar
Dr. Renate Wiehager, geboren 1959, Studium der Kunstgeschichte, Theologie, Literaturwissenschaft und Philosophie, 1991-2000 Leiterin der Villa Merkel Esslingen, seit Januar 2001 Leiterin der Dailmer Kunst Sammlung Stuttgart/Berlin und des Ausstellungsraumes Daimler Contemporary Berlin.
Freitag, 23. Oktober 2009, Schloss Wackerbarth Radebeul bei Dresden Verleihung des Gottfried Semper Architekturpreises an Günter Pfeifer, Freiburg [Pressestimmen] Grußworte: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt Dr. Hartmut Zeiß, Mitglied des Vorstands von Vattenfall Europe Mining & Generation Laudatio auf Günter Pfeifer: Prof. Thomas Sieverts, Bonn Dank des Preisträgers
Montag 2. November 2009 Carl Gustav Carus - Eine sächsische Persönlichkeit Künstlerfilm von Ernst Hirsch Im Gespräch: Ernst Hirsch, Kameramann und Filmemacher, Dresden Dr. Petra Kuhlmann-Hodick, Staatliche Kunstsammlungen Dresden Moderation: Prof. Wolfgang Holler, Direktor der Stiftung Klassik Weimar und Sekretär der Klasse Bildende Kunst
Dienstag, 3. November 2009 Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden Eröffnung der Ausstellung New Face of Prague Contemporary Architecture of Prague after the Year 1990 Begrüßung: Prof. Dr. Georg Unland, Sächsischer Staatsminister der Finanzen Tomás Podivínský, Generalkonsul der Tschechischen Republik in Dresden Prof. Carlo Weber, Sekretär der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste Dan Merta, Kurator der Ausstellung, Prag
Präsentiert wird das architektonische Geschehen in Prag seit 1990, das mehr als 50 Bauvorhaben einschließt. Neben Ikonen der modernen Architektur wie das Tanzende Haus „Ginger and Fred“ von Frank Gehry werden auch international weniger bekannte Beispiele der modernen tschechischen Architektur vorgestellt und Perspektiven der Stadtentwicklung Prags thematisiert. Die Ausstellung ist Teil des Projekts ArchiCzech, das im Rahmen der Tschechischen EU-Ratspräsidentschaft 2009 in fünf Ausstellungen zeitgenössische Architektur in Tschechien zeigt. Ausstellung zur neuen Architektur in Prag aus Anlass der Tschechisch-deutschen Kulturtage in Dresden In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Dresden und der Bücke-Most-Stiftung Dresden. Mit freundlicher Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen. Dauer der Ausstellung: 3.-27. November 2009
Mittwoch, 4. November 2009 “Vorwärts muß ich, feststehen muß ich ...“ Mutmaßungen über Schiller. Zum 250. Geburtstag des Dichters Vortrag von Prof. Dr. Bernd Leistner, Leipzig Moderation: Prof. Dr. Dieter Görne, Dresden Eine Künstlerexistenz, gespannt bis zum Äußersten: Aus gegebenem Anlass widmet sich der Vortrag dem Denkwürdigen einer Dichterbiographie, deren innere Dramatik ihresgleichen sucht und der klischeefrei nachzuspüren erregend bis heute geblieben ist.
15.-17. November 2009 SYMPOSIUM: DER MASTERPLAN VON KIEW - KONZEPTE DER STADPLANUNG
Programm Deutsch Program English Programm Ukrainisch
Hauptamt für Städtebau und Architektur der Stadt Kiew Verband der Stadtplaner der Ukraine Ukrainische Akademie der Architekten Sächsische Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Kiew
Leitung: Prof. Dr. Werner Durth, TU Darmstadt und Prof. Dr. Bohdan Tscherkes, TU L'viv
Sonntag, 15. November 2009 Nicht öffentliche Exkursion Altes und neues Bauen in der historischen Kernstadt von Kiew, Stadtentwicklung im Kiewer Norden - neue Entwicklungen im Stadtbezirk Obolon Führung: Prof. Dr. N. Djomin und Vasyl Prysyazhnyuk Übersetzung: Jurko Prochasko
Montag, 16. November 2009 10.00 Uhr öffentliches Symposium, Sitzungssaal des Rathauses, Kreschtschatikstr. 36, 10.00-13.00
Aufgaben und Ziele des neuen Kiewer Masterplanes Begrüßung durch Denis Bass (Stadt), Vyacheslav Negoda (Ukrainisches Verkehrs- und Entwicklungsministerium), Susanne Schütz (Deutsche Botschaft Kiew) und Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup (Akademie) Statements von Sergei Bronevitsky, Vasyl Prysyazhnyuk, Prof. Dr. G. Filevarov, Prof. Thomas Sieverts und Prof. Jörn Walter
14.00 Uhr Nicht öffentliche Exkursion zu Brennpunkten und Problembereichen der Stadt Führung: Prof. Dr. N. Djomin und Vasyl Prysyazhnyuk Übersetzung: Jurko Prochasko
Dienstag, 17. November 2009 10.00-17.00 Uhr Öffentliches Symposium, Sitzungssaal des Rathauses, Kreschtschatikstr. 36
Perspektiven der Stadtentwicklung im internationalen Vergleich Statements von Prof Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Prof. Carlo Weber, Prof. Dr. Werner Durth, H. Serduk Podiumsdiskussion 1. Modelle wirtschaftlicher und sozialer Stadtentwicklung 2. Die Zukunft von Industriebrachen und ihre Einbindung in die bestehende Stadtstruktur von Kiew 3. Bewahrung der historischen Bausubstanz, von Landschaft und Natur. Entwicklung des Tourismus 4. Perspektiven des öffentlichen Personennahverkehrs und Verkehrsinfrastruktur der Stadt Kiew 5. Raumplanung im Spannungsfeld öffentlicher Interessen von Region und Stadt Im Anschluss Zusammenfassung durch die Referenten und Mitglieder der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste
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13. Oktober bis 11. Dezember 2009 Ausstellung "Im Malstrom subversiver Bilder" Malerei, Grafik, Künstlerbücher aus der Protestszene der DDR Aus der Sammlung Gerhard Wolf „Es lässt sich vermutlich nicht eindeutig begründen, warum zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, kaum vorhersehbar, junge Leute in der Kunst eine andere Tonart anschlagen, weil sie anders sehen und hören, anders empfinden und denken und demzufolge anders schreiben, anders malen, anders Musik machen als andere vor ihnen, weil für sie Ihr Sein anders sein muss, als das täglich hingenommene: was sein muss, muss sein." (Gerhard Wolf) Eine junge Generation von Dichtern und Künstlern der DDR begann Ende 1970er Jahre in einer anderen Sprache zu sprechen, auch im Protest gegen die verordnete Sprache der Macht. Es entstanden expressive wilder Bilder, die dem angesagten Sozialistischem Realismus Hohn sprachen. Die Autoren fanden keine Verlage, die Künstler keinen Zutritt zu offiziellen Ausstellungen. Gerhard Wolf, Herausgeber, Kritiker und Schriftsteller, nahm sich der jungen Szene an. Er war nicht nur Sammler und Verleger, sondern zu DDR-Zeiten vor allem auch Förderer unangepasster Künstler und Autoren, die mit ihren Werken bis 1989 nur sehr eingeschränkt in der Öffentlichkeit oder gar nicht im Kulturbetrieb der DDR präsent sein durften. Gerhard Wolf hat seine Sammlung unter dem Titel „Im Malstrom subversiver Bilder. Malerei, Grafik, Künstlerbücher aus der Protestszene der DDR" für eine Ausstellung zusammengestellt. Künstlerbücher, Zeitschriften, Autografen, Malerei und Grafik, kurz: Zeugnisse aus mehreren Jahrzehnten und Frucht intensiver Künstlerfreundschaften. Zugleich ist diese Sammlung Beleg einer anderen, nicht staatlichen Literatur und Kunst. Maßgeblich vertreten sind Maler und Grafiker, die aus Dresden stammen, in Dresden studiert haben oder durch Werk oder Biographie dem sächsischen Kulturraum verbunden sind. Enthalten sind Arbeiten der Maler, Grafiker und Fotografen: Manfred Butzmann, Carlfriedrich Claus, Angela Hampel, Martin Hoffmann, Ralf Kerbach, Helge Leiberg, Michael Morgner, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Gregor-Torsten Schade-Kozik, Petra Schramm, Reinhard Stangl, Christine Schlegel, Cornelia Schleime, Michael Voges und Karla Woisnitza. Das Blockhaus ist von Montag bis Freitag von 9-17 Uhr geöffnet.
Dienstag, 3. bis 27. November 2009 Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden Eröffnung der Ausstellung New Face of Prague Contemporary Architecture of Prague after the Year 1990 Präsentiert wird das architektonische Geschehen in Prag seit 1990, das mehr als 50 Bauvorhaben einschließt. Neben Ikonen der modernen Architektur wie das Tanzende Haus „Ginger and Fred“ von Frank Gehry werden auch international weniger bekannte Beispiele der modernen tschechischen Architektur vorgestellt und Perspektiven der Stadtentwicklung Prags thematisiert. Die Ausstellung ist Teil des Projekts ArchiCzech, das im Rahmen der Tschechischen EU-Ratspräsidentschaft 2009 in fünf Ausstellungen zeitgenössische Architektur in Tschechien zeigt. Ausstellung zur neuen Architektur in Prag aus Anlass der Tschechisch-deutschen Kulturtage in Dresden In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Dresden und der Bücke-Most-Stiftung Dresden. Mit freundlicher Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.
Donnerstag, 26. November 2009, 20 Uhr Binationales Gesprächskonzert Friedrich Schenker, Berlin und Vladimir Tarnopolski, Moskau Ausführende: Ensemble "El perro andaluz" Leitung: Lennart Dohms, Im Anschluss Gespräch mit den Komponisten Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Leiter des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Dresden In Zusammenarbeit mit dem Klangnetz Dresden des Netzwerkes Neue Musik
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