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Chronik der Tätigkeit 2011


Mittwoch, 12. Januar 2011
Polska Architektura. Architektur in Polen seit 1918
Ausstellungseröffnung
Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Eröffnung:
Prof. Dr. Georg Unland
Sächsischer Staatsminister der Finanzen
Prof. Udo Zimmermann
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Frau Agnieszka Surwiłło-Hahn
Stellv. Direktorin des Polnischen Instituts Berlin - Filiale Leipzig
Einführung in die Ausstellung:
Dr. Romuald Loegler
Architekt Kraków
Prof. Adolph Stiller
Kurator Wien
Musik: Karolina Trybala
Im Anschluss Empfang

Präsentiert wird das architektonische Geschehen in Polen seit der Unabhängigkeit des Staates 1918. In Auseinandersetzung mit der Frage nach der polnischen Identität in der Architektur werden Formen des nationalen Baustils, Zäsuren und Einflüsse aus Westeuropa auf die Entwicklung der polnischen Architektur gezeigt. Die Ausstellung bietet zudem einen aktuellen Einblick in die Architektur der postkommunistischen Jahrzehnte und die junge polnische Architekturszene.
Ausstellung vom 13.-27.1.2011.
In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Leipzig


10. Dresdner Chamisso-Poetikdozentur mit Francesco Micieli
"Fünf Mal lesen in Dresden, eine Stimmübung"


Die Chamisso-Poetikdozentur für Migrantenliteratur wurde 2002 vom Mitteleuropazentrum der TU Dresden und der Robert Bosch Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft der TU Dresden ins Leben gerufen. Die Stiftung, die jährlich den Chamisso-Preis an deutschsprachige Autoren nicht deutscher Muttersprache verleiht, will mit der Dozentur etwas Nachhaltigeres schaffen, als es die einmalige Preisvergabe sein kann. Seit 2005 wird die Chamisso-Poetikdozentur mit der Sächsischen Akademie der Künste durchgeführt. Bei ihren Lesungen in Dresden werden Autoren nicht deutscher Muttersprache ihre Erfahrungen mit dem Schreiben in einem fremden Land reflektieren, werden interkulturelle Wahrnehmungsfelder ausmessen. Das Themenspektrum der Chamisso-Dozentur widmet sich dabei vor allem der Frage, welche persönlichen Erfahrungen ein Autor "zwischen den Sprachen" macht bzw. wie Traditionen unterschiedlicher Sprachräume in der Literatur erkundet und verarbeitet werden. In der Reihe der Dresdner Chamisso-Poetikdozenturen lasen 2002 Yüksel Pazarkaya, 2003 Gino Chiellino, 2004 Adel Karasholi, 2005 Ilma Rakusa, 2006 Vladimir Vertlib, 2007 José F.A. Oliver, 2008 Zsuzsanna Gahse, 2009 Hussein Al Mozany und 2010 Ota Filip.

Francesco Micieli: 1956 in Santa Sofia d’Epiro (Kalabrien, Italien) in eine albanischsprachige Familie geboren - 1965 Umzug in das Emmental (Schweiz) - Studium der Romanistik und Germanistik an den Universitäten in Bern, Cosenza und Florenz - Arbeit an der Universität Bern und als Autor, Schauspieler und Regisseur in Solothurn und Burgdorf -1992-99 Lehrauftrag an der Schule für Gestaltung Bern und Biel - 2002 Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis - lebt als freier Schriftsteller in Bern - zuletzt erschienen: "Liebe im Klimawandel. Ein Protokoll" (Bern 2010 - "Mein Vater geht jeden Tag vier Mal die Treppe hinauf und herunter" Biel 2007 - "Fantasmi. Auf-Zeichnungen & Postkarten an & für Urs Dickerhof" Biel 2008.

Dienstag, 18. Januar 2011
Eröffnung der 10. Dresdner Chamisso-Poetikdozentur mit Francesco Micieli
Eröffnung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Ralf Lunau, Kulturbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden
Gabriela Eigensatz, Botschaftsrätin, Leiterin der Kulturabteilung der Schweizerischen Botschaft Berlin
Prof. Dr. Walter Schmitz, Direktor des MitteleuropaZentrums der TU Dresden

Erste Vorlesung mit Francesco Micieli
"Die vielen Sprachen in einer Sprache - Zum Einfluss meiner verschiedenen Sprachen auf dei Schreibsprache"

Moderation: Prof. Walter Schmitz, Direktor des MitteleuropaZentrums der TU Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung


Mittwoch, 19. Januar 2011
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Zweite Vorlesung mit Francesco Micieli

„Die Regeln der Gastfreundschaft - Zur Fremdheit als Recht und als kreativen Zustand“
Moderation: Thomas Rosenlöcher, Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung


Donnerstag, 20. Januar 2011
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Dritte Vorlesung mit Francesco Micieli

"Prima la musica - Zum Schreiben für das Musiktheater"
Moderation: Thomas Rosenlöcher, Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung


Dienstag, 25. Januar 2011
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Vierte Vorlesung mit Francesco Micieli

"Die Langsamkeit des Esels - Zum autobiographischen Schreiben"
Moderation: Michael G. Fritz, Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung


Mittwoch, 26. Januar 2011
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Fünfte Vorlesung mit Francesco Micieli
"Lesend schreiben, schreibend lesen"

Moderation: Prof. Walter Schmitz, Direktor des MitteleuropaZentrums der TU Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung


Donnerstag, 3. Februar 2011, Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28
Bücher, Mythen und Verlage. Editions- und Wirkungsgeschichten von Büchern im Reclam-Verlag.
Zur Editionsgeschichte von Wolfgang Hilbigs "Stimme. Stimme"

Es diskutieren:
Hubert Witt, Lektor und Schriftsteller
Prof. Dr. Bernd Leistner, Literaturwissenschaftler
Thomas Böhme, Schriftsteller
Dr. Matthias Braun, Historiker
Moderation: Prof. Dr. Siegfried Lokatis, Institut für Buchwissenschaften der TU Leipzig
"Ich unterwerfe mich nicht der Zensur... ", schrieb Wolfgang Hilbig im Februar 1981 an Klaus Höpcke, stellvertretender Minister für Kultur, um "Sie oder eine andere Institution der DDR um Erlaubnis zu bitten", damit seine Texte in beiden Teilen Deutschlands erscheinen können. Leipziger Buchwissenschaftler haben sich mit der Editionsgeschichte der einzigen Textsammlung Stimme Stimme befasst, die von Wolfgang Hilbig in der DDR im Leipziger Reclam Verlag 1983 herausgekommen ist. Mit dem Blick auf die "geheimen" Geschichten (Idee zum Buch, Hintergründe, Zensur und Intrigen) und auf ihre deutsch-deutsche Wirkungsgeschichte stellten sich neue Fragen an Autoren, Gutachter, Lektoren, Herausgeber und Übersetzer, die in der ersten von vier Veranstaltungen mit exemplarischen Editionen so differenziert wie unterhaltsam an die heutigen Leser herangetragen werden.
Veranstaltung der Sächsischen Akademie der Künste, der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und des Kuratoriums Haus des Buches e. V.


Montag, 14. Februar 2011
Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Strasse 2, Eingang Landhausstrasse
„Es gibt eine andere Welt“
Präsentation der von Andreas Altmann und Axel Helbig herausgegebenen Anthologie mit neuen Gedichten aus Sachsen
Es diskutieren die Autoren Peter Gosse, Kerstin Hensel, Almut Sandig, Richard Pietraß und Axel Helbig
Moderation: Jörg Bernig

Sachsen- ein Land der Dichter. Mit der vorliegenden Gedichtsammlung „Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte aus Sachsen“ sind die Herausgeber Andreas Altmann und Axel Helbig dieser begründeten Vermutung nachgegangen und haben um Zusendung neuer Gedichte gebeten. Adressaten waren jene, die in Sachsen geboren und aufgewachsen waren, und die es später woandershin zog, aber auch jene, die erst in den letzten Jahren dort ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben. Viele der Autoren repräsentieren die deutschsprachige Gegenwartsdichtung schlechthin und sind längst kanonisiert. In dieser Anthologie aber, wo die Gedichte aufeinander reagieren, „in Rudeln auftreten“ und als Sammlung etwas unterscheidbar Charakteristisches vermitteln, entstehen andere Kontexte, in der auch ganz neue Stimmen vernommen werden können. Entstanden ist ein Standardwerk, das sich zu seiner literarischen Verortung in Sachsen bekennt und zugleich ein überregionales dichterisches Panorama aufzeigt.

„Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen.“ Herausgegeben von Andreas Altmann und Axel Helbig. Poetenladen Leipzig 2011. ISBN 978-3-940691-23-1




Sonntag, 20. März 2011, 11 Uhr
Literaturcafé im Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Bücher, Mythen und Verlage
Editions- und Wirkungsgeschichten von Büchern im Reclam-Verlag
Gerhard Wolf - Mittler zwischen Generationen von Künstlern

Es diskutieren: Gerhard Wolf, Verleger, Herausgeber und Essayist, Andreas Koziol, Schriftsteller, Stefan Richter, ehem. Lektor im Reclam-Verlag
Moderation: Dr. Klaus Michael, Literaturwissenschaftler Dresden

„Druckgenehmigungen ließen manchmal auf sich warten und waren umstritten. Verse liefen ihrer Zeit voraus“, schrieb Gerhard Wolf im Vorwort zu seiner Aufsatzsammlung „Wortlaut Wortbruch Wortlust“, die 1988 bei Reclam in Leipzig erschienen ist. Die Folgen seiner leisen und wirkungsvollen Moderation künstlerischer Provokationen und von Konflikten, die auf dem „gegenseitigen Mißverstehen, ja Nichtverstehen-Wollen zwischen den literarischen Bewegungen in der DDR“ beruhten, bildeten damals den roten Faden für die Textsammlung mit Aufsätzen, die verstreut in offiziellen und nichtoffiziellen Publikationen in Frankreich, Ost- und Westdeutschland seit den frühen siebziger Jahren erschienen. Gerhard Wolfs Ansichten und Betrachtungen sind heute bestens geeignet, die Umstände der schrittweisen Normalisierung des kulturpolitischen Klimas in der DDR und die damit einhergehende Einbindung der ausgegrenzten Autoren in die deutsch-deutsche Öffentlichkeit neu zu beleuchten.

Gerhard Wolf, Jahrgang 1928, studierte Pädagogik, Germanistik und Geschichte an der Friedrich Schiller Universität Jena und begann 1951 als Redakteur beim Mitteldeutschen Sender in Leipzig und Staatlichen Rundfunkkomitee Berlin. Nach dem Studium der Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin leitete er von 1956 bis 1957 die Redaktion Kulturpolitik beim Deutschlandsender. Ab 1957 wirkte Gerhard Wolf freischaffend als Essayist, Kritiker und Autor von Filmdrehbüchern, vor allem jedoch als Lektor des Mitteldeutschen Verlags. Von 1980 bis 1988 war er zusammen mit Günter de Bruyn Herausgeber der Reihe „Märkischer Dichtergarten“, die eine wichtige Rolle bei der Neurezeption der deutschen Romantik in der DDR spielte. In der Serie „Außer der Reihe“ im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar veröffentlichte er von 1988 bis 1991 Werke der im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg ansässigen Gruppe von jungen Lyrikern und Dissidenten. 1991 gründete Wolf den Verlag Janus Press, der inzwischen den Namen Gerhard Wolf Janus Press führt. 1994 erhielt er zusammen mit Christa Wolf die Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille des Landes Berlin. 2003 wurde er zum Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Künste gewählt. Er lebt in Berlin.

Veranstaltung mit der Sächsischen Akademie der Künste, der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und des Kuratoriums Haus des Buches e. V.




Montag, 28. März 2011
Event und schönes Design? - Wozu Oper heute?
Podiumsgespräch mit Dr. Ulrike Hessler, Intendantin der Semperoper Dresden, Prof. Manos Tsangaris, Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden und Prof. Dr. Constanze Peres, Professorin am Lehrstuhl für Philosophie / Ästhetik (Moderation)
Begrüßung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Worin liegen in der Gegenwart die Aufgaben und Herausforderungen des Musiktheaters? Wie kann diese multiple und aufwendige Kunstform zwischen „Regietheater“ und „Werktreue“ ihr Publikum erreichen und ihren künstlerischen Rang behaupten?
Fragen dieser Art zum „Wesen“ der Oper und ihrer Aufführungspraxis verknüpfen sich mit dem Problem, welche Lust und welches (Erkenntnis)Interesse heutiges Musiktheater wecken kann. In diesem Zusammenhang spielt nicht nur der künstlerische Nachwuchs eine Rolle, sondern auch die Gewinnung des „Publikums-Nachwuchses“, denn nur unter dieser Voraussetzung ist das Thema „Oper morgen?“ zu diskutieren.



"HIMMEL, WAS IST DAS FÜR EINE WELT!"
Symposium und Lesung zum Kleist-Jahr 2011


Freitag, 29. April 2011, 15-18 Uhr
Symposium mit Beiträgen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Ungarn
Prof. Dr. László F. Földényi (Budapest)
Prof. Dr. Bernd Leistner (Leipzig)
Dr. phil. Irène Kuhn (Strasbourg)
Prof. Dr. Marek Zybura (Wrocław)
Moderation:
Dr. h.c. Friedrich Dieckmann (Berlin)

Kleist ist ein erregender Autor bis zum heutigen Tag geblieben. Die Vorträge widmen sich sowohl seiner spannungsvollen Dresdner Zeit als auch der aktuellen Rezeption seines Werks, die sich in einem weitgreifenden europäischen Interesse bezeugt.

Freitag, 29. April 2011, 20 Uhr
Lesung und Podiumsdiskussion
Mitglieder der Klasse Literatur und Sprachpflege der Sächsischen Akademie der Künste
Wilhelm Bartsch (Halle/Saale)
Jörg Bernig (Radebeul)
Volker Braun (Berlin)
Friedrich Dieckmann(Berlin)
Ro¸a Doma¨cyna (Bautzen)
Elke Erb (Berlin)
Kerstin Hensel (Berlin)
Rainer Kirsch (Berlin)
Angela Krauß (Leipzig)
Alain Lance (Paris)
Richard Pietraß (Berlin)
Thomas Rosenlöcher (Dresden)
Moderation: Bernd Leistner (Leipzig)

Die Autoren lesen zum Auftakt des Kleistjahres 2011 anlässlich des 200. Todestages des Dichters in freier Wahl- und Zeitverwandtschaft aus Kleists Werken und Briefen und offenbaren ihren persönlichen Zugang zu Kleist im gemeinsamen Gespräch.



Donnerstag, 5. Mai 2011, 13 bis ca. 16 Uhr
Exkursion – Brainstorming – Rundgang mit Axel Lohrer
Rundgang durch die Albertstadt und den Dresdner Heller im Vorfeld des Vortrags "Konversion und Revitalisierung der Stadtlandschaft" von Axel Lohrer zu neuen Positionen der Landschaftsarchitektur.

Mitwirkende:
Dipl.-Ing. Axel Lohrer, Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten, München-Magdeburg
Dr.-Ing. Barbara Engel, Lt. Bereich Innenstadt im Stadtplanungsamt Dresden
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landschaftsarchitektur Berlin
Dipl.-Ing. Franziska Schieferdecker, TU Dresden, Institut für Landschaftsarchitektur

Route:
1. Treffpunkt Kasernen Stauffenbergallee 12
2. Gebäudekomplex Landesärztekammer
3. Deponie Proschhübelstraße (über Schützenhöhe, Albert-Fromm-Weg, Zum Reifenberg)
4. Deponie Hammerweg (über Haldenrundweg)
5. Binnendünen Dresdner Heller (über Wanderweg Richtung Jonaskreuz, grüner Punkt)
6. Endpunkt Jonaskreuz (Haltestelle Infineon-Süd, Linien 7 und 8)

Der Dresdner Heller liegt am nordwestlichen Stadtrand Dresdens. Teile des Areals wurden als militärisches Übungsgelände und zur Abfallentsorgung genutzt. In den vergangenen 20 Jahren wurden die militärischen Nutzungen aufgegeben, die Deponien stillgelegt und von der Landeshauptstadt Dresden saniert und renaturiert. Entstanden ist eine neue Erholungslandschaft, von topographischer und biologischer Bedeutung. Auf den ehemals militärisch genutzten Flächen hat sich eine Binnendünenlandschaft im Übergang zur Dresdner Heide entwickelt, die seltene Arten beheimatet und Spuren vergangener Nutzungen aufzeigt.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Christoph Schonhoff

Weitere Informationen unter: http://www.sadk.de/landschaft.html



Donnerstag, 5. Mai 2011, 20 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden
Konversion und Revitalisierung der Stadtlandschaft
Axel Lohrer, Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten München
Veranstaltung zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur"

Eröffnung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Jörn Marx, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau der Landeshauptstadt Dresden Einführung:
Prof. Cornelia Müller, Landschaftsarchitektin Berlin
Vortrag:
Prof. Axel Lohrer, Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten München

Im Anschluss Podiumsdiskussion

Die Vortragsreihe „Landschaftsarchitektur. Neue Positionen“ befasst sich mit den Aufgaben der Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren. In der ersten diesjährigen Veranstaltung werden die Potenziale der Konversion von Stadtbrachen diskutiert. Der Landschaftsarchitekt Axel Lohrer zeigt, wie durch Revitalisierung spannende Räume und neue Erholungslandschaften von hohem ästhetischen Wert im städtischen Gefüge
entstehen können.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Christoph Schonhoff




Sonntag, 8. Mai 2011, 11 Uhr
Kleines Haus Staatsschauspiel Dresden, Glacisstraße 28
Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 6,50 Euro
Lesung mit Monika Maron
Lessing-Preisträgerin des Jahres 2011

Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Figaro

Der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2011 wurde im Januar 2011 an Monika Maron verliehen. Monika Maron stehe mit ihrer Unabhängigkeit, Zivilcourage und poetischen Zeitgenossenschaft in der Nachfolge des Dichters der Aufklärung, heißt es in der Begründung der Jury. "Das Auftreten des Intellektuellen, das Sich-Einmischen und das unerschrockene öffentliche Eintreten für eine Angelegenheit, die alle etwas angehen sollte, war die Sache Lessings wie es die Sache der Berliner Autorin ist. Geschrieben in einer leichten, eleganten Prosa voller Selbstironie, schärfen Monika Marons Werke unseren Blick für differierende Betrachtungsweisen. Ihre Erzählkunst begibt sich mitten hinein in eine sperrige deutsch-deutsche Vergangenheit und Gegenwart. Sie hebt Verborgenes ans Licht und macht individuelle wie gesellschaftliche Prägungen und Verletzungen sichtbar."
Der Lessing-Preis ehrt Künstler, die das Werk Lessings in unterschiedlicher, aber herausragender Weise fortsetzen, erklärte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer.
Der Lessing-Preis wurde 1993 von der Regierung des Freistaates Sachsen gestiftet und wird alle zwei Jahre vergeben. Gewürdigt werden herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters.
Die Sächsische Akademie der Künste lädt, in Zusammenarbeit mit dem Staatsschauspiel Dresden, die Preisträgerin zur Vorstellung ihres Werks nach Dresden ein.




Mittwoch, 11. Mai 2011, 20 Uhr
Hochschule der Bildenden Künste, Güntzstraße 34(ehemalige Kunstgewerbeschule) Grosser Hörsaal / 2.OG
'BAUKUNST - ANALOG UND DIGITAL'
Vortrag: Jan Schindler, architekti4a Prag
Moderation: Olaf Lauströer, Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden

Die vierteilige Vortragsreihe befasst sich mit dem Einfluss der Computertechnologie auf die Architektur. Vom Entwurf bis hin zur Fertigung einzelner Bauteile bieten digitale Werkzeuge heute Möglichkeiten, wie sie vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Inwieweit sich der „digital turn“ auf die operativen Prozesse und die kreativ-intuitiven Arbeitsweisen der Architekten auswirkt, wird im Zentrum der Vorlesungsreihe stehen.
Leitung: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Die Reihe wird fortgesetzt mit Jan Willmann (25.5.2011), Lehrstuhl Architektur und digitale Fabrikation der ETH Zürich, und Peter Haimerl (9.11.2011), zoom town München .




Dienstag, 17. Mai 2011, 20 Uhr
Literaturcafé im Haus des Buches, Gerichtsweg 29, 04103 Leipzig
Im Wechselbad wegen Schwitzbad
Fritz Mierau und Rainer Kirsch im Gespräch

Moderation: Ingrid Sonntag3. Veranstaltung der Reihe „Bücher Mythen und Verlage"
Majakowskis „Drama in sechs Akten mit Zirkus und Feuerwerk" Schwitzbad, ursprünglich bei Reclam als illustrierte Buchausgabe 1977, zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution, vorgesehen, dann als Band in der Reclam Universialbibliothek geplant, sollte in der Übersetzung von Rainer Kirsch und mit Fritz Mieraus Nachwort im Herbst 1976 eine Monate währende Debatte entfachen, ehe der Band schließlich 1978 erscheinen konnte. Die Entstehungsgeschichte dieser glänzenden Bühnensatire aus der frühen Sowjetunion der zwanziger Jahre und die Wirkungsgeschichte der Neuübersetzung in der kulturpolitischen Eiszeit nach der Biermann-Ausbürgerung 1976 stecken voller spannender, so folgenreicher wie schwarzhumoriger, ja grotesker Wendungen, über die Rainer Kirsch und Fritz Mierau Auskunft geben.
Veranstaltung mit der Sächsischen Akademie der Künste, der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und dem Literaturhaus Leipzig.



Donnerstag, 19. Mai 2011, 20 Uhr
Lesung mit Renatus Deckert
Förderpreisträger zum Lessing-Preis 2011


Die Förderpreise zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2011 wurden im Januar 2011 an den Lyriker und Herausgeber Renatus Deckert und an den Autor und Verleger Andreas Heidtmann verliehen. Der Lessing-Preis ehrt Künstler, die das Werk Lessings in unterschiedlicher, aber herausragender Weise fortsetzen, erklärte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer.
"Der aus Dresden stammende Literaturwissenschaftler Renatus Deckert ist ein talentierter Verfasser von Gedichten und Essays, ein außerordentlicher Kenner der Liteatur, sowie Herausgeber maßstabsetzender Anthologien. Mit Lessing'scher Scharfsinnigkeit, gesellschaftlichem Engagement und poetisch-frischer Sprache vermittelt Deckert zwischen den Generation von Dichtern und Lesern und bleibt selbst dabei immer ein Poet." (Kerstin Hensel)

Der Lessing-Preis wurde 1993 von der Regierung des Freistaates Sachsen gestiftet und wird alle zwei Jahre vergeben. Gewürdigt werden herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters.
Zu den bisherigen Preisträgern des Förderpreises zählen Marcel Beyer, Kerstin Hensel, Barbara Köhler, Angela Krauß, Christian Lehnert, Ulrike Almut Sandig und Volker Sielaff.

"Über drei Jahrzehnte nach Kriegsende wurde ich in Dresden geboren. Von der einstigen Pracht waren nur mehr Reste zu sehen. Ich wuchs in einer Stadt auf, über die am liebsten im Präteritum gesprochen wurde. Mein Vater zeigte mir, wo der Zirkus Sarrasani gestanden hatte und wo das Haus in der Zöllnerstraße, in dem er geboren worden war. Ich sah einen Sportplatz, weite Rasenflächen. [...] Und jetzt, in diesem Moment, wird mir auf einmal klar, daß jedes der fünf Bücher, die ich in den letzten Jahren herausgegeben oder geschrieben habe, damit begann, daß eine Frage mir keine Ruhe ließ. Wie kommt einer zum Schreiben? Wie war das, als die Mauer fiel? Wie bringt man Ruine und Gedicht zusammen? [...] Ich habe begriffen, daß es sich lohnt, Fragen zu stellen, sich selbst ein Bild zu machen. Seither bin ich stets darauf gefasst, dass sich eine angeblich unumstößliche Wahrheit, um mit Lessing zu sprechen, als 'geschminkte Unwahrheit' entpuppt. (Aus der Dankrede Renatus Deckerts)

Renatus Deckert: Geboren 1977 in Dresden, lebt als Schriftsteller und Herausgeber in Berlin. Er studierte Literatur und Philosophie in Hamburg, Berlin und Paris. 2009 wurde er mit einer Arbeit über das zerstörte Dresden in den Gedichten von Volker Braun, Heinz Czechowski und Durs Grünbein promoviert („Ruine und Gedicht“. Thelem Verlag Dresden 2010). Zehn Jahre lang gab er in Berlin die Literaturzeitschrift „Lose Blätter“ heraus. Im Suhrkamp Verlag gab er die Anthologien „Das erste Buch“ (2007) und „Die Nacht, in der die Mauer fiel“ (2009) heraus. Zuletzt erschien der Band „Dies Sirren“, der Gespräche mit dem Dichter Adolf Endler enthält (Wallstein Verlag 2010).



Mittwoch, 25. Mai 2011, 20 Uhr
Hochschule der Bildenden Künste, Güntzstraße 34 (ehemalige Kunstgewerbeschule) Grosser Hörsaal / 2.OG
'BAUKUNST - ANALOG UND DIGITAL'
Vortrag: Dr. Jan Sebastian Willmann, Lehrstuhl Architektur und digitale Fabrikation der ETH Zürich
Moderation: Olaf Lauströer, Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden

Die vierteilige Vortragsreihe befasst sich mit dem Einfluss der Computertechnologie auf die Architektur. Vom Entwurf bis hin zur Fertigung einzelner Bauteile bieten digitale Werkzeuge heute Möglichkeiten, wie sie vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Inwieweit sich der „digital turn“ auf die operativen Prozesse und die kreativ-intuitiven Arbeitsweisen der Architekten auswirkt, wird im Zentrum der Vorlesungsreihe stehen.
Leitung: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Dr. Jan Sebastian Willmann: Nach seinem Architekturstudium am Lehrstuhl von Prof. Andrew Holmes und Prof. David Greene (Archigram) in Oxford lehrte und forschte Jan Sebastian Willmann als Universitäts-Assistent an der Universität Innsbruck, wo er die Plattform www.architekturtheorie.eu initiierte. Neben seiner Tätigkeit als Architekt leitete Jan Sebastian Willmann zahlreiche internationale Forschungs- und Ausstellungsprojekte mit den Schwerpunkten digitales Design und Neue Medien. Seit 2011 ist Jan Sebastian Willmann Oberassistent an der Professur Gramazio & Kohler Architektur und Digitale Fabrikation an der ETH Zürich.
Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Die Reihe wird fortgesetzt mit Peter Haimerl (9.11.2011), zoom town München .


Donnerstag 2. Juni – Samstag 4. Juni 2011, 11-24 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Blockhaus, Festsaal, Neustädter Markt 19, Dresden
Natur – Kultur – Engagement. Engagement für Kultur und Natur
Ein Projekt im Rahmen des regionalen Kulturprogrammes
des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Aus Anlass des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden wird vom 2. bis4. Juni 2011 ein künstlerisches Programm durchgefürht, das sich mit Vorträgen, Lesungen und Podiumsdiskussion Fragen nach den Lebensformen der Zukunft widmet. Im Zentrum stehen Themen der Verantwortung für die Umwelt, Perspektiven für nachhaltiges Handeln und Möglichkeiten und Formen des kulturellen, politischen und sozialen Engagements. Autoren, Publizisten, Kritiker und Umweltaktivisten wurden eingeladen, ihre Positionen darzustellen, neue Ansätze zu präsentieren und aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln zu aktuellen gesellschaftlichen Brennpunkten Stellung zu nehmen. Das Publikum ist eingeladen, an den Diskussionen teilzunehmen. Im Blockhaus, Neustädter Markt 19, der Geschäftsstelle von Sächsischer Akademie der Künste und Sächsischer Landesstiftung Natur und Umwelt widmen sich neben den Lesungen, Vorträgen und Gesprächen auch Filme und Ausstellungen dem Thema.


Donnerstag, 2. Juni 2011
Verbrecher, Narren, Heilsbringer
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Peter von Matt (Zürich) in Moderation von Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Figaro
„Die literarische Phantasie ist ein Teil der kollektiven Einbildungskraft. Sie nährt sich ebensosehr von den öffentlichen Träumen, wie von den privaten Imaginationen des einzelnen Autors. Und rückwirkend füttert sie auch wieder das gemeinschaftliche Phantasieren ihrer Zeit, sogar der späteren Epochen. Don Quichotes Windmühlen, Hamlet mit dem Totenschädel, Odysseus in der Höhle des Zyklopen, Robinson vor der Fußspur im Sand – sie sind zu Zeichen geworden, mit denen sich die Menschheit über alle Sprachen hinweg verständigt.“ Der Schweizer Essayist und Literaturwissenschaftler Peter von Matt widmet sich in seinem Vortrag dem Wissenschaftler in der Literatur und geht dabei literatur- und kulturgeschichtlich einem Klischee auf den Grund.


Donnerstag, 2. Juni 2011
Die Verhältnisse zerbrechen
Lesung und Podiumsgespräch mit Christoph Hein, Schriftsteller, Berlin und Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Essayist, Berlin


Donnerstag, 2. Juni 2011
Augenblicke des Glücks?
Lesung und Podiumsgespräch mit Ingo Schulze, Schriftsteller, Berlin in Moderation von Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Figaro


Donnerstag, 2. Juni 2011
Auf eigene Hoffnung
Lesung mit Dr. h.c. Reiner Kunze, Schriftsteller, Passau


Donnerstag, 2. Juni 2011
Dichtkunst trifft Vokalkunst
Konzert mit dem Wordart Ensemble, Dresden


Freitag, 3. Juni 2011
Randlagen
Lesung und Podiumsgespräch mit Ro¸a Doma¨cyna, Schriftstellerin und Übersetzerin (Bautzen), Ulrike Almut Sandig, Schriftsstellerin (Leipzig), Thomas Rosenlöcher, Schriftsteller (Dresden) in Moderationn von Richard Pietraß, Schriftsteller (Berlin).
Das Programm am 3.6.2011 widmet sich der Frage „Wo leben wir eigentlich?“ Die Autoren setzen sich in ihren Texten mit Naturgefährdung und Bewahrung auseinander´. Sie reflektieren dabei ihre Erfahrungen von Naturzerstörung in Vergangenheit und Gegenwart ebenso, wie die Entdeckungen scheinbar unberührter Oasen ihrer Umgebung.


Freitag, 3. Juni 2011
Unterirdische Landschaft
Lesung mit Wulf Kirsten, Schriftsteller (Weimar) in Moderation von Richard Pietraß, Schriftsteller (Berlin).
Im Nachwort zu seiner ersten größeren Gedichtsammlung „satzanfang“ (1970) umreißt der Lyriker Wulf Kirsten sein poetisches Programm. Es gehe ihm in seiner Lyrik um „ein tieferes Eindringen in die Natur, eine auf sinnlich vollkommene Rede abzielende Gegenständlichkeit, eine Mehrschichtigkeit, mit der soziale und historische Bezüge ins Naturbild kommen“ – kurz: um „soziale Naturbetrachtung“. Der Blick auf die Tradition sei hierfür genauso bedeutsam wie der Bezug zur Gegenwart, emotionale Nähe genauso wichtig wie kritische Distanz. Das „überschaubare Segment Welt“ der eigenen Herkunftslandschaft biete sich hierfür als Modellfall an.“


Freitag, 3. Juni 2011
Zukunft des Artenschutzes
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Peter A. Schmidt, TU Dresden, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident Euronatur und Präsident der Bundesamtes für Naturschutz a.D., Kornelie Blumenschein, Vorsitzende GÄA Bundesgeschäftsstelle, Prof. Karl Mannsfeld, Sächsischer Staatsminister a.D.


Freitag, 3. Juni 2011
Die Arche Noah heute
Vortrag von Prof. Wolfgang Haber, Landschaftsökologe


Freitag, 3. Juni 2011
Latin-Jazz
Konzert mit tumba-ito, Dresden


Sonnabend, 4. Juni 2011
Offene Gesellschaft
Podiumsgespräch mit Jurko Prochasko, Übersetzer und Autor (L'viv, Lemberg, Ukraine), Ines Geipel, Autorin (Berlin) und Lutz Rathenow, Beauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit im Freistaat Sachsen
Moderation: Dr. Klaus Michael, Sächsische Akademie der Künste
Die Diskussionsrunden und Vorträge am 4.6.2011 sind dem Thema der Verantwortung für Kultur, Natur und Gesellschaft gewidmet. Namhafte Autoren, Umweltaktivisten und Ökologen sind eingeladen, ihre Positionen und neuen Ansätze unter der Frage „Wie frei wollen wir sein?“ darzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren.


Sonnabend, 4. Juni 2011
Anstoß Literatur
Lesung und Gespräch mit Dr. Matthias Politycki, Schriftsteller (Hamburg)
und Michael G. Fritz, Schriftsteller Dresden
Moderation: Dr. Klaus Michael, Sächsische Akademie der Künste


Sonnabend, 4. Juni 2011
Zur Umweltbewegung vor und nach '89
Podiumsdiskussion mit Frank Kupfer, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Gunda Röstel, Geschäftsführerin Stadtentwässerung Dresden, Roland Quester, Leiter Umweltbibliothek Leipzig, Dr. Hannelore Franck, Ökumenisches Informationszentrum Dresden, Moderation: Michael Beleites, ehem. Beauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit im Freistaat Sachsen


Sonnabend, 4. Juni 2011
Strophen für übermorgen
Lesung und Gespräch mit Durs Grünbein, Schriftsteller (Berlin) in Moderation von Thomas Rosenlöcher, Schriftsteller (Dresden)


Sonnabend, 4. Juni 2011
brasilgroove
Konzert von Luamar, Dresden

Ein Projekt im Rahmen des regionalen Kulturprogrammes des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt



Sonnabend, 5. Juni 2011
Am Neptunbrunnen auf dem Gelände des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt, Friedrichstraße 41, Zugang über Wachsbleichstraße, Eintritt frei.
Vor dem Tore. Musikalische Lesung am Neptunbrunnen
von Angela Krauß (Leipzig) und Annette Jahns (Dresden)
Musik: Sabine Grüner (Dresden)
Der von Hofbildhauer Lorenzo Mattielli 1745/46 fertig gestellte Neptunbrunnen entstammt jener künstlerischen Blütezeit, der Dresden seine barocken Kirchenbauten verdankt. Die vierzig Meter breite, zwischen zwei Flussgöttern zu der Gestalt des Meergottes aufstrebende Anlage wurde für den Sommersitz des Grafen Brühl geschaffen, dem heutigen Gelände des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt. Mattiellis Werk ist eine der bedeutendsten Brunnenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa. Sie steht dem berühmten römischen Wandbrunnen Fontana di Trevi im künstlerischen Anspruch nicht nach. Veranstaltung des Vereins der Freunde des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt e. V. In Kooperation mit der Klasse Darstellende Kunst und Film der Sächsischen Akademie der Künste.


Dienstag, 14. Juni bis Sonnabend, 18. Juni 2011
geh 8 - Kunstraum und Ateliers e.V. Gehestraße 8, 01127 Dresden
Der 26er-Ring in Dresden - Potenziale für einen Grünring
Entwurfsworkshop Landschaftsarchitektur


Dienstag, 14. Juni 2011geh 8 - Kunstraum und Ateliers e.V.
Hannover 2020+. Innovative Konzepte der Stadtentwicklung. Vortrag von Uwe BodemannBegrüßung:
Prof. Carlo Weber, auer+weber Stuttgart, Sächsische Akademie der Künste
Prof. Christoph Schonhoff, TU Dresden
Dr. Barbara Engel, Leiterin Abt. Stadtplanung Innenstadt im Stadtplanungsamt Dresden
Vortrag: Uwe Bodemann, Stadtbaurat Hannover

Veranstaltung der Professur für Landschaftsarchitektur der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste und dem Stadtplanungsamt Dresden




Donnerstag, 16. Juni 2011
geh 8 - Kunstraum und Ateliers e.V.
Infrastructure Landscapes. Transformation von Stadtlandschaften. Vortrag von Christian DobrickEinführung: Prof. Christoph Schonhoff, TU Dresden
Vortrag: Christian Dobrick, West8, Urban Design Landscape Architecture Rotterdam, New York, Toronto
Veranstaltung der Professur für Landschaftsarchitektur der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste und dem Stadtplanungsamt Dresden



Sonnabend, 18. Juni 2011
geh 8 - Kunstraum und Ateliers e.V.
Ergebnisse, Schlusskritik und Podiumsdiskussion
Prof. Jürgen Weidinger, TU Berlin
Prof. Cornelia Müller, Landschaftsarchitektin Berlin
Prof. Christoph Schonhoff, TU Dresden
Prof. Christiane Sörensen, HCU Hamburg
Arch. Anna Viader, Berlin/Barcelona

Der 26er- Ring umschließt als äußere Umfahrung die Dresdner Innenstadt. Benannt nach der 1909 erstmals eingerichteten Ring-Straßenbahnlinie 26 bildet der 26er-Ring neben dem Promenadenring, der das historische Stadtzentrum umschließt, einen weiteren wichtigen Bestandteil des konzentrischen Grünsystems der Dresdner Innenstadt. Er verbindet wichtige Landschaftselemente wie den Großen Garten, die Elbauen, das Ostragehege und den Grünzug der Weißeritz.
Die Verknüpfung des Grünsystems innerhalb des Ringes ist durch räumliche und dynamische Barrieren und funktionslose Freiflächen lückenhaft und unbestimmt. Der Workshop mit Rundgängen, Brainstormings und Vorträgen sucht nach Konzepten, um diese Lücken sinnvoll zu schließen.
Veranstaltung der Professur für Landschaftsarchitektur der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste und dem Stadtplanungsamt Dresden



Freitag, 24. Juni 2011
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), Vortragssaal
Zellescher Weg 18, 01069 Dresden
Eröffnung der Ausstellung Kunst im Werden

Begrüßung
Prof. Dr. Thomas Bürger
Generaldirektor der SLUB
Prof. Udo Zimmermann

Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Dr. Wolfgang Holler
Sekretär der Klasse Bildende Kunst der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung
Dr. Agnes Matthias
Kupferstich-Kabinett
Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Ausstellung im Buchmuseum der SLUB präsentiert Skizzen, Projekte und Arbeitsbücher von den Mitgliedern der Klasse Bildende Kunst Hartwig Ebersbach, Wieland Förster, Eberhard Göschel, Gotthard Graubner, Ralf Kerbach, Gerda Lepke, Walter Libuda, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Carsten Nicolai, Osmar Osten, Thea Richter, Cornelia Schleime, Jürgen Schön, Gundula Schulze Eldowy, Strawalde, Günther Uecker und Max Uhlig.
In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden


Sonnabend, 25.Juni 2011
Sitzungen der Klassen
Mit Wahl der Sekretäre der Klassen und ihrer Stellvertreter


Sonnabend, 25.Juni 2011 (nicht öffentlich)
Jahresmitgliederversammlung
Mit Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten


Sonnabend, 25.Juni 2011
Plenarsaal, Sächsischer Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden
Gegen den Strom und mit der Zeit?
Festveranstaltung zum 15jährigen Bestehen der Sächsischen Akademie der Künste unter Schirmherrschaft des Präsidenten des Sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler

Musik
Steffen Schleiermacher
Friedrich Goldmann
Vier Klavierstücke (1973)

Begrüßung
Andrea Dombois
Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags
Prof. Udo Zimmermann
Sächsische Akademie der Künste

Zur Gründungsgeschichte
Prof. Dr. Kurt Biedenkopf
Sächsischer Ministerpräsident a.D.
Prof. Dr. Hans Joachim Meyer
Sächsischer Staatsminister
für Wissenschaft und Kunst a.D.

Künstlerische Interventionen
Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste

Ausblick
Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer
Sächsische Staatsministerin
für Wissenschaft und Kunst
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Gülke
Sächsische Akademie der Künste

Musik
Burkhard Glaetzner
Friedrich Schenker
Monolog für Oboe-Solo (1968)

Anschließend Begegnung der Künste im Foyer des Sächsischen Landtags
Musikalische Begleitung
Albrecht Scharnweber, Klarinette
Torsten Reitz, Klavier



Sonntag, 25. September 2011, 11 Uhr
Shuttle: Dresden-Calcutta. Calcutta-Dresden
Matinee anlässlich des 150. Geburtstages von Rabindranath Tagore

Begrüßung
Prof. Dr. Peter Gülke
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Hans-Joachim Kiderlen
Botschafter a.D., Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V.

Lesung und Gespräch
Eberhard Göschel
Maler, Dresden
Gregor Kunz
Schriftsteller, Kurator, Dresden
Thomas Rosenlöcher
Schriftsteller, Dresden
Bernhard Theilmann
Schriftsteller, Journalist, Dresden
Michael Wüstefeld
Schriftsteller, Dresden

Die Matinee im Festsaal des Blockhauses ist dem Sehnsuchtsland Indien aus dem Blickwinkel von Künstlern und Autoren gewidmet, die an der Künstlermappe mit dem Titel „Shuttle“ beteiligt waren. 1995 veröffentlichte die Obergrabenpresse zusammen mit ArtsAcre Calcutta eine Edition mit Werken Dresdner und indischer Künstler. Die Grafiken und Gedichte gehen auf eine Reise der Dresdner Künstler zurück, die 1992 zu einem Arbeitsaufenthalt nach Indien reisten und dort Kontakte zur Kunstszene in Calcutta knüpften. Anlässlich des Tagore-Festjahres 2011 treffen sich Grafiker und Autoren der Künstlermappe zu Lesung und Gespräch, um die Vorstellungen von Indien als Zielort und Symbol zivilisationskritischer Sehnsüchte zu reflektieren und ihre reale Begegnung mit dem Land aus heutiger Sicht zu diskutieren. Teile der Mappe werden in einer Ausstellung im Foyer des Blockhauses gezeigt. Außerdem werden Grafikcollagen der Reihe „Kolloniales Erbe“ [sic] des Dresdner Künstlers Lutz Fleischer zu sehen sein. Die zwischen 2000 und 2009 entstandenen Werke nehmen Bezug auf die Expedition des Kronprinzen Wilhelm von Preußen, der 1910-1911 nach Indien reiste.

Anlässlich des 150. Geburtstages von Rabindranath Tagore plant die Deutsch-Indische-Gesellschaft e.V. eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen in Dresden, wo der bengalische Nationaldichter und erster asiatischer Literaturnobelpreisträger 1921, 1926 und 1930 Seminare und Vorträge hielt.

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V.



Montag, 10. Oktober 2011, 20 Uhr
Reihe Landschaftsarchitektur. Neue Positionen.
Neue Ruralität.
Vortrag von Prof. Stefan Rettich,
KARO Architekten Leipzig

Eröffnung:
Prof. Dr. Peter Gülke
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen
Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr.-Ing. Barbara Engel
Leiterin Abt. Innenstadt, Stadtplanungsamt Dresden
Prof. Dr.-Ing. Hermann Kokenge (angefr.)
Institut für Landschaftsarchitektur TU Dresden
Vortrag: Prof. Stefan Rettich
KARO Architekten Leipzig

Im Anschluss Podiumsdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup
Sekretär der Klasse Baukunst

Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur. Neue Positionen" befasst sich mit den Aufgaben der Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren. Im Zentrum des Vortrags von Stefan Rettich stehen insbesondere zwei Fragen: Was ist Zentralität, und worin könnte ein neues Verhältnis von Stadt und Landschaft bestehen? Daneben wird Stefan Rettich Beispiele von Interaktionen im öffentlichen Raum vorstellen.
Im Vorfeld des Vortrages findet eine öffentliche Exkursion mit dem Referenten sowie Vertretern der TU Dresden und des Stadtplanungsamtes zu Brennpunkten der Landeshauptstadt statt.

Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.



Montag, 10. Oktober 2011, 14.30 – ca. 17.00 Uhr
Stadt und Land – Neue Ruralität. Rundgang durch die Leipziger Vorstadt mit Prof. Stefan Rettich, Karo Architekten Leipzig
Exkursion mit dem Referenten sowie Vertretern der TU Dresden und des Stadtplanungsamtes zu Brennpunkten der Landeshauptstadt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Landschaftsarchitektur. Neue Positionen."

Treffpunkt: 14.30 Uhr, Zollhof, Leipziger Straße 2
Anfahrt: Straßenbahn Linie 4/9 bis Haltestelle Alter Schlachthof
Mitwirkende:
Prof. Dipl.-Ing. Stefan Rettich, KARO Architekten, Leipzig
Dr.-Ing. Barbara Engel, Lt. Bereich Innenstadt, Stadtplanungsamt Dresden
Dipl.-Ing. Franziska Schieferdecker, Institut für Landschaftsarchitektur, TU Dresden

weitere Informationen zum Rundgang unter http://www.sadk.de/landschaft.html



Donnerstag 13.- Samstag, 15. Oktober 2011
Planen in der Demokratie
Treffen der Baukunstsektionen der Akademien der Künste

Bayerische Akademie der Schönen Künste, München

Donnerstag, 13. Oktober 2011
Bürger und Bürgerbegehren – Bauen in der Demokratie
Abendvortrag: Andreas Zielcke, Chefredakteur Süddeutsche Zeitung

Freitag, 14. Oktober 2011
Berichte aus den Akademien
Andreas Wolf, Sächsische Akademie der Künste
Horst Bassewitz, Freie Akademie der Künste
Donata Valentien, Akademie der Künste Berlin
Winfried Nerdinger, Bayerische Akademie der Schönen Künste

Vorträge
Stadtmitte am Fluss - Saarbrücken
Rena Wandel-Hoefer, Akademie der Künste Berlin
Demokratie und Schönheit der Stadt
Gottfried Knapp, Bayerische Akademie der Schönen Künste
Verfahren der Bürgerbeteiligung: HafenCity Hamburg, Valencia del Mar (Spanien), Lingang/Shanghai
Volkwin Marg, Akademie der Künste Berlin
Wir sind das Volk - mit uns das Ende der Geschichte
Wolfgang Kil, Sächsische Akademie der Künste
Von Babylon bis Stuttgart 21
Manfred Fischer, Freie Akademie der Künste Hamburg

Abendvortrag
Architektur als Selbstgestaltung. Zum Planen und Bauen in der modernen Demokratie
Prof. Dr. Christian Illies (Bamberg)

Samstag, 15. Oktober 2011
Zeitgenössische Architektur in München
Exkursion mit Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk



Donnerstag, 20. Oktober 2011, 18 Uhr
Schloss Wackerbarth Radebeul bei Dresden (auf persönliche Einladung)
Verleihung des Gottfried Semper Architekturpreises
an Frank Zimmermann, Cottbus


Grußworte:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Hartmut Zeiß, Mitglied des Vorstands von Vattenfall Europe Mining & Generation
Laudatio auf den Preisträger
Dank des Preisträgers



Mittwoch, 26. Oktober 2011, 20 Uhr
Binationales Gesprächskonzert
Marc Andre – Hans Zender

In Zusammenarbeit mit KlangNetz Dresden, Förderprojekt des Netzwerkes Neue Musik der Bundeskulturstiftung
Eröffnung:
Prof. Dr. Peter Gülke
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung und Moderation:
Prof. Dr. Jörn-Peter Hiekel
Sekretär der Klasse Musik
Aufgeführt werden vom Ensemble El pero andaluz unter Leitung von Lennart Dohms das Werk „staub“ für Ensemble von Mark Andre und von Hans Zender „cabaret voltaire“ für Sopran und Ensemble sowie „Lo Shu“ für Flöte und Violoncello.
Im Anschluss Gespräch mit den Komponisten

Mark Andre
Geboren 1964 in Paris als Marc André, 1987-93 Kompositionsstudium am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris, 1994 Promotion im Fach Musikwissenschaft an der École Normale Supérieure Paris, 1993-96 Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Helmut Lachenmann, 1996 Stipendium der Akademie Schloss Solitude, 1997 Studium der Musikelektronik im Experimentalstudio für akustische Kunst bei André Richard, seit 1997 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und am Conservatoire de Strasbourg, zahlreiche Kompositionspreise, 2009 Mitglied der Akademie der Künste Berlin, seit 2009 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden, seit 2010 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Berlin.

Hans Zender
Geboren 1936, Studium in den Fächern Klavier bei August Leopolder und Edith Picht-Axenfeld, Komposition bei Kurt Hessenberg und Wolfgang Fortner sowie Dirigieren bei Carl Ueter, zuerst Tätigkeit als Kapellmeister an den Städtischen Bühnen in Freiburg im Breisgau, danach Chefdirigent an der Oper der Stadt Bonn, Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken, der Hamburgischen Staatsoper und des dortigen Staatsorchesters, Principal Guest Conductor der Opéra Nationale in Brüssel, 1988-2000 Professur für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Mitglied der Akademien der Künste in Hamburg (1985), Berlin (1989) und München (1995), seit 1999 ständiger Gastdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg.



Donnerstag, 3. November 2011, 14 Uhr
Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Florale Anarchie und Guerilla Gardening als Stadtentwicklungsimpulse?

Rundgang mit Maurice Maggi, Zürich
Dr. Barbara Engel, Stadtplanungsamt Dresden
Franziska Schieferdecker, Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landschaftsarchitekten Berlin
Rundgang zum Thema Promenadenring und Kernstadt - Ressourcen für Grünräume und für Interventionen der Landschaftsarchitektur?
Zeit: 14 Uhr
Treffpunkt: König-Johann-Denkmal auf dem Theaterplatz vor der Semperoper


Promenadenring Dresden
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Dresden von einer Festungsmauer umgeben. Ihr Verlauf ist bis heute im Stadtgrundriss erkennbar, historische Bauwerke wie die Kasematten unterhalb der Brühlschen Terrasse sind noch vorhanden.
Mit dem geplanten Promenadenring soll in Zukunft ein großzügiger Boulevard entstehen, der diese historischen Spuren im städtebaulich-räumlichen Gefüge erhält und durch miteinander verbundene begrünte Stadträume sichtbar und erlebbar macht.

Geschichte der Stadtmauer
Das mittelalterliche Dresden gewann vom 13. bis zum 15. Jahrhundert seine Konturen. Es war geprägt von einer inneren und einer äußeren Befestigungsmauer sowie einem umlaufenden Wassergraben. Mit der Auswahl Dresdens zur Residenzstadt der Albertinischen Linie der Wettiner setzte ab 1485 eine intensive Bautätigkeit ein. So wurden die Stadtmauern durch gewaltige Festungswerke ersetzt.
Mit dem Anfang des 19. Jahrhunderts hatte die Festungsanlagen ihre wirtschaftliche und sicherheitsbedingte Bedeutung verloren und wurde abgebrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Struktur der historischen Stadt zur Rahmenkonstante für den Wiederaufbau. Die Bereiche der ehemaligen Wallanlagen wurden jetzt von Bebauung frei gehalten und für neue, weitläufig dimensionierte Verkehrsflächen genutzt. Diese wurden in Grünflächen eingebettet, die jedoch als öffentlicher Raum zum Verweilen und Flanieren kaum nutzbar waren.

Der Promenadenring als lebendiger Stadtboulevard
Die Zeit nach der politischen Wende 1990 war von kritischer Reflexion geprägt. Das städtebauliche Bild und die großräumigen Verkehrszüge der Innenstadt wurden hinterfragt und es entstand auch ein zunehmendes Bewusstsein für stadtklimatische Zusammenhänge und Verweilqualität des öffentlichen Raumes. All dies spiegelt sich heute in den vertieften Planungsansätzen für den Dresdner Promenadenring.

Sichtbare Geschichte am Boulevard
Entstehen soll ein großzügiger Stadtboulevard mit Alleen und Wasserflächen als herausgehoben gestalteter Freiraum. Der Ring soll als Spur des Verlaufs der alten Stadtbefestigung im städtebaulich-räumlichen Gefüge der Stadt erhalten bzw. zusammenhängend sichtbar gemacht werden.
Der Promenadenring soll in seiner Gesamtheit als zusammenhängender Raum zwischen den Bebauungskanten der Altstadt und der ehemals gründerzeitlichen Stadterweiterung durch zweireihige Baumalleen, befestigte und wassergebundene Flächen mit Bänken, Bäumen, einem Wasserband sowie nächtlicher Beleuchtung erlebbar werden.
Neben der Heilung stadträumlicher Defizite, wie der nur diffus wahrnehmbaren Grenze des Altstadtkerns und der gestörten Verflechtung mit den angrenzenden Stadträumen, bergen die Freiflächen das Potenzial eines ökologisch wertvollen Freiraums und dessen Vernetzung mit den angrenzenden Grünräumen von Elbe, Großem Garten, Bürgerwiese und Herzogin Garten.

Impulsprojekt für die Innenstadtentwicklung
Der Ring um die Altstadt wird zum Promenadenring umgestaltet. Er definiert die Außenkante der historischen Altstadt und sichert die baukulturelle Kontinuität über diesen Bereich hinaus. Die durchgängige Entwicklung des Promenadenrings ist eine stadtentwicklungspolitische Aufgabe ersten Ranges.Quelle


Donnerstag, 3. November 2011, 20 Uhr
Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Florale Anarchie und Guerilla Gardening als Stadtentwicklungsimpulse?

Vortrag von Maurice Maggi, Zürich
Eröffnung:
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor und Stiftungsvorstand der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Barbara Engel, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden
Moderation:
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landeschaftsarchitekten Berlin

Die Vortragsreihe „Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur“ befasst sich mit den Anstößen, die von der Garten- und Landschaftsarchitektur für die Stadtplanung und Stadtentwicklung ausgehen.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller

Maurice Maggi
1955 geboren in Zürich - Landschaftsgärtner seit 1992 und tätig als Koch - Ausstellungen und Referate: 2007 „deconstructing eden“ Gruppenausstellung im exex Salon St. Gallen - „Natur und Kunst“ Gespräch mit Hannes Geisser Konservator Naturmuseum Frauenfeld - „Blicke ins geordnete Grün“ Gruppenausstellung im Schrebergarten Areal Zürich - 2005 „Ordnung der Natur“ Gruppenausstellung o.k Centrum für Gegenwartskunst in Linz - Kochaktion mit Blumen und Wildpflanzen - 2004 „blumengraffiti“ Ausstellung Message Salon Zürich - 2001 „table for 40“ portrait study and food mit Dan Morgan New York - 1998 „respect“ Idee und Konzept für Trockenbiotop Oberer Letten Zürich - seit 1984 Ansaaten im öffentlichen Raum der Stadt Zürich



Donnerstag, 3. November 2011, 18 Uhr
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Carolaplatz 1
Ausstellungseröffnung Dita Pepe: "Selbstporträts aus Ostrava"

Eröffnung
Manfred Wiemer
Lt. Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden
Doz. PhDr. Jarmila Krejčíková
Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Dresden
Simona Mehnert
Kuratorin, Tschechisches Zentrum Berlin
Dita Pepe
Fotografin, Ostrava

Die in Ostrava lebende Fotografin Dita Pepe, Jahrgang 1973, steht selbst im Mittelpunkt ihrer inszenierten Aufnahmen. An der Seite verschiedener Männer und Frauen wird sie zur Partnerin oder Freundin. Dabei passt sich die Künstlerin in Mimik und Körperhaltung an die aus verschiedenen kulturellen, beruflichen und sozialen Bereichen der tschechischen Gesellschaft kommenden Persönlichkeiten an – ein Spiel mit Identitäten, in dem sie sich stets auf neue Weise selbst erfindet.

Veranstaltung im Rahmen der 13. Tschechisch-Deutschen Kulturtage in Dresden/Ústí nad Labem und der Euroregion Elbe/Labe in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und der Brücke/Most Stiftung


Mittwoch, 9. November 2011
Hochschule der Bildenden Künste, Güntzstraße 34
(ehemalige Kunstgewerbeschule) Großer Hörsaal / 2.OG
BAUKUNST - ANALOG UND DIGITAL
Vortrag: Peter Haimerl, zoom town München
Moderation: Olaf Lauströer, Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden

Die vierteilige Vortragsreihe befasst sich mit dem Einfluss der Computertechnologie auf die Architektur. Vom Entwurf bis hin zur Fertigung einzelner Bauteile bieten digitale Werkzeuge heute Möglichkeiten, wie sie vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Inwieweit sich der „digital turn“ auf die operativen Prozesse und die kreativ-intuitiven Arbeitsweisen der Architekten auswirkt, wird im Zentrum der Vorlesungsreihe stehen.
Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Peter Haimerl
1961 Geboren in Eben, Bayrischer Wald - 1987 Diplom an der FH München - 1987-88 Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros (Domenig-Graz/Wien, Abraham-Wien, Kada-Graz, Kiessler und Partner - 1988-91 Städtebauliches Forschungsprojekt „Die offene Stadt" mit Paul Schlossbauer u. Armin Lixl - 1991 Gründung des Büros Peter Haimerl Studio für Architektur in München - 1992 Lehrauftrag für Baukonstruktion an der FH München - Lehrauftrag für Entwerfen an der FH in München - seit 2000 "Zoomtown Urban Transportation Design": Städtebauliches Forschungsprojekt - seit 2005 Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig an dem Entwurfsprojekt "Zoomtown Urban Transportation Design"
Bauten und Projekte: 1993 Mimesis Atelier Ottobrunn bei München - 1997 Wohnsiedlung in Qindao, China, in Zusammenarbeit mit Prof. Gunther Wawrik Wien - 1997 H-Haus -Bürogebäude; Firma Haimerl, Viechtach - 2000 Umbau Maximiliansforum, öffentlicher Ort für Kunst in München - 2000 Zoomtown - Stadtkonzeption - 2002 "Rote Brücke", Eingangsbrücke zum Treffpunkt für die Architekturwoche München - 2003 Cocobello Mobiles Atelier Wien, Rotterdam, München - 2003/04 "Castle of Air" Pavillon im Stadtpark von Cincinnati, USA - 2004 Entwurf eines Nullenergie-Hauses in Ost Bayern - 2005/06 Umbau der Aufstockung der Salvatorgarage München - 2006 Sitzlandschaft vor der Muffathalle München - 2006 "Schwarzes Haus" Umbau eines Einfamilienhauses aus den 30er Jahren.



Sonntag, 20. November 2011, 16-22 Uhr
Societaetstheater Dresden, An der Dreikönigskirche 1
Kleist-Symposion. Kleist in Dresden

Dresden war Heinrich von Kleist zum Atelier geworden, der gehegte, die Künste pflegende Gegenort zu Berlin. Das begann, als er im April 1801 für einen Tag nach Dresden kam, die Gemäldegalerie besuchte und einen Monat blieb, um dort Auftritte, Motive, Szenen zu studieren, seine Sprache als Dramatiker zu finden. Die Zeit in Dresden von August 1807 bis Mai 1809 wurde seine ertragreichste. Damals schrieb er auch „Michael Kohlhaas“, die Erzählung vom Rosshändler, der sein Recht einfordernd Sachsen, Brandenburg, die Welt herausfordert, Erzengel und Mordbrenner, der sich schließlich auf dem Richtblock selbst zum Opfer bringt. Diese Gestalt zu spielen, trug Heiner Müller in einer Szene ohne Worte Kleist selber auf. Ein Schlüssel, Kleist zu verstehen – auch zu verstehen, wie Heiner Müller Kleist verbunden ist.

16 Uhr - Das Bild der Blitz. Heinrich von Kleist besucht die Dresdner Gemäldegalerie
Vortrag von Wolfgang Storch

Wolfgang Storch, geb. 1943 in Berlin, lebt in Volterra und Berlin. Autor, Dramaturg und Kurator. Essays, Bücher, Symposien, Werkstätten, szenische Arbeiten, Ausstellungen u.a. zur griechischen Tragödie, zu Gesamtkunstwerk, Preußen, Heinrich von Kleist, Richard Wagner, Bertolt Brecht, Heiner Müller, Jannis Kounellis.

17 Uhr - Gewalt, Geld, Glorie. Zum Opfer bei Kleist
Vortrag von Dr. Martin Treml

Martin Treml, geb. 1959 in Linz, lebt in Berlin. Religionswissenschaftler/Judaist und Autor. Leiter des Forschungsbereichs „Archiv/Kulturwissenschaft“ und des Editions- und Forschungsprojekts „Briefe von und an Jacob Taubes” am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin. Arbeiten u.a. zu Erich Auerbach, Martin Buber, Elias Canetti, Aby Warburg.

18 Uhr - Kleist inszenieren
Gespräch mit den RegisseurInnen Julia Hölscher, Annette Jahns und B.K. Tragelehn, Moderation: Klaudia Ruschkowski

20 Uhr - Heinrich von Kleist spielt Michael Kohlhaas
Spiel für drei Stimmen in zwölf Szenen. Nach einer Vorgabe von Heiner Müller. Mit Marta Maria Marangoni, Jan F. Kurth, Agnes Ponizil
Regie: Annette Jahns, Kostüm: Gisela Pestalozza, Projekt: Klaudia Ruschkowski, Komposition: Vokal Experimental, Masken: Cornelia Wenzel
Eine Produktion der Brunnenoper GbR Dresden in Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater



Mittwoch, 23. November 2011, 10-18 Uhr
Hochschule für Musik, Wettiner Platz 13
Musik wozu? Symposion über das heutige Komponieren

Wer mit Musik intensiv zu tun hat, weiß um deren Unverzichtbarkeit. Andererseits deutet im heutigen Kulturbetrieb manches darauf hin, dass es eher um die (kommerziell nutzbare) Wiederholung des Immergleichen und weniger um die Entdeckung des Ungewohnten geht. Wird dadurch die Musik, auch die „klassische“, weithin zu dem degradiert, was schon Richard Wagner seinen Zeitgenossen kritisch vorhielt: zur bloßen Unterhaltung der Gelangweilten? Das Symposium will danach fragen, worin die Faszinationskraft und die Entfaltungswege jener Erfahrungen und Ausdrucksmöglichkeiten liegen können, die wir mit heute komponierter Musik verbinden.

10.00 Uhr - Musik wozu? Warum sich diese Frage überhaupt stellt
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Lt. Institut für Neue Musik der Hochschule für Musik Dresden

10.30 Uhr - Vom Verschwinden der Musik und anderer Habseligkeiten
Vortrag von Prof. Wilfried Krätzschmar, Komponist, Dresden

11.15 Uhr Pause

11.30 Uhr - Kunst als Lebensnotwendigkeit
Vortrag von Dr. Stefan Kraus, Direktor des Kolumba-Museums Köln

12.15 Uhr - Wozu Musik wozu!? Von den Bedingungen der Aufführung und den Bedingungen der Bedingungen
Vortrag von Prof. Manos Tsangaris, Komponist, Dresden

13.00 Uhr Pause

14.30 Uhr - 57 Jahre danach. John Cage und die Folgen
Vortrag von Max Nyffeler, Musikredakteur und Publizist, München

15.15 Uhr - Über Motivationen von Komponisten
Vortrag von Johannes Kreidler, Komponist, Berlin

16.00 Uhr Pause

16.15 Uhr - Wozu Musik? Ein Roundtable
Brigitta Muntendorf, Komponistin, Köln; Sergej Newski, Komponist Moskau/Berlin; Annette Schlünz, Komponistin, Kehl; Moderation: Prof. Dr. Peter Gülke, Musikwissenschaftler und Dirigent, Berlin

Leitung: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel

In Zusammenarbeit mit KlangNetz Dresden, ein Förderprojekt des Netzwerkes Neue Musik der Bundeskulturstiftung und der Hochschule für Musik Dresden



Mittwoch, 23. November 2011
Festsaal des Blockhauses, Neustädter Markt 19
Binationales Gesprächskonzert
Manos Tsangaris (Dresden) – Sergej Newski(Moskau/Berlin)

In Zusammenarbeit mit KlangNetz Dresden, Förderprojekt des Netzwerkes Neue Musik der Bundeskulturstiftung
Leitung: Prof. Dr. Jörn-Peter Hiekel
Ensemble Auditiv Vokal unter Leitung von Olaf Katzer

In der erfolgreichen Reihe der „Binationalen Gesprächskonzerte“ wird erstmals das Blockhaus, der Sitz der Sächsischen Akademie der Künste, in unterschiedlichsten Räumen bespielt, denn die aufgeführten Miniaturen von Manos Tsangaris verstehen sich als mobiles „Stationentheater“, das die Zuhörenden durch das ganze Haus wandern
lässt. Mit Sergej Newski wird einer der interessantesten russischen Komponisten der jüngeren Generation vorgestellt.

Sergej Newski
"Vray dieu d´amours" für Altus und Bariton, 2007
"Generator" für drei Soprane und Bariton, 2002
Nr. 4 "Toccata" für drei Soprane und Bariton,
2009

Manos Tsangaris
"Double/Doppelportrait mit Vase" für Sopran, Tenor, Objekte, Licht, 2007 (Loop)
"Schäfchenbühne" für Objekte, Metallfamilie (Magnet), Schäfchen-Modelle, Licht, 2004(fortlaufend)
"Sessellift" für Fahrstuhlführer, Objekte, Licht, 1993(Loop)
"Dia-Log" für zwei Stimmen, Projektoren und Objekte, 1993(Loop)

Manos Tsangaris
Geboren 1956 in Düsseldorf - Studium in den Fächern Komposition, Neues Musiktheater und Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Studium an der Kunstakademie Düsseldorf - seit 1980 mehrfache Teilnahme und später Dozentur an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik - 2007/08 Leitung des Akademieprojekts des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau - seit 2009 Professur für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden - lebt in Köln und Dresden.

Sergej Newski
Geboren 1972 in Moskau - Studium im Fach Musiktheorie an der Musikfachschule des Staatlichen Tschaikowsky-Konservatoriums Moskau - Kompositionsstudium bei Jörg Herchet an der Hochschule für Musik in Dresden sowie bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin - dort Studium der Musiktheorie und Musikpädagogik bei Hartmut Fladt - Teilnahme bei den wichtigsten internationalen Festivals für Neue Musik - zahlreiche Preise und Stipendien - lebt in Berlin.



Mittwoch, 23.11.2011, 20 Uhr
Hochschule der Bildenden Künste, Güntzstraße 34
(ehemalige Kunstgewerbeschule) Großer Hörsaal / 2.OG
BAUKUNST - ANALOG UND DIGITAL
Vortrag: Prof. Dr. Nobert Palz, Berlin
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer
Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden

Die vierteilige Vortragsreihe befasst sich mit dem Einfluss der Computertechnologie auf die Architektur. Vom Entwurf bis hin zur Fertigung einzelner Bauteile bieten digitale Werkzeuge heute Möglichkeiten, wie sie vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Inwieweit sich der „digital turn“ auf die operativen Prozesse und die kreativ-intuitiven Arbeitsweisen der Architekten auswirkt, wird im Zentrum der Vorlesungsreihe stehen.
Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Norbert Palz
1961 Geboren in Zweibrücken/Rheinland Pfalz, 1999 Diplom an der TU Berlin, 2003 Gründung des Büros TARGADESIGN mit Robert Banovic, 2007-11 Promotionsstipendium Königliche Kunstakademie Kopenhagen, seit 2010 Professor für Digitales und Experimentelles Entwerfen UdK Berlin, lebt in Berlin



Mittwoch, 7.12.2011, 20 Uhr
Blockhaus, Am Neustädter Markt 19, 01097 Dresden
Das Berliner Stadtschloss als Impulsgeber der Stadtentwicklung?
Vortrag in der Reihe "Kulturbauten als Impulse städtebaulicher Entwicklung"

Vortrag: Gerwin Zohlen, Publizist und Architekturkritiker Berlin
Einführung und Moderation: Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Der Streit um den Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist ein würdiger Nachfolger der ähnlichen Debatte um die Rekonstruktion der Dresdner Frauenkirche. Trotz aller politischen Beschlüsse des Deutschen Bundestags und der Berliner Stadtregierung wird er mit nicht nachlassender Erbitterung zwischen dem Lager der orthodoxen Denkmalpfleger auf der einen Seite geführt, die im Wiederaufbau eine „Kulissenschieberei der Geschichte“ sehen, während auf dem Widerpart die Verteidiger der Rekonstruktion nicht nur auf die Schönheit des alten verschwundenen Bauwerks verweisen, sondern stets auch seine Ankerfunktion für Stadtraum und Stadtentwicklung reklamieren. Welche Impulse kann das Berliner Schloss als Humboldtforum auf die Berliner Mitte und die Quartiere um Museumsinsel, das Rote Rathaus, Stadthaus und Molkenmarkt ausüben?
In seinem Vortrag betrachtet Zohlen jenseits des Streits um das Für und Wider der Rekonstruktion den bislang erreichten Stand der Entwicklung des Stadtraums Berlin Mitte und seine immer noch vielen offenen Stellen und ungenutzten Flächen.

Gerwin Zohlen
Geboren 1950 in Berlin, Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte in Heidelberg und Berlin, wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität, seit 2010 Vorstandsmitglied Werkbund Berlin, arbeitet als freier Autor und Architekturkritiker in Berlin.

Veranstaltung im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung des Fördervereins Konzerthaus-Stiftung Dresden e.V.