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Chronik der Tätigkeit 2012


Montag, 16. Januar 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Der Gang aufs Eis
Lesung und Gespräch zum 100. Todestag des Dichters Georg Heym


Mit Kerstin Hensel (Berlin), Richard Pietraß (Berlin), Jan Wagner (Berlin)
Moderation: Wilhelm Bartsch, Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege

Der junge Georg Heym war Wegbereiter des literarischen Expressionismus. Nicht nur seine Gedichte, auch sein früher Tod mit 24 Jahren, machen ihn zum ewig Verbündeten der Jugend. Das Zweifelnde, Suchende in seiner apokalyptischen, bildgewaltigen Lyrik mit den zentralen Themen Großstadt, Zerstörung und Aufbruchserwartung bilden die Brücke zur Gegenwart.
Die Autoren widmen sich Heyms Werk und thematisieren die Anziehungskraft und Aktualität seiner Texte.



Montag, 30. Januar 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Autonomie der Kunst?
Werkstatt zur Kunst jenseits der Staatskultur der DDR


Eröffnung und Einführung
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst

Statements Musik
Prof. Dr. Frank Schneider, Musikwissenschaftler Berlin
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Musikwissenschaftler Hochschule für Musik Dresden (angefr.)
Moderation: Prof. Dr. Peter Gülke

Statement Literatur
Dr. Klaus Michael, Sächsische Akademie der Künste
Moderation: Prof. Dr. Peter Gülke

Statements Bildende Kunst
Michael Freitag, Kunstwissenschaftler und Kurator, Stiftung Moritzburg. Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt Halle/Saale
Dr. Eckhart Gillen, Kunsthistoriker, Kulturprojekte Berlin GmbH Berlin
Dr. Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden und Gründungsdirektor der Städtischen Galerie Dresden
Susanne Altmann, Kunstwissenschaftlerin und freie Kuratorin Dresden
Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg, Institut für Soziologie der TU Dresden, Forschungsverbund „Bildatlas: Kunst in der DDR"
Dr. Paul Kaiser, Institut für Soziologie der TU Dresden, Forschungsverbund „Bildatlas: Kunst in der DDR"
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler


Podiumsdiskussion

Einführung und Moderation
Prof. Dr. Peter Gülke und Prof. Dr. Wolfgang Holler
Diskussion mit
Susanne Altmann, Dr. Klaus Michael, Prof. Dr. Frank Schneider, Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg, Dr. e. h. Wolfgang Thierse

Die Podiumsdiskussion widmet sich mit Blick auf die unabhängige Kunstszene der DDR der grundsätzlichen Frage nach der Autonomie der Kunst: Worin bestehen die Bedingungen autonomen künstlerischen Handelns? Woran sind sie ablesbar? Gibt es Werke und ästhetische Formensprachen, an denen sich dies in besonderer Weise zeigt? Welchen Spielraum und welche Ausdrucksmöglichkeiten haben künstlerische Wertvorstellungen sowohl innerhalb ideologischer als auch ökonomischer Zwänge des Kunstsystems? Damit verbunden sind nicht zuletzt Fragen nach den Bedingungen innovativen Kunstschaffens und der gegenwärtigen Kunstrezeption in den Bereichen Bildender Kunst, Literatur und Musik.

Susanne Altmann
Geboren 1964 in Dresden, Kunsthistorikerin, Publizistin, Kuratorin, zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen zur Gegenwartskunst, lebt in Dresden und Leipzig.

Dr. Klaus Michael
Geboren 1959 in Wittenberg, Literaturhistoriker an der AdW der DDR und der TU Berlin, seit 1997 Präsidialsekretär der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Dresden.

Prof. Dr. Frank Schneider
Geboren 1942 in Dresden, Musikwissenschaftler, 1989 Professor für Musikwissenschaften an der AdW der DDR, 1992-2009 Intendant des Konzerthauses Berlin und des Berliner Sinfonie-Orchesters, lebt in Berlin.

Karl-Siegbert Rehberg
Geboren 1943 in Aachen, 1992 Gründungsprofessor für Soziologie und seitdem Inhaber des Lehrstuhls für Soziologische Theorie, Theoriegeschichte und Kultursoziologie an der TU Dresden, seit 2008 wiss. Leiter der Dresden School of Culture (Dresden International University), seit 2010 Direktor des Dresdner Instituts für Kulturstudien e.V., lebt in Dresden.

Wolfgang Thierse
Geboren 1943 in Breslau, Mitglied des Bundestages, 1990-98 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1998-2005 Präsident und seit 2005 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, lebt in Berlin.



Montag, 6. Februar 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Was wollen wir?
Ingo Schulze - Zur Person


Im Gespräch:
Prof. Dr. Peter Gülke
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Ingo Schulze
Schriftsteller, Berlin

„Es ist alles so offensichtlich: die Abschaffung der Demokratie, die zunehmende soziale und ökonomische Polarisation in Arm und Reich, der Ruin des Sozialstaates, die Privatisierung und damit Ökonomisierung aller Lebensbereiche (der Bildung, des Gesundheitswesens, des öffentlichen Verkehrssystems usw.), die Blindheit für den Rechtsextremismus, das Geschwafel der Medien, die pausenlos reden, um über die eigentlichen Probleme nicht sprechen zu müssen, die offene und verdeckte Zensur…“ (Ingo Schulze, Süddeutsche Zeitung 12.1.2012)

Wo bleibt der Mut zur Veränderung, wo die öffentliche Stimme des Künstlers, wo schließlich das utopische Potenzial in den Haltungen und Werken der Künstler und Intellektuellen heute? Für den in Dresden geborenen Schriftsteller beginnt Widerstand mit Wahrnehmung. Als Beobachter setzt er der verbreiteten kulturellen Pragmatik des Rückzugs, des Schweigens und resignierenden Jammerns eine künstlerische und politische Motivation entgegen, über die Ingo Schulze im Gespräch mit Peter Gülke Auskunft gibt.



Montag, 2. April 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Eröffnung der Ausstellung von Frank Zimmermann
Ausstellung des Gottfried Semper Architekturpreisträgers 2011


Eröffnung
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dieter Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Hartmuth Zeiß, Vorsitzender des Vorstands Vattenfall Europe Generation AG

Einführung in das Werk: Wolfgang Kil
im Anschluss Diskussion mit Frank Zimmermann und Wolfgang Kil
Moderation: Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst
Mit freundlicher Unterstützung von Vattenfall Europe Generation.

Mit dem Gottfried Semper Architekturpreis wird eine deutsche Architektenpersönlichkeit gewürdigt. Bei der Beurteilung werden daher insbesondere Aspekte der Architekturqualität, der städtebaulichen Einbindung, des Landschaftsbezugs sowie des klima-, ressourcen- und flächenschonenden Bauens berücksichtigt. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Sächsischen Akademie der Künste mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) und Vattenfall Europe Mining & Generation (Stifter) vergeben.



Montag, 16. April 2012

Seerosenteich. Autobiografie einer Jugend in Dresden 1930-1946.
Buchpremiere mit Wieland Förster


Wieland Förster stellt sein soeben erschienenes Buch (Sandstein Dresden 2012) mit Erinnerungen an seine Kindheit in Dresden vor.

Begrüßung:
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lutz Stellmacher, Geschäftsführer des Sandstein Verlag Dresden
Lesung: Prof. Wieland Förster
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst
In Kooperation mit dem Sandstein Verlag Dresden.

"Das Schreiben dieser Jugendautobiografie betrieb ich mit Wärme. Mir schien meine Kindheit immer eine anhaltend glückliche gewesen zu sein, was wohl der landschaftlichen Schönheit des Dresdner Elbtales geschuldet ist, bis mir klar wurde, welche besonderen Ereignisse mein Werden bestimmten." Wieland Förster, der vor allem als Bildhauer bekannt ist, beschreibt mit poetischen Bildern einzelne Episoden und Abschnitte seiner Jugendzeit in Dresden, "besondere Ereignisse", die er als Wendemarken in seinem Leben empfunden hat. Darunter den Bombenangriff auf Dresden im Oktober 1944, die ersten Wochen unter der sowjetischen Besatzung und ein Verhör durch einen Agitator der neuen Ordnungsmacht. Aber auch so persönliche, wie die Vorstellungen des sechsjährigen Halbwaisen beim Fürsorgeamt in Leuben, einen Badausflug mit der Jugendliebe auf dem „Weißen Hirsch" oder die Besteigung des "Talwächters", eines Kletterfelsens in der Sächsischen Schweiz. Dabei scheint selbst in den ganz privaten Erlebnissen die Stimmung der Zeit auf, die heutigen Lesern wie ein fortwährendes Balancieren an einem Abgrund vorkommt.



Montag, 7. Mai 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Kern und 'Rest'? - Perspektiven von Kultur in entleerten Landschaften

Begrüßung
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Es diskutieren
Ulrich Beyer, Referent der Abt. Stadtentwicklung im Sächsischen Staatsministerium des Innern
Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Hans Peter Lühr, Vizepräsident des Sächsischen Kultursenats
Wolfgang Kil, Architekturkritiker, Berlin
Prof. Angela Mensing de Jong, Architektin an der HTW Dresden
Holger Lauinger, Filmproduzent, Berlin
Einführung und Moderation: Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst

Im Anschluss Filme von Holger Lauinger zum Thema "Raumpioniere"

Mit einer Diskussion zu den Perspektiven von Kunst und Kultur in sich entleerenden Landschaften eröffnet die Akademie mit "Ressource Kultur" eine kulturpolitische Reihe, die in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Kultursenat und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen durchgeführt wird. Während die größeren sächsischen Städte in ihrer Bevölkerungsdichte relativ stabil sind oder wachsen, verlieren die ländlichen Räume im Zeitraum bis 2030 etwa die Hälfte ihrer Einwohner. Das wirft gravierende Fragen auf: Wie entwickelt sich die kulturelle Infrastruktur unter den Bedingungen des demographischen Wandels? Welche kulturellen Standards sind zu erhalten? Wie wird sich das städtische, wie das ländliche Leben verändern? Welche Rolle haben Kunst und Kultur bei der Gestaltung dieser Transformationsprozesse?
In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Sächsischen Kultursenat.



16. Mai 2012
Aula Leopoldina der Universität Wrocław

Lesung von Reiner Kunze
unwirklicher maitag
nierzeczywisty dzien w maju


Reiner Kunze liest Gedichte aus 50 Jahren
Übersetzungen: Jakub Ekier, Warschau
Moderation: Prof. Dr. Marek Zybura, Wrocław
Lesung aus Anlass der Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Willy-Brandt-Zentrum der Universität Wrocław.



17. Mai 2012
Architekturmuseum Wrocław

Nachkriegsarchitektur im europäischen Kontext
Architektur- und Städtebautagung 17.-18.5.2012

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung 18.-20.5.2012 in Wrocław ist eine Architektur- und Städtebautagung mit internationaler Beteiligung im Architekturmuseum Wrocław geplant. Ziel der Tagung ist es, Konzepte zu entwickeln für ein kritisches Weiterbauen zwischen Abriss und Erhalt. Das international besetzte Symposium mit Architekten und Architekturkritikern wird sich mit Beispielen aus Wrocław, Le Havre, Marseille, Rotterdam, Kiew und Ost- und Westdeutschland auseinandersetzen und dabei auf die Frage nach der nationalen Identität im Spiegel der Architektur eingehen. Darüber hinaus werden Fachexkursionen zur zeitgenössischen Architektur und Städtebau der letzten zehn Jahre in Wrocław mit Vertretern junger polnischer Architekturbüros, mit Vertretern des Museums für moderne Kunst und des Architekturmuseums Wrocław durchgeführt.

Eröffnung
Dr. Jerzy Ilkosz, Direktor des Architekturmuseums Wrocław
Piotr Fokczynski, Stadtarchitekt Wrocław
Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst der Akademie
Rainer Sachs, Kulturbeauftragter Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Wroclaw

Statements
Prof. Dr. Werner Durth, Darmstadt: Der Einfluss der Alliierten auf die europäischen Nachkriegsarchitektur
Prof. Dr. Wolfgang Pehnt: Make it big. Großbauten der sechziger und siebziger Jahre in Westdeutschland und Westeuropa
Prof. Dr. Thomas Topfstedt: Zukunftsfähig? Zum Umgang mit dem baulichen Erbe der ostdeutschen Nachkriegsmoderne
Wolfgang Kil: Wiederaufbau als Stadtgeschichte begreifen – am Beispiel Neubrandenburg
ur in der Slowakei und in Tschechien
Prof. Vladimir Slapeta: Perspektiven der Nachkriegsarchitektur in Brno (Tschechien)
Prof. Dr. Bohdan Tscherkes: Nachkriegsarchitektur in der Ukraine am Beispiel Kiew
Prof. Tomasz Osowicz, Direktor des Stadterweiterungsamtes der Stadt Wrocław: Perspektiven für die Nachkriegsarchitektur in Wrocław
Szymon Brzezowski, Architekt Wroclaw: Architecture of 1950's in Wroclaw.
Lukasz Wojciechowski, Architekt Wroclaw: Difficult past and unpredicted future of Soc-Modern in Wroclaw
Prof. Stefan Slachta: Nachkriegsarchitekt
Moderation: Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst

Die Stadtneubau- und Erweiterungsprojekte der fünfziger bis achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts prägen eine Vielzahl deutscher und polnischer Mittel- und Großstädte und stellen darüber hinaus auch im europäischen Gesamtraum eine überaus prägende urbane Siedlungsstruktur dar. Nach rund einem halben Jahrhundert ergeben sich nun neben einer Vielzahl bautechnischer (Alterung, Wärmeschutz, Energie sparende Haustechnik etc.) sowie wirtschaftlicher und rechtlicher Probleme (Privatisierung, Bruchteilseigentum, Sanierungszwang etc.) auch wesentliche kulturelle Grundfragen eines angemessenen Umgangs mit dieser Nachkriegsmoderne. Zwischen undifferenzierter und häufig sehr emotionaler Ablehnung und meist ebenso undifferenzierter Unterschutzstellung als Baudenkmale ("Zeugnisse des Industrieellen Bauens") kommen Konzepte einer kritischen und städtebaulich wie architektonisch ambitionierten Transformation meist zu kurz.

Doch gibt es im europäischen Kontext mittlerweile eine Reihe überaus interessanter Planungsbeispiele (z.B. Milton Keynes Newtown, Le Havre, Leinefelde) für die Fortschreibung industrieller Großsiedlungen und Einzelprojekte. Auch der 2011 vergebene Gottfried Semper Architekturpreis der Akademie würdigt die gelungene Transformation typisierter Großstrukturen zu individuellen Wohntypologien in der dt. Stadt Cottbus.
Es gilt für diese, vielfach ortsprägenden Bauten und Ensembles der Nachkriegsmoderne eine der Tradition, dem Qualitätsanspruch und der Nachhaltigkeit der Europäischen Stadt angemessene, differenzierte und baukünstlerisch überzeugende Umgangsform zu finden. Zukunftsweisende konzeptionelle Ansätze und planerische Strategien sollen aufgezeigt sowie Beispiele bisheriger europäischer Praxis analysiert und verglichen werden.

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit Partnern aus Deutschland, Frankreich, Polen, Slowakei, Tschechien und der Ukraine die verschiedenen Formen zeitgenössischer "best practice" in der Weiterentwicklung der Nachkriegsmoderne im Sinne adäquater Theoriebildung und baukünstlerischer Praxis benennen und diese Ergebnisse sowohl fach- wie gesellschaftspolitisch kommunizieren.



18. Mai 2012
Aula Leopoldina der Universität Wrocław

Stadt als Palimpsest – Kultur und Stadt im 21. Jahrhundert

Eröffnung
Prof. Dr. Krystof Ruchniewicz, Direktor des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Wrocław
Prof. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Thomas Früh, Leiter der Abt. 1 im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Podium
Prof. Dr. Werner Durth, Universität Darmstadt
Dr. Maciej Lagiewski, Direktor der Städtischen Museen Wrocław
Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste
Moderation: Prof. Dr. Krysztof Ruchniewicz, Direktor des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Wrocław

In Zusammenarbeit mit dem Willy Brandt Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Wroclaw, dem Architekturmuseum Wroclaw und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Wrocław.



Sonnabend, 19. Mai 2012

Theater Wrocław, Willy-Brandt-Zentrum der Universität Wrocław und andere Orte in Wrocław
Sitzungen der Klassen
mit Statements von Referenten aus Wrocław zur kulturellen Situation und zu den aktuellen Entwicklungen der Künste

Aula Leopoldina der Universität Wrocław
Vollversammlung der Akademie
Eröffnung
Prof. Dr. Marek Bojarski, Rektor der Universität Wroclaw
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bericht des Präsidenten, der Sekretäre der Klassen und des Präsidialsekretärs, Wahl neuer Mitglieder, Änderung der Satzung.

Aula Leopoldina der Universität Wrocław
Dialoge von Altem und Neuem - Musikalische Mittelalter-Reflexionen - Konzert mit Alter und Neuer Musik

mit Kompositionen von
Cezary Duchnowski, Wroclaw
Krzysztof Olczak,Gdansk
Annette Schlünz, Köln
Wilfried Krätzschmar, Dresden
Nikolaus Richter de Vroe, München
Ausführende: Auditivvokal Dresden und Claudia Buder: Akkordeon
Im Anschluss Gespräch mit den Komponisten

Das Konzert zielt auf ein ebenso spannungsvolles wie lebendiges Nebeneinander von Musik aus unterschiedlichsten Zeiten. Mit dem Glogauer Liederbuch erklingt in diesem Programm eine der berühmtesten und umfangreichsten Liedsammlungen des Spätmittelalters. Doch die Ausschnitte aus dieser zwischen 1477 und 1488 im schlesischen Glogau (heute Glogow) entstandenen Sammlung stehen nicht bloß für sich, sondern werden konfrontiert mit Reflexionen von namhaften Komponisten der Gegenwart: Cezary Duchnowski, Wilfried Krätzschmar, Nicolaus Richter de Vroe und Annette Schlünz lassen sich in ihren Werken auf direkte Bezüge zu einzelnen Teilen des spätmittelalterlichen Liederbuchs ein - mit Elementen der Verfremdung, des Respekts und/oder der bewussten Überpointierung. Das Zeugnis vergangener Tage wird also zum Impuls für originelle Werkkonzeptionen von heute. Ergänzt wird dieses Konzert durch Instrumentalwerke polnischer Komponisten wie Krzysztof Olczak (Gdansk). Im anschließenden Gespräch geben die Komponisten Auskunft über ihre Werkkonzepte.

Im Anschluss
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Wrocław, ul. Podwale 76, PL 50-449 Wrocław
Begegnung mit Künstlern und Vertretern des künstlerischen Lebens aus Wroclaw.



Mittwoch, 6. Juni 2012
Landhaus Dresden, Wilsdruffer Straße 2, Festsaal

Pöppelmann oder Das Wunder von Dresden
Lesung von Friedrich Dieckmann


Gespräch
Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
und Hans-Peter Lühr, Herausgeber der "Dresdner Hefte", Dresdner Geschichtsverein
In Kooperation mit dem Stadtmuseum Dresden und dem Dresdner Geschichtsverein.

Am 3. Mai 2012 jährt sich zum 350. Mal der Geburtstag Matthäus Daniel Pöppelmanns (1662-1736), der als Architekt unter August dem Starken das Dresdner Barock wesentlich geprägt hat. Zu seinen Hauptwerken zählen außer dem Zwinger die Schlösser Pillnitz und Moritzburg; am Japanischen Palais arbeitete er als Oberlandbaumeister mit seinen Kollegen de Bodt und Longuelune zusammen.



Donnerstag, 7. Juni 2012
Treffpunkt UCI Kino Elbepark Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen - Exkursion mitStephan Lenzen, RMP Landschaftsarchitekten Bonn zu Brennpunkten der Städebauentwicklung in Dresden.
Route: Autobahndenkmal, Feld Pieschener Straße und Skaterbahn, Businesspark, Hinterhofwohnumfeld, Dorfkern Altmickten, Übigauer Uferkran, ehemaliges Werftgelände, Schloß Übigau.
Vorbereitung: Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden und Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden.



Donnerstag, 7. Juni 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Gartenschauen als Katalysator städtebaulicher und landschaftsarchitektonischer Entwicklungskonzepte

Vortrag von Stephan Lenzen, RMP Landschaftsarchitekten Bonn

Eröffnung
Prof. Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor und Stiftungsvorstand der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Barbara Engel, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden
Moderation:
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landeschaftsarchitekten Berlin
Aus Anlass der Veranstaltung wird eine Werkausstellung des Büros RMP Landschaftsarchitekten eröffnet.

Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den Anstößen, die von der Garten- und Landschaftsarchitektur für die Stadtplanung und Stadtentwicklung ausgehen.
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller



Sonnabend, 9. Juni 2012
Lindenau-Museum Altenburg, Gabelentzstraße 5, 04600 Altenburg

Eröffnung der Ausstellung Kunst im Werden

Begrüßung
Jutta Penndorf, Direktorin des Lindenau-Museums Altenburg
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Die Ausstellung präsentiert Skizzen, Projekte und Arbeitsbücher von den Mitgliedern der Klasse Bildende Kunst Hartwig Ebersbach, Wieland Förster, Eberhard Göschel, Gotthard Graubner, Ralf Kerbach, Gerda Lepke, Walter Libuda, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Carsten Nicolai, Osmar Osten, Thea Richter, Cornelia Schleime, Jürgen Schön, Gundula Schulze Eldowy, Strawalde, Günther Uecker und Max Uhlig.
In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und dem Lindenau-Museum Altenburg.
Aus Anlass der Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Wo beginnt die Kunst? Mit der Idee oder in einer ersten materialisierten Form? Welche Stufen gibt es, und: Sind sie tatsächlich zu trennen von dem, was allgemein als fertiges Werk gilt? Die Ausstellung »Kunst im Werden« zeigt anhand 18 verschiedener Positionen das breite Spektrum einer Entwurfspraxis von Künstlerinnen und Künstlern einer mittleren und älteren Generation, die eben diese Fragen evoziert und vielleicht Antworten darauf liefert. "Die Idee ist man selbst. Also die Suche nach der Form, die erste Entscheidung" hat Michael Morgner als einer der beteiligten Künstler formuliert und damit nicht nur einen gemeinsamen Ausgangspunkt benannt, sondern zugleich den Kern künstlerischen Schaffens, der individuell und immer wieder neu verhandelt wird. [...] Anhand des vielfältigen Materials, das 'Kunst im Werden' in einer Auswahl durch die Künstler selbst vorstellt, lassen sich ... verschiedene Ansätze künstlerischer Schaffensprozesse beobachten. Sie sollen – im Sinne der Ausstellung – thesenhaft offen, »im Werden« skizziert werden, ohne damit eindeutige Zuweisungen zu einzelnen Positionen vornehmen zu wollen, denn es sind insbesondere die Überschneidungen und Kombinationen, die verfahrensbedingte Spannung erzeugen (Agnes Matthias im Katalog).



15. bis 16. Juni 2012
Hörsaal des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig, Goldschmidtstraße 12 (Mendelssohn-Haus)

Musik im geteilten Deutschland -
Die musikästhetischen Schriften des Reclam-Verlags Leipzig


Veranstalter:
Sächsiche Akademie der Künste
Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig
Lehrstuhl Buchwissenschaft und Buchwirtschaft an der Universität Leipzig
In Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Freitag, 15. Juni 2012

Begrüßung
Prof. Dr. Helmut Loos, Direktor des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig
Prof. Dr. Siegfried Lokatis, Leiter des Lehrstuhls Buchwissenschaft und Buchwirtschaft an der Universität Leipzig
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Dr. Detlef Altenburg, Vorsitzender der Kommission Kunstgeschichte, Literatur und Musikwissenschaft der Sächsischen Akademie der Wissenschaft zu Leipzig

Musikwissenschaft nach 1945 - Situation und Schulen (1)
Prof. Dr. Thomas Schipperges, Musikhochschule Mannheim: Die Besseler-Schule im musikwissenschaftlichen Kontext nach 1945 (Vortrag)
Panel:
Prof. Dr. Peter Gülke
Prof. Dr. Frank Schneider
Prof. Dr. Klaus Mehner
Prof. Dr. Thomas Schipperges
Prof. Dr. Christoph Wolff
Moderation Prof. Dr. Detlef Altenburg

Musikwissenschaft nach 1945 - Situation und Schulen (2)
Dr. Lars Klingberg (Vortrag)
Panel:
Prof. Dr. Peter Gülke
Dr. Lars Klingberg
Prof. Dr. Frank Schneider
Prof. Dr. Klaus Mehner
Moderation Prof. Dr. Detlef Altenburg

Rock und Jazz in der DDR
Dr. Monika Bloss: Über Peter Wickes Kommentar zur U-Musik (Vortrag)
Panel:
Christoph Dieckmann, Publizist für „Die Zeit"
Dr. Monika Bloss, freie Musikwissenschaftlerin, zur Zeit Universität Oldenburg
Moderation: Prof. Evelyn Fischer, Musikhochschule Leipzig und Moderatorin des MDR-TV-Magazins artour



Sonnabend, 16. Juni 2012

Musikhistorische Reihen - Biographien und Quellen

Ingrid Sonntag, Buchwissenschaft der Uni Leipzig: Verlags- und editionsgeschichtliche Hintergründe (Vortrag)
Prof. Dr. Peter Gülke: Jean Jacques Rousseau und André-Ernest-Modest Grétry (Vortrag)
N.N.: Zu den Schostakowitsch-Biographien von Heinz Alfred Brockhaus (1962) und Krzystof Meyer (1980) (Diskussion)
Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden: Carl Philipp Emanuel Bach (Vortrag)

Panel
Prof. Dr. Peter Gülke, Prof. Dr. Siegfried Lokatis, Barbara Fleischhauer, Dr. Christoph Hellmundt, Dr. Lars Klingberg, Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg, Ingrid Sonntag
Moderation: Prof. Dr. Helmut Loos

Leitung
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Ingrid Sonntag, Fachbereich Buchwissenschaft an der Universität Leipzig

Gemeinschaftsveranstaltung der Buchwissenschaft der Universität Leipzig, des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig, dem Literaturhaus Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

Leipzig und seine großen Verlage Brockhaus, Reclam, Breitkopf & Härtel und Insel waren einst ein Begriff. Heute finden sich ihre Überlieferungen meist nur in den Archiven, u. a. im 2008 nach Leipzig zurückgekehrten Reclam-Archiv. Neben den Universitäten gehörte der Leipziger Reclam Verlag zu den wichtigen Impulsgebern für die ostdeutsche Musikwissenschaft. Davon zeugen eine Reihe vieldiskutierter, von der Zensur ausgegrenzter und noch heute hoch geachteter Editionen. Im Rahmen des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor" und des Programms „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung" des Freistaates Sachsen am Fachbereich Buchwissenschaft an der Universität Leipzig dient das Kolloquium der Vernetzung und Kooperation von Wissenschafts- und Kultureinrichtungen. Das Kolloqium ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Fachbereichs Buchwissenschaft der Universität Leipzig, des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
Die zweitägige Veranstaltung wird mit Vorträgen von Prof. Dr. Thomas Schipperges und Dr. Lars Klingberg und Podien zur Situation der Musikwisswissenschaft in Ostdeutschland nach 1945 eröffnet. Besondere Aufmerksamkeit wird hier dem Wirken von Heinrich Besseler zuteil, 1956 bis 1965 Leiter des Instituts für Musikwissenschaft an der Universität Leipzig. Im Zentrum der Abenddiskussion stehen Rock und Jazz in der DDR. Dr. Monika Bloss spricht über Peter Wickes Kommentare zur U-Musik und diskutiert der Artour-Moderatorin Evelyn Fischer und dem „Zeit"-Journalisten Christoph Dieckmann.
Im dritten Block stehen die musikhistorischen Reihen des Reclam Verlages auf dem Programm. Ingrid Sonntag spricht einleitend über verlagsgeschichtliche Hintergründe, Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, über seine Herausgaben von André-Ernest-Modest Grétry (1973) und Jean-Jacques Rousseau (1989), Dr. Wolfgang Mende über die Schostakowitsch-Biografien von Heinz Alfred Brockhaus (1962) und Krzystof Meyer (1980) und Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg über den Band „Carl Philipp Emanuel Bach" (1982). Ein Podiumsgespräch mit Barbara Fleischhauer und Dr. Christoph Hellmundt, einst Lektoren im Leipziger Reclam-Verlag, beschließt das Symposium.



Montag, 18. Juni 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Zur Person - Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen
Die Saatlichen Kunstsammlungen, nicht nur in Dresden

In der Reihe "Zur Person" befragt Prof. Dr. Wolfgang Holler den im Mai in das Amt eingeführten neuen Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden über seine Vorhaben.

Hartwig Fischer wurde am 14. Mai 2012 offiziell in sein Amt als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen eingeführt. Nach der erfolgreichen Tätigkeit als Direktor des Museums Folkwang in Essen von 2006 bis 2012, die von der Eröffnung des Neubaus von David Chipperfield gekrönt wurde, warten auch in Dresden große Herausforderungen auf [ihn] den Nachfolger von Martin Roth . Der Ausbau des Residenzschlosses muss trotz verknappter Mittel weiter vorangebracht werden, das Japanische Palais wartet auf eine tragfähige Konzeption, die Potentiale der Ethnographischen Sammlungen müssen im Kontext mit den Staatlichen Kunstsammlungen entwickelt werden. Es gilt, die Forschung in den Kunstsammlungen auszubauen und die Museen als Forschungseinrichtung zu positionieren. Der Gegenwartskunst muss besonderes Augenmerk geschenkt werden und die Rolle der Staatlichen Kunstsammlungen als internationaler Kulturbotschafter Sachsens soll angemessen gepflegt werden.



Freitag, 29. Juni 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Zur Person - Michael Sanderling, Chefdirigent der Dresdner Philharmonie
Aus dem Orchester - Vor das Orchester

Michael Sanderling, der seit Beginn der Saison 2011/12, Chefdirigent der Dresdner Philharmonie ist, wird von Prof. Dr. Peter Gülke über seine Vorhaben befragt.

Sanderling begann seine ausergewöhnliche Karriere schon sehr früh. Mit nur 20 Jahren wurde er von Kurt Masur als Solocellist an das Gewandhausorchester Leipzig gerufen. Er feierte als Solist zahlreiche Erfolge, bis er das Dirigieren für sich entdeckte und seither bei erstrangigen Orchestern gastierte, so zum Beispiel beim Tonhalle Orchester Zürich, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks oder dem Konzerthaus Orchester Berlin. Auch bei der Dresdner Philharmonie gastierte er zunächst einige Male als Solist; 2004 dann auch als Dirigent. Seit 2011/12 ist er dort Chefdirigent.



Donnerstag, 19. Juli 2012
Treffpunkt: Postplatz Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen - Exkursion mit Veronique Faucheur und Marc Pouzol, atelier le balto Berlin,
Route: Postplatz, Straßburger Platz, Wilsdruffer Vorstadt und Seevorstadt Ost.
Vorbereitung: Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden und Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden.



Donnerstag, 19. Juli 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Erfinderische Sparsamkeit
Vortrag von Veronique Faucheur und Marc Pouzol, atelier le balto Berlin


Eröffnung:
Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor und Stiftungsvorstand der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Barbara Engel, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden (angefr.)
Moderation:
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landeschaftsarchitekten Berlin

Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den Anstößen, die von der Garten- und Landschaftsarchitektur für die Stadtplanung und Stadtentwicklung ausgehen.
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller.



Donnerstag, 13. September 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 11, 01097 Dresden

Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste



Donnerstag, 13. September 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Hans Theo Richter-Preisverleihung an Hanns Schimansky

Eröffnung:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Dr. Bernhard Maaz, Direktor des Kupferstich-Kabinetts und der Galerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Sebastian Schmidt, Geschäftsführender Vorstand der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung

Laudatio:
Prof. Dr. Jan Brockmann, ehem. Direktor des Nationalmuseums für Gegenwartskunst Oslo

musikalisches Rahmenprogramm:
Improvisationen über The Bath (Steve Lacy Komposition)
Spielende Gongs (spontane Komposition)
Improvisationen über Look Frodo, There´s Beauty In You (Thomas Zoller Komposition)

Thomas Zoller - Baritonsaxophon/Burma-Gongs/Schieferplatten
Christian Weidner - Altsaxophon
Tom Götze - Kontrabass

Der von der Witwe Hans Theo Richters gestiftete Preis der Sächsischen Akademie der Künste wird für besondere Leistungen in der Malerei und Graphik vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden durch Entscheid der Jury, bestehend aus den Mitgliedern der Klasse Bildende Kunst der Sächsischen Akademie der Künste, dem Vorstand der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und dem Direktor des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bestimmt.

Hanns Schimansky
geboren 1949 in Bitterfeld, 1968-72, Landwirtschafts-studium an der Universität Rostock, gleichzeitug Teilnahme an Zeichenzirkeln - wichtige Anregungen durch Johannes Müller, 1977-801 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR in Berlin bei Gerhard Kettner, seit 1998 Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, lebt in Berlin.

Jan Brockmann

geboren 1935 in Berlin, 1961 Promotion an der Universität Kiel, 1961–70 Lektor für Deutsche Literatur an der Universität Trondheim, 1970–87 Professor für visuelle Ästhetik an der Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Trondheim, 1988–96 Direktor des norwegischen Nationalmuseums für Gegenwartskunst Oslo, 2000-04 Heinrich-Steffens-Professor am Nord­europa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.



Montag, 24. September 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Ressource Kultur. Kultur in Sachsen - Wo und wie viel?
Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Sächsischen Kultursenat

Begrüßung:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Statements und Podiumsdiskussion:
Thomas Colditz, MdL, Ausschuss für Schule und Sport
Dr. Jürgen Uwe Ohlau, Präsident des Sächsischen Kultursenats
Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates
Christian Schramm, Oberbürgermeister der Stadt Bautzen
Moderation: Michael Bartsch, freier Journalist

Die Podiumsdiskussion setzt sich mit den Perspektiven der kulturellen Infrastruktur und den kulturellen Ankern in den ländlichen Räumen auseinander. Wie viel Kultur braucht die Region? Wie dicht muss Kultur besetzt sein, um (noch) wirksam zu werden? Was kann die Kultur unter den Bedingungen einer negativen demographischen Entwicklung positiv verändern? Was sind die neuen Aufgaben der Kulturinstitutionen im ländlichen Raum, was die Herausforderungen an die Politik und an die Akteure vor Ort?

Thomas Colditz
geboren 1957 in Aue, 1978-82 Studium an der TH Karl-Marx-Stadt, Diplom-Lehrer für Polytechnik, 1982-85 Lehrer in Schwarzenberg, 1986-90 Lehrer in Aue, seit 1985 Mitglied der CDU, Mitglied der CDA und MIT seit 1990, 1990-94 Stadtrat in Aue, seit 1990 Mitglied des Sächsischen Landtags, Vorsitzender des Arbeitskreise "Schule und Sport" der CDU-Fraktion.

Dr. Jürgen Uwe Ohlau
geboren 1940 in Emmerdingen/Breisgau, Studium der Geschichte, Germanistik und Geographie in Erlangen, 26-jährige Tätigkeit für das Goethe Institut in Schweden, Indien, Ägypten, Deutschland und den USA, 1991 Leitung des Aufbaustabs für die Sächsische Kulturstiftung, 1993-2003 Direktor der Kulturstiftung, 1994 Mitgründer eines bundesweiten Arbeitskreises Kulturstiftungen (später Bundesverband Deutscher Stiftungen), seit 2003 Mitglied des Kultursenats, seit 2009 Präsident des Kultursenats.

Ulf Großmann
geboren 1957 in Dresden, 1978-82 Studium an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar, 1982-90 Musiklehrer und Chorleiter in Görlitz, 1990-2008 Dezernent für Kultur, Sport und Tourismus und erster Bürgermeister für Kultur, Bildung, Sport, Jugend, Soziales und Tourismus in Görlitz, 1993-2008 Mitglied des Sächsischen Kultursenats, 1991-2008 Mitglied des Kulturausschuss des Deutschen Städtetages.

Christian Schramm
geboren 1952 in Burgstädt, zunächst Ausbildung zum Dreher, 1970-74 Studium der Religionspädagogik in Moritzburg, ab 1974 Tätigkeit als Gemeindediakon in Bautzen, 1988-90 Tätigkeit als Bezirkskatechet des Kirchenbezirks Bautzen, seit 1990 Bürgermeister der Stadt Bautzen, seit 1995 Oberbürgermeister, seit 1996 Mitglied des Sächsischen Kultursenates, seit 2001 Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, seit 2003 Präsident bzw. Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.



Montag, 22. Oktober 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Autonomie der Kunst - Kunst jenseits der Staatskultur.
Experiment und Avantgarde. Ein Blick auf wider- und eigenständige Kunstformen in der DDR


Die von der Sächsischen Akademie der Künste eröffnete Werkstatt- und Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit zwei aufeinander bezogenen Themenkreisen, einerseits mit der aktuellen Frage, wie das Ungleichgewicht zwischen der Dokumentation und Aufarbeitung der sogenannten DDR-Staats-Kunst und der selbstbestimmten, ausgegrenzten oder unterdrückten Kunst beseitigt werden kann. Andererseits möchten sich die Akademie mit ganz grundsätzlichen Fragestellungen des Kunstschaffens und der Kunstrezeption befassen. Anliegen der Akademie ist es, mit Museen, Archiven und Forschungseinrichtungen ein Projekt anzustoßen, das mittelfristig zu einer exemplarischen, von kunstwissenschaftlicher Beschreibung, historischer Einordnung und ästhetischen Bewertung der selbstbestimmten. bzw. ausgegrenzten Kunst der DDR kommt.

Der zweite von der Sächsischen Akademie der Künste veranstaltete Workshop zur „Autonomie der Kunst" befasst sich mit der Frage nach Avantgarde und Experimenten in der eigenständigen Kunst der späten DDR. Inwiefern gab es autonome Kunstproduktion unter den besonderen politischen Bedingungen des zweiten deutschen Staats? In welchen kulturellen Bereichen war sie präsent? Welche Entwicklungen gab es möglicherweise nur in diesem System und warum? Welche kunsthistorische Bewertungen und Neubewertungen stehen für diesen Bereich noch aus? Gab es vergleichbare Entwicklungen in den Nachbarländer? Wie geht man dort heute damit um? Die Debatte dient dazu, kanonisierte Avantgardebegriffe für DDR-Verhältnisse sowie die Einordnung der Werke in den internationalen kunstgeschichtlichen Kontext zu überprüfen.
Der Workshop thematisiert Verschränkungen von Performancekunst, freiem Theater, der Super-8-Szene, der Fotografie und die Rolle der Samisdat-Literatur, die im Unterschied zu den östlichen Nachbarländern, in der DDR erst relativ spät aufkam. Oft trat diese Kunstprozesse als einzigartige Synthese von Grafik, Literatur, Fotografie und Musik auf. Letztere beeinflusste vor allem durch den Punk viele Künstler nachhaltig.

Leitung: Susanne Altmann, Dresden und Leipzig

Mitwirkende:

Henryk Gericke
Geboren 1964, Buchbinderlehre, Drucker bei Progress Film-Verleih und im Büro für kunstbezogene Architektur, seit 1984 Tätigkeit als Autor und Verleger, Mitarbeit in nichtoffiziellen Zeitschriften (Ariadnefabrik, Verwendung, Anschlag, Liane u. a.), 1990 Mitgründer des Verlages Druckhaus Galrev, seit 1993 Schriftsteller, 2006 Drehbuch des Kinofilms „ostpunk - too much future", 2010 Gründer und Kurator der „Staatsgalerie Prenzlauer Berg" in Berlin, lebt in Berlin.

Dr. Hans Ulrich Lehmann
Geboren 1945, Studium der Kunstgeschichte und Kunsterziehung in Greifswald. 1970-2010 Tätigkeit im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, 1989 Kustos, 1994-2010 Oberkonservator, seit April 2010 im Ruhestand, lebt in Dresden.

Dr. Barbara Lubich
Geboren 1977, Studium der Soziologie in Italien und Deutschland, Arbeit als Producer und Regieassistentin in Leipzig, seit 2004 Dokumentarfilme, Künstlerportraits, Dokumentationen für Musik- und Tanztheater, seit 2006 Videoinstallationen im Theaterbereich, seit 2005 parallel dazu Tätigkeit als Soziologin.

Dr. Constanze von Marlin
Studium der Kunstgeschichte und Volkswirtschaft in Berlin, 2003-06 Kuratorin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 2008-09 Wissen. Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin, 2008-11 Direktorin der Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin, seit 2011 Forschungsprojekt zu Kunst am Bau (mit Dr. Anne Schmedding), lebt in Berlin.

Dr. Klaus Michael
Geboren 1959 in Lutherstadt Wittenberg, Literaturhistoriker am Zentralinstitut für Literaturgeschichte an der AdW der DDR in Berlin und der TU Berlin, bis 1989 Mitarbeit an nicht offizieller Zeitschrift und 1990 Mitgründer des Literaturverlags Galrev in Berlin, seit 1997 Präsidialsekretär der Sächsischen Akademie der Künste.

Dr. Jeannette Stoschek
Geboren 1964, Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie in Köln, 1996-97 Wissen. Mitarbeiterin an der Graphischen Sammlung des Kunstmuseums in Ehrenhof/Düsseldorf, 1997-99 Wissen. Volontärin an der Staatsgalerie Stuttgart, 1998-99 Assistentin von Gudrun Inboden für die Biennale in Venedig, Wissen. Mitarbeiterin der Graphischen Sammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig, seit 2011 Leiterin der Sammlungen und stellvertretende Direktorin des Museums, lebt in Leipzig.



Montag, 22. Oktober 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Autonomie der Kunst - Kunst jenseits der Staatskultur. Experiment und Avantgarde. Ein Blick auf wider- und eigenständige Kunstformen in der DDR

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst der Sächsischen Akademie der Künste

Podiumsdiskussion mit:
Hartwig Ebersbach, freischaffender Künstler und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Jeannette Stoschek, Museum der bildenden Künste Leipzig
Henryk Gericke, Staatsgalerie Prenzlauer Berg
Dr. Klaus Michael, Sächsische Akademie der Künste
Moderation: Susanne Altmann, Kunsthistorikerin, Dresden



24. bis 26. Oktober 2012
Haus des Buches (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig)

"Eine einzigartige Bibliothek der Weltliteratur"
Reclams Universal-Bibliothek (RUB) im Leipziger Reclam-Verlag 1945–1990


Fachbereich Buchwissenschaft am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste, dem Literaturhaus Leipzig und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und mit Unterstützung des Verlages Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart

Leipzig und seine großen Verlage Breitkopf & Härtel, Brockhaus, Insel und Reclam waren einst ein Begriff. Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im sowjetisch besetzten Sachsen und dann unter den Bedingungen der DDR, kehrten viele private Verlage dem angestammten Standort den Rücken, andere existierten seither parallel in Ost- und Westdeutschland oder wurden enteignet.
Heute finden sich die Verlagsüberlieferungen meist nur noch in den Archiven, unter anderem in dem des Leipziger Reclam-Verlages. Die Stuttgarter Eigentümer haben schon zwei Jahre nach der Schließung des Leipziger Verlages im Oktober 2008 die temporäre Rückführung des Archivs zu Forschungszwecken veranlasst.
Der Leipziger Parallelverlag des traditionellen Familienunternehmens Reclam galt seit der „Rekonstruktion“ seiner Universal-Bibliothek im Jahr 1963 als einer der interessantesten Verlage in der DDR. Sein enormes Ansehen ist auf vieldiskutierte, zuvor von der Zensur ausgegrenzte und überaus begehrte Publikationen zurückzuführen.
Im Mittelpunkt der Konferenz steht das Programm der Leipziger Universal-Bibliothek – klassische und neue Werke der deutschen und der internationalen Literatur, Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte. Erstmals kann ein archivgestützter Blick sowohl auf den Bedeutungswandel, dem der Universalgedanke im Kalten Krieg unterworfen war, als auch auf die Rolle von Verlagsleitern, Prokuristen und Lektoren in dem ostdeutschen Unternehmen nach der Lizenzierung und im kulturpolitischen System der DDR gerichtet werden.
Die Konferenz thematisiert dabei nicht nur Spielräume gegenüber der Zensur, sondern auch Strategien, diese zu nutzen, um als eloquenter Vermittler im deutsch-deutschen Kulturaustausch zu fungieren.
Im Rahmen des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ und des Programms „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen am Fachbereich Buchwissenschaft an der Universität Leipzig dient die Konferenz der Bildung regionaler und überregionaler Kooperationsnetze zwischen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften.



24. Oktober 2012
Literaturcafé Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 38

"Bücher, Mythen und Verlage"
Wiedergefunden: Mein Wort – ein weißer Vogel. Junge deutsche Lyrik
Michael Hametner, MDR Figaro, im Gespräch mit Reiner Kunze, Hubert Witt und Ingrid Sonntag
Gespräch und Lesung


25. Oktober 2012
Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 38

Begrüßung
Prof. Dr. Siegfried Lokatis, Fachbereich Buchwissenschaft an der Universität Leipzig
Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Prof. Dr. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Deutsche Literatur auf getrennten Wegen
1. Prof. Dr. Wolfgang Emmerich: Deutsche Lyrik auf getrennten Wegen
2. Prof. Dr. Gerrit-Jan Berendse: Wolf im Schafspelz. Über Akte Endler
3. Dr. Matthias Braun: Erwin Strittmatters Bücher bei Reclam
Panel:
Dr. Thorsten Ahrend: Dr. Matthias Braun, Prof. Dr. Wolfgang Emmerich, Prof. Dr. Gerrit-Jan Berendse, Dr. Peter Geist, Eyk Henze, Klaus Pankow und Hubert Witt

Literatur aus der Alten und der Neuen Welt
1. Fritz Mierau: Russen in der RUB
2. Dr. Helga Bergmann: Frankreich und Spanien in der RUB und Dr. Jens Kirsten: Lateinamerika in der RUB
Panel:
Dr. Christoph Links: Dr. Helga Bergmann, Dr. Jens Kirsten, Leonhard Kossuth, Dr. Carlos Marroquin und Fritz Mierau
3. Prof. Dr. Bala Venkat Mani : Indien in der RUB
Panel:
Prof. Dr. Eli Franco: Dr. Margot Gatzlaff, Prof. Dr. Bala Venkat Mani und Horst Möller



26. Oktober 2012
Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 38

Philosophie im Kalten Krieg
Prof. Dr. Steffen Dietzsch: Als Herausgeber bei Reclam in Leipzig – im „Freihafen der Philosophie“
Prof. Wilhelm G. Jacobs: Deutscher Idealismus auf „beiden Seiten“
Panel: Bert Sander (angefragt): Prof. Dr. Steffen Dietzsch, Prof. Dr. Wilhelm G. Jacobs und n.n.

Personalia
Carmen Laux: Über Ernst Reclam, Hildegard Böttcher, Fritz Lessig, Gerhard Keil und Kurt Bessiger
Ingrid Sonntag: Über Hans Marquardt
Hubert Witt: Über Jürgen Teller
Panel:
Prof. Dr. Siegfried Lokatis: Carmen Laux, Prof. Dr. Klaus G. Saur, Ingrid Sonntag und Hubert Witt


Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Der Kreis um Eberhardt Klemm und Uwe Johnson

Prof. Dr. Manfred Bierwisch: Eberhardt Klemm und sein Kreis
Panel:
Prof. Dr. Frank Schneider:Prof. Dr. Detlef Altenburg, Prof. Dr. Manfred Bierwisch, Barbara Fleischhauer und Steffen Schleiermacher


Prof. Wilfried Krätzschmar
Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Sehr geehrter Herr Stekeler-Weithofer! Sehr geehrte Frau Sell! Sehr geehrte Frau Peter! Sehr geehrter Herr Lokatis! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Auch ich möchte Sie - im Namen der Sächsischen Akademie der Künste - herzlich zu dieser Konferenz begrüßen!
Es ist eine überaus erfreuliche Tatsache, daß es gelungen ist, nach dem Symposium zu den musikästhetischen Schriften des Reclam-Verlages im Juni 2012 in so kurzer Zeit ein zweites - gleichermaßen wichtiges wie hochkarätiges! - Vorhaben zu realisieren – in welchem Zusammenhang auch der ermutigende Verbund dreier Institutionen, des Fachbereichs Buchwissenschaft der Universität Leipzig und der beiden Sächsischen Akademien, hervorgehoben sein soll.
„Erinnerungsspeicher und Labor“ – eine Metapher, die ja einen umfassenden Anspruch gleichsam generalisiert, und damit weit über das hinausweist, was sie zunächst in der Zuordnung zu dem Projekt „Leipziger Verlagsarchive“ zu bezeichnen hat. Auf den ersten, schnellen Blick, scheint sie zwei Pole zu benennen, zwischen denen oszillierend unser Umgang mit Vergangenem sich abbildet; mit dem Vergangenen als einem Besitz, dessen Einordnung und Wertschätzung wir vorzunehmen haben – ein bißchen scheint da auch die gefährliche Nähe des Abhakens auf: wo man geneigt sein mag, mit dem Erlangen von Gewißheiten über die Dinge zugleich auch den Dingen ihren Platz in der Ablage zuzuweisen.
Anders sieht das aus, wenn das Vergangene seine verstörenden Komponenten zeigt; wo es mit seinen unabgegoltenen Fragen in unsere Gegenwart hereinragt und unseren Umgang mit dem Heute - und Morgen! - genauso trifft wie alles Frag-Würdige zu allen Zeiten. Unter diesem Aspekt - mit seinem langsameren zweiten Blick - erweisen sich die vermeintlichen Pole als zwei Seiten ein und desselben Gegenstands; daß nämlich das Speichern und das Laborieren sich untrennbar ineinander befinden, wenn die ambitionierte Auseinandersetzung sich nicht im archivierenden Abhaken bescheidet. –
Unter solcher Voraussicht dürfen wir auf die Vorträge und Gespräche der Konferenz wohl im besten Sinne gespannt sein!

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es kann nicht nachdrücklich genug gewürdigt werden, welche Bedeutung die Sonderförderung durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit diesem Programm „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ für die unverzichtbare Erschließung geistesgeschichtlicher „Speicher“ einnimmt;
nicht zuletzt eben dadurch, daß in solchem Rahmen die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte des Leipziger Reclam-Verlages während der DDR-Zeit - und im deutsch-deutschen Kontext! - ermöglicht wurde samt der öffentlichen Auseinandersetzung mit Tradition und Überlieferung; möglich geworden auf der Basis der Rückführung des Archivs für die Dauer des Forschungsprojektes an die Universität Leipzig.
Auch konnten in diesem Rahmen gemeinsam mit dem Fachbereich Buchwissenschaft und dem Haus des Buches in der Reihe „Bücher Mythen und Verlage“ zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, u.a. zu Wolfgang Hilbig, Gerhard Wolf, zu Rainer Kirsch’s Majakowski-Übersetzung von „Schwitzbad“ - abgeschlossen mit dem oben erwähnten zweitägigen Symposium im Juni dieses Jahres.

Überrascht und bestürzt müssen wir deshalb auf die Nachricht reagieren, daß die Weiterführung des Projektes aus haushaltstechnischen Gründen nicht möglich und das Auslaufen bereits mit Oktober 2012 vorgesehen sein soll. Das würde bedeuten, daß das Vorhaben weder zum Abschluß geführt, noch die Ergebnisse in angemessener Form veröffentlicht werden könnten; und darüberhinaus das Archiv aus Leipzig wieder nach Ditzingen abgezogen werden könnte – im Ganzen eine Beschädigung für den Verlags- und Wissenschaftsstandort Leipzig mit nicht abzuschätzenden Auswirkungen.
Der Präsident der Sächsischen Akademie der Künste hat deshalb eine eindringliche Anmahnung zur Fortsetzung des Projektes bei der Wissenschaftsministerin dargelegt; ich möchte aus dem Schreiben Peter Gülkes vom 23.10. kurz zitieren:

„Wie ich hörte, soll die vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst getragene Förderung des Projekts „Leipziger Verlage: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ auslaufen. Das ist gleichbedeutend mit dessen Beendigung, lange bevor die Erschließung beendet wäre. Das Desaster vergrößert sich dadurch, dass die Rückkehr des Verlagsarchivs vom Reclam-Verlag Stuttgart nach Leipzig an die Bedingung geknüpft ist, dass sie erschlossen, also der Forschung zugänglich gemacht werden. Bleibt es bei der Beendigung der Förderung, müsste das Archiv nach Stuttgart zurückgegeben werden und wäre für weitere Forschungsarbeiten verloren. Damit würde also ein wichtiges Stück gesamtdeutscher wie sächsischer Geschichte ohne Not verloren gegeben.“

Ich meine, es sollte dringend Einspruch erhoben werden, von den direkt wie indirekt Betroffenen, Öffentlichkeit, Wissenschaft und Kulturpolitik; die Sächsische Akademie der Künste appelliert auch an diese Konferenz, sich zu diesem Problem dringend zu äußern.

Lassen Sie mich zum Schluß noch den Dank aussprechen für die hervorragende Vorbereitung der Konferenz – an Frau Sonntag, die wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Reclam-Projekt an der Universität Leipzig, an Frau Kotthoff und Frau Schäfer von der Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, desgleichen auch an alle Mitwirkenden für den beeindruckenden Vorabend, den wir gestern erleben durften, und nicht zuletzt an die Mitglieder unserer Akademie, die im Rahmen dieser Konferenz mitwirken: Reiner Kunze, Gerrit-Jan Berendse, Steffen Schleiermacher und Frank Schneider.

Und nun wünsche ich Ihnen und uns einen erfolgreichen Verlauf unserer Tagung!



Freitag, 2. November 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Eröffnung der Architekturausstellung zu Harald Julius von Bosse

Semper-Club Dresden in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Kulturinstitut und der Sächsischen Akademie der Künste



Sonnabend, 3. November 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Kolloquium "Architekt Harald Julius von Bosse"

Harald Julius von Bosse gehört zu jener Architektengeneration, die die Baumeister des Klassizismus ablöste und mit ihrem Schaffen eine neue, als Historismus bezeichnete Architekturepoche eröffnete. H. Bosse hat neben den Architekten K.A. Thon, A.P. Brjullow und A.I. Stackenschneider, die in Russland als Hauptvertreter dieser Bewegung angesehenen werden, einen entscheidenden Beitrag zum Architekturerbe des 19. Jahrhunderts geleistet.
Seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn hat sich Bosse als kühner Neuerer in der Ausarbeitung freier Grundriss- und Volumenkompositionen von Gebäuden gezeigt, was in der Architekturgeschichte Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt wurde.
Die drei Dekaden seiner aktivsten Schaffenszeit sind hauptsächlich mit Sankt Petersburg verbunden, obwohl auch in anderen Städten nach seinen Entwürfen gebaut wurde.In Dresden wurden nach seinen Entwürfen die Russisch-Orthodoxe Kirche des Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge (1872-1874), die Evangelisch-Reformierte Kirche (1892-1894) sowie einzelne Villen gebaut.
Bosses Werkspektrum ist breitgefächert – von kunstgewerblichen Gegenständen und kleinen Architekturformen bis hin zu bedeutenden öffentlichen Gebäuden, Kirchen und Residenz-Ensembles. Seine Vorliebe gehörte aber der Wohnarchitektur: Er hat dutzende Stadt- und Landhäuser neu und modernisierend umgebaut sowie zahlreiche Innenräume ausgestaltet. Bei seinen Zeitgenossen hatte er den Ruf eines erfahrenen Baumeisters, eines Kenners kunsthistorischer Stilrichtungen, eines talentierten Graphikers und Aquarellisten.



Montag, 5. November 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Autonomie der Kunst? Kunst jenseits der Staatskultur.
Vorstellung des Online-Dossiers der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zu nichtstaatlicher Kunst und Underground-Galerien in der DDR

Eröffnung:
Prof. Wilfried Krätzschmar
Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Vorstellung und Podiumsdiskussion:
Thomas Krüger, Präsident der BpB
Thorsten Schilling, Leiter der Abt. Medien, BpB
Uta Grundmann, Kunsthistorikerin und Autorin des Dossiers, Berlin
Dr. Klaus Michael, Literaturwissenschaftler und Autor des Dossiers, Dresden
Frank Eckhardt, Bildender Künstler und Kurator
Moderation: Matthias Flügge, Rektor der HfBK Dresden

Über zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR ist kaum eine Kunstentwicklung - die offizielle wie die unabhängige Ausstellungskultur - so ausführlich und gründlich dokumentiert worden wie die des zweiten deutschen Staates. In der Öffentlichkeit besonders bekannt für die Schaffung von Freiräumen für Kunst außerhalb der staatlichen Strukturen ist die heute sehr erfolgreich und international operierende Galerie Eigen+Art. Dieses Dossier zeigt, dass es eine Vielzahl sich autonom verstehender Kunstszenen in der DDR gab und die Eigen+Art nur ein Teil davon war. Dabei wird auch klar, dass diese autonomen Kunstszenen keine Horte künstlerischen Widerstands waren oder Orte der Einheit von Revolution, Kunst und Leben. Vielmehr müssen die offizielle Repräsentationskultur und die "alternative", "andere" oder "zweite" Kultur in der DDR "eng zusammen, als interferierendes Gleichzeitiges" (Uwe Kolbe) gedacht werden. Das Dossier widmet sich einigen wichtigen Ausstellungsräumen, Projekten und Initiativen sowie den Vermittlern und Protagonisten. Der Zeitraum beschränkt sich in erster Linie auf die Jahre 1970 bis 1990.

Mitwirkende:

Thomas Krüger
Geboren 1959, 1976 Lehre als Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung, Studium der Theologie, anschließend Vikar, 1989 Gründungsmitglied der Sozialdemokraten in der DDR (SDP), bis 1990 deren Geschäftsführer in Berlin (Ost) und Mitglied der Volkskammer in der DDR, 1990 Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Ost-Berlin, bis 1994 Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin und in der gemeinsamen Landesregierung, 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages, seit Juli 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

Thorsten Schilling
Geboren 1960 in Dresden, 1982 Studium der Philosophie/Marxismus-Leninismus in Leipzig, danach freischaffend in Berlin (Ost), 7. Juli 1989 Ausweisung aus der DDR, 1990 Pressesprecher im Magistrat von Berlin (Ost), 1991 Pressesprecher des Senators für Jugend und Familie in Berlin, ab 1995 Projektmanager u.a. für die Galerie Eigen+Art und Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, 1998 Gründungsmitglied von mikro e.V., bis 2000 Vorsitzender des Vereins zur Pflege der Medienkulturen in Berlin, 1999 Director Corporate Communications der Softwarefirma Subotnic, seit Oktober 2000 Leiter des Fachbereichs Multimedia/IT der Bundeszentrale für politische Bildung, lebt in Bonn und Berlin.

Uta Grundmann
Kunsthistorikerin, Arbeit als freie Autorin, Lektorin und Grafikerin für Galerien, Museen und Verlage, bei artinfacts verantwortlich für Konzeption und Redaktion.

Frank Eckhardt
1959 in Dresden geboren, 1977-79 Studium und Relegierung von der TU Dresden, 1979-87 Arbeit in verschiedenen Berufen, ab 1988 freischaffend, 1991 Stadtwerkstatt für Graphik Dresden, 1993-94 Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin, Geschäftsführer des riesa efau. Forum für Kunst und Gesellschaft e.V. Dresden



Mittwoch, 7. November 2012, 20 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

BAU│KUNST
Neue Tendenzen in der Ausstellungsarchitektur
mit Nina S. Beitzen, Architekturbüro Kuehn Malvezzi Berlin


Die vierteilige Vortrags- und Diskussionsreihe fragt nach aktuellen Tendenzen der Ausstellungsgestaltung. Auf der Suche nach Alternativen wurden in den Museen und Galerien seit den 1990er Jahren vermehrt neue Raumkonzepte und Präsentationsformen erprobt. Vor allem der Einbezug neuerer Formate – Installation und Video – haben den Diskurs um die Inszenierung von Ausstellungen in den Mittelpunkt gerückt. Im Gestaltungsprozess treten heute neben dem Kurator meist mehrere Akteure auf die Bühne: Künstler, Szenografen, Architekten. Ihre individuellen Perspektiven und das komplexer werdende Zusammenspiel sollen im Fokus dieser Vortragsreihe stehen.

Nina S. Beitzen, Berlin

Die studierte Architektin ist seit 2003 als Mitarebiterin im Architekturbüro Kuehn Malvezzi tätig; seit 2008 als verantwortliche Direktorin für den Bereich Museografie und Ausstellung. Als Lehrbeauftragte unterrichtet sie seit 2007 an der HFG Karlsruhe Ausstellungsdesign und Kuratorische Praxis und ist als Gastdozentin an der Goehte Universität Frankfurt und der Ruhr-Universität in Bochum tätig. Zuletzt realisierte sie die Sammlungspräsentation Altbau- und Neubau Städel Museum in Frankfurt am Main und die Ausstellung „Carlo Mollino“ im Haus der Kunst in München.

weitere Termine in der Reihe:
14.11.2012 Barbara Holzer
28.11.2012 Uwe Brückner
5.12.2012 Dinah Casson



Mittwoch, 14. November 2012
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

BAU│KUNST
Neue Tendenzen in der Ausstellungsarchitektur
mit Barbara Holzer, Holzer Kobler Architekturen, Zürich und Berlin


Barbara Holzer (dipl. Arch. ETH/SIA) war mehrere Jahre für das Studio Daniel Libeskind als Projektleiterin für internationale Projekte mit Schwerpunkt Museumsbauten und Ausstellungen tätig. Sie realisierte unter anderem das Jüdische Museum in San Francisco und die Ausstellung Berlin/Moskau in Berlin und leitete das Großprojekt Westside, ein Freizeitzentrum in Bern. Innerhalb von Holzer Kobler Architekturen ist Barbara Holzer mit dem Gesamtmanagement, Projektentwicklungen und der Steuerung verschiedener Architektur- und Ausstellungsprojekte betraut.



Montag, 19. November 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Auf dem Weg zur Netzliteratur? Wandel der Verlagslandschaft

Podiumsdiskussion in der kulturpolitischen Reihe "Ressource Kultur" in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Sächsischen Kultursenat

Es diskutieren:
Christoph Links, Verleger Ch. Links Verlag Berlin
Andreas Heidtmann, Verleger Poetenladen Leipzig
Sebastian Wolter, Verleger Voland&Quist Dresden
Nils Kahlefendt, Kritiker und Publizist
Martin Hielscher, Verleger CH. Beck Verlag München
Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Figaro

Thematisiert werden die Veränderungen, denen Verlage unterworfen sind. Zugleich ist dies auch eine Diskussion über die Perspektive von Verlagen: Welche Änderungen und Einschnitte werden auf Verlage zukommen? Welche Entwicklungen, Konzentrationen, Verschiebungen im Vertrieb etc. wird es geben? Worin bestehen Chancen für kleine und mittelgroße Verlage? Wie können sie auf diese Entwicklung reagieren? Wie bedeutet dies für Nischenverlage? Was ändert sich in der Binnenstruktur von Verlagen? Und schließlich: Wie ändert sich das Berufsbild des Verlegers?

Mitwirkene:

Christoph Links
Geboren 1954 in Caputh/Potsdam, 1975 Studium der Philosophie und Lateinamerikanistik in Berlin und Leipzig, 1980 Lateinamerika-Redakteur bei der »Berliner Zeitung«, nebenberuflich Sachbuchautor und Literaturrezensent für die Kulturzeitschrift »Sonntag«, 1986 Assistent der Geschäftsleitung im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, am 1. Dezember 1989 Gründung des Ch. Links Verlages mit dem Schwerpunkt Politik und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts, seit 1991 Mitglied im P.E.N.-Club, 1992–2002 Mitglied des Aufsichtsrates der Frankfurter Buchmesse, 1998 Mitglied des Mittelstandsbeirates des Bundeswirtschaftsministeriums, 2008 Promotion am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft Berlin, 2011 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, zahlreiche Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen sowie Herausgaben zur Literatur- und Zeitgeschichte.

Andreas Heidtmann
Geboren 1961 in Hünxe, Klavierstudium u.a. in Köln, ein Studium der Germanistik und Philosophie in Berlin, Tätigkeit als Verlagslektor, 2005 Gründung des Webportals poeten¬laden, 2007 Gründung des gleich¬namigen Verlags, 2010 Calwer Hermann-Hesse-Preis, 2011 Lessingförderpreis des Freistaates Sachsen.

Martin Hielscher
Geboren 1957 in Hamburg, Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft und der Philosophie Universität Hamburg, 1987 Promotion, 1985 Lehrbeauftragter, Übersetzer, Redakteur, Literaturkritiker und Autor, 1992 Lektor in Hamburg, 1994 Lektor beim Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln, 1998 Gastprofessor an der Washington University in St. Louis (USA), 2000 Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig, seit 2001 Programmleiter für Literatur beim Verlag C.H. Beck in München, seit 2007 Honorarprofessor an der Universität Bamberg.

Michael Hametner
Geboren 1950 in Rostock, Studium der Journalistik in Leipzig, zunächst Arbeit als Schauspieler und Regisseur, Leiter des Theaters der Leipziger Universität, seit 1992 Literaturredakteur und Moderator bei MDR Figaro, seit 1995 für den MDR-Literaturwettbewerb verantwortlich.



Donnerstag, 22. November 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Fichte – Der Napoleon der Philosophie?
Johann Gottlob Fichte anlässlich seines 250. Geburtstages


Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) ist eine der faszinierendsten Gestalten der deutschen und der europäischen Philosophie. Heinrich Heine verglich ihn mit Napoleon: beide repräsentierten „das große, unerbittliche Ich, bei welchem Gedanke und Tat eins sind“. Als Sohn eines armen Bandwebers in Rammenau nahe Dresden geboren und von einem progressiven Adelshaus gefördert, fristete der Anhänger Kants und der Französischen Revolution ein mühsames Hauslehrerdasein, ehe Goethe seine Berufung zum Professor der Philosophie in Jena durchsetzte; er verlor das Amt durch eine Intervention der kursächsischen Regierung, die ihn des Atheismus bezichtigte, und fand Aufnahme in Berlin, wo er nach dem Zusammenbruch Preußens den geistigen Widerstand gegen den napoleonischen Imperialismus anführte. „In seinen Schriften“, so Heine, „lebte eine stolze Unabhängigkeit, eine Freiheitsliebe, eine Manneswürde, die besonders auf die Jugend einen heilsamen Einfluß übte“. Auch als Utopiker der Ökonomie ist Fichte wegweisend gewesen – wie nimmt sich sein Erbe in der taumelnden Konsumgesellschaft aus?

Über den Philosophen und Kritiker sprechen und diskutieren Prof. Dr. Gerd Irrlitz, Prof. Dr. Bernd Leistner und Wilhelm Bartsch
Moderation: Dr. h.c. Friedrich Dieckmann



Montag, 26. November 2012, 14 Uh
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Territorien der Subkultur:
Innovation und Avantgardeverständnis hinter dem Eisernen Vorhang


Dritte Werkstatt in der Reihe "Autonomie der Kunst? Kunst jenseits der Staatskultur"

Die Werkstatt setzt sich mit der Frage auseinander, wie in den 1970er und 80er Jahren inoffizielle Kunstprozesse abliefen. Die Beschäftigung mit avantgardistischen Zirkeln zeigt in allen früheren sozialistischen Staaten verschiedene Gemengelagen. Im Vergleich zur DDR jedoch ist in Ländern wie Polen, Jugoslawien, der Tschechoslowakei und Ungarn eine frühere und deutlichere Orientierung an westlichen Kunstströmungen ablesbar. Pop Art und experimenteller Film spielte im Polen der 70er eine große Rolle – viele ostdeutsche Künstler holten sich bis zum Kriegszustand 1981 dort Anregungen. Doch ebenso blickte man nach Jugoslawien, wo sich engagierte Konzeptkunst entwickelte oder nach der CSSR, wo sich Performancekünstler an Fluxus und Regimekritik abarbeiteten. Nach dem Fall der Mauer begann in diesen Ländern eine kunstgeschichtliche Aufarbeitung dieser Tendenzen, es entstanden Sammlungen und Forschungsprojekte, in denen der Status nichtangepasster Kunst gewürdigt wurde. Gleichzeitig schien es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, als würde der so genannten Staatskunst mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der Einordnung subkultureller Tendenzen.

Die von der Sächsischen Akademie der Künste eröffnete Werkstatt- und Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit zwei aufeinander bezogenen Themenkreisen, einerseits mit der aktuellen Frage, wie das Ungleichgewicht zwischen der Dokumentation und Aufarbeitung der sogenannten DDR-Staats-Kunst und der selbstbestimmten, ausgegrenzten oder unterdrückten Kunst beseitigt werden kann. Andererseits möchten sich die Akademie mit ganz grundsätzlichen Fragestellungen des Kunstschaffens und der Kunstrezeption befassen. Anliegen der Akademie ist es, mit Museen, Archiven und Forschungseinrichtungen ein Projekt anzustoßen, das mittelfristig zu einer exemplarischen, von kunstwissenschaftlicher Beschreibung, historischer Einordnung und ästhetischen Bewertung der selbstbestimmten. bzw. ausgegrenzten Kunst der DDR kommt.

Matthias Flügge (Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Kurator) wird über seine Arbeit an der Ausstellung „Der Riß im Raum" (1994) sprechen, ein früher Versuch die Territorien osteuropäischer Kunst im Zusammenhang mit deutschen Entwicklungen zu begreifen. Die Rezeption dieser Ausstellung ist insofern interessant, als in den 1990er Jahren derlei Zusammenschauen eher selten waren.

Dr. Noemi Smolik (Kunstkritikerin, Bonn) wird über die Lage der experimentellen Kunst in der CSSR in den 1980er Jahren sprechen und darüber, wie die Protagonisten dieser Szenen wie Julius Koller, Jiri Kovanda oder Stano Filko ihre Arbeit unter den Bedingungen der Repression entwickelten und wie diese heute rezipiert wird.

Prof. Dr. Dóra Maurer (Künstlerin, Akademiemitglied) spricht über die Lage in Ungarn, dass sich ja im Vergleich zu anderen sozialistischen Ländern durch eine spezielle Liberalität auszeichnete. Die Frage, ob es ungarische Künstler einen Bedeutungswandel in ihrer Kunst erlebten und wie damit umgegangen wurde, wird behandelt. Dóra Maurers eigene künstlerische Karriere wird dabei eine exemplarische Rolle spielen.

Prof. Dr. Walter Seidl (Kurator Erste Bank Wien) spricht über die Forschungs- und Sammlungstätigkeit der Stiftung, die schon früh in den 1990er Jahren auf die inoffiziellen Kunstentwicklungen in den vormaligen sozialistischen Ländern focusierte und nicht nur eine repräsentative Sammlung mit Werken von Stano Filko, Julius Koller oder Sanja Ivekovic anlegte, sondern auch im Forschungsbereich wichtige Aufarbeitungsprojekte zur osteuropäischen Avantgarde initiierte.

Susanne Altmann (Kunsthistorikerin Dresden) spricht über die Bemühungen, in Polen eine Kontinuität in Rezeption und Kunstproduktion herzustellen, die eine Integration von inoffzieller Kunst in einen Kanon der Gegenwartskunst zur Folge hat. Es soll gezeigt werden, wie sich Künstler der Generation nach 1989 wie Pawel Althamer oder Katarzyna Kozyra als legitime Nachfolger von etwa Tadeusz Kantor verstanden. Ähnliche Tendenzen der künstlerischen Betonung solcher avantgardistischen Traditionen gelten auch für Wechselwirkungen mit Schlüsselfiguren wie Grzegorz Kowalczyk, Eduard Krasinski oder Jan Swidzinski.



Montag, 26. November 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Dóra Maurer zeigt Avantgardefilme der 70er und 80er Jahre aus Ungarn

Filmauswahl: Arányok/Proportions(1979), Kalah (1980), Timing/Időmérés, (1973/1980), Triolets/Triolák (1980), Relative Swingings/Relatív lengések (1973).

Im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Susanne Altmann erläutert Dóra Maurer ihr Werk und spricht über Probleme der heutigen Rezeption von Kunst, die vor 1989 in Ungarn entstand.



Mittwoch, 28. November 2012
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

BAU│KUNST
Neue Tendenzen in der Ausstellungsarchitektur
mit Uwe Brückner, Atelier Brückner Stuttgart


Prof. Uwe R. Brückner leitet das ATELIER BRÜCKNER als Kreativdirektor. Im Bereich der Ausstellungsgestaltung wird er national wie international sehr geschätzt. Der studierte Architekt und Bühnenbildner gilt als Protagonist der Szenografie und zählt zu den Gründungsdirektoren des International Scenographers‘ Festival. Gemäß der Philosophie „form follows content“ setzt er auf die individuelle, inhaltsgenerierte Gestaltung von Rauminszenierungen. Brückner lehrt an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel und der Tongji Universität, Shanghai.



Dienstag, 4. Dezember 2012
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

"Goodbye Lenin"
Zum Umgang mit politischen Denkmalen aus der DDR-Zeit


Begrüßung und Moderation:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Peter Ufer, freier Journalist und SZ-Autor

Seit den 1990er Jahren sind politische Denkmale aus dem Bild ostdeutscher Städte weitgehend verschwunden. Spektakulär war die Entsorgung der Lenin-Denkmale in Berlin und Dresden, weit weniger spektakulär verschwanden die anderen Symbole aus sozialistischer Zeit. Während beim Chemnitzer Karl Marx oder dem Fries „Weg der Roten Fahne" am Kulturpalast Dresden Konsens für den Verbleib besteht, entzünden sich seit neuestem um die Thälmann-Skulptur im Prenzlauer Berg Berlin und auch um das Lenin-Denkmal in Riesa heftige Debatten.
Wie geht man mit diesem Erbe um? Wie wurde das Problem in den ehemals sozialistische Nachbarländern gelöst? Wie gestaltet sich der Umgang mit den ideologischen Zeugnissen anderer Epochen, z.B. aus der NS-Zeit? Welchen künstlerischen, denkmalpflegerischen oder historischen Wert können diese Denkmale beanspruchen? Welche Empfehlungen können für den Verbleib, den Abriss, die Historisierung, Einbettung und Kontextualisierung gegeben werden?

Podiumsteilnehmer

Prof. Dr. Wolfgang Holler
Geboren 1956 in Koblenz am Rhein, Studium der Neueren Geschichte, Philosophie, Publizistik und Kunstgeschichte in Münster, München und Florenz, 1983 Promotion, 1984-91 Konservator in den Staatlichen Graphischen Sammlungen München, 1991-2009 Direktor des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, 2002 stellvertretender Generaldirektor, seit 2004 Honorarprofessor an der Technischen Universität Dresden, seit 2009 Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar, Mitglied des Sächsischen Kultursenats, Sekretär der Klasse Bildende Kunst der Sächsischen Akademie der Künste.

Wolfgang Kil
Geboren 1948 in Berlin, 1967 Abitur und Facharbeiterbrief in Rüdersdorf (bei Berlin), 1967-72 Architekturstudium in Weimar, 1972-78 Architekt im Berliner Wohnungsbaukombinat, Bereich Projektierung, 1978-82 verantwortlicher Redakteur der Fachzeitschrift „Farbe und Raum“ im Verlag für Bauwesen Berlin, seit 1982 freiberuflicher Kritiker, Publizist und Kurator, Schwerpunkte Architektur, Public design, Kunst am Bau, Photographie, 1990-91 Kultur- und Bildredakteur der Zeitschrift Sibylle, 1992-94 Redakteur der Zeitschrift Bauwelt Berlin, danach freiberuflich tätig, 1993 und 2001 Journalistenpreis der Bundesarchitektenkammer, 1997 Kritikerpreis des BDA, 2001 Journalistenpreis des Märkischen Presse- und Wirtschaftsclubs Berlin.

Lutz Rathenow
Geboren 1952 in Jena, 1977 wegen „Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme“ drei Monate vor Studienabschluss (Lehramt Deutsch und Geschichte) exmatrikuliert, Arbeit als Transportarbeiter in Jena, 1977 Umzug nach Ost-Berlin, Arbeit am Theater und als freier Schriftsteller, 1980 verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit verbracht, Ablehnung von Ausreiseangeboten der DDR-Behörden, aktiv in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung: „Initiative Frieden und Menschenrechte“, 1992 formelle Rehabilitierung und nachträgliches Abschlussdiplom, Arbeit als Rundfunkkolumnist, Kinderbuchautor, Essayist und freier Journalist, seit März 2011 Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Siegfried Reiprich
Geboren 1955 in Jena, 1973 Gründung des Arbeitskreis Literatur und Lyrik in Jena, 1973 Abitur, 1975 Studium der Marxistisch-Leninistischen Philosophie, 1976 Ausschluss vom Studium an allen Universitäten, Hoch- und Fachschulen aus politischen Gründen, 1976-79 Hilfsarbeiter im Glaswerk Jena, 1979 Studium der Feinwerktecknik in Jena, 1980 erneuter Ausschluss aus politischen Gründen, 1981 Ausbürgerung nach West-Berlin, 1981-83 Mitglied im Arbeitskreis atomwaffenfreies Europa in West-Berlin, 1983 Eintritt in die SPD, 1982-1990 Studium der Ozeanographie und Geophysik in Kiel, 1990-97 Arbeit im deutsch-türkischen Erdbebenforschungsprojekt, 1992 Austritt aus der SPD, 1998 Eintritt in CDU, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag, 2001 Referent für politische Bildung und Datenschutzbeauftragter, 2007 stellvertretender Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, seit 2009 Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

Frank Richter
Geboren 1960 in Meißen, 1978 Abitur, 1979-81 Bausoldat der NVA in Stralsund, Studium der Theologie in Erfurt und Neuzelle, 1987 Weihe zum katholischen Priester, Herbst 1989 Teilnahme an den Demonstrationen als Kaplan der Dresdner Hofkirche, 1994-96 Diözesenjugendseelsorger des Bistum Dresden-Meißen, 1996-2001 Pfarrer in Aue, 2005 Heirat nach seiner Laisierung, 2006-07 Pfarrer an der Altkatholischen Kirche in Offenbach, 2007-09 Lehrer in Hessen, seit 2009 Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, seit 2011 Moderator der AG 13. Februar, 1991 europäischer Menschenrechtspreis, 1995 Erich-Kästner-Preis, 1995 Bundesverdienstkreuz, 1997 Sächsische Verfassungsmedaille.



Mittwoch, 5. Dezember 2012, 20 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

BAU│KUNST
Neue Tendenzen in der Ausstellungsarchitektur
mit Dinah Casson, Casson Mann London


Seit 1992 konzentriert Dinah Casson ihre Arbeit auf den Bereich des Museumsdesigns und der Ausstellungsgestaltung. Zusammen mit ihrem Partner Roger Mann war sie schon mit Projekten in objektbasierenden Galerien, wie dem Victoria & Albert Museum in London und dem Great North Museum in Newcastle, bis hin zum hochtechnisierten Churchill Museum und dem Imperial War Museum betraut. Während der letzten sechs Jahre haben Casson Mann Museums- und Ausstellungsprojekte in der ganzen Welt realisiert – von Großbritannien bis in den Nahen Osten.



Sonnabend, 15. Dezember 2012
Mittelsächsisches Theater, Theater Döbeln, Theaterstraße 7

Ressource Kultur

Kulturpolitische Zukunftswerkstatt, ausgerichtet vom Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln und der Sächsischen Akademie der Künste (Klasse Baukunst und Klasse Darstellende Kunst und Film), in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Kultursenat und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der TU Bergakademie Freiberg.


Kultur, Zukunft und Region
Theaterkultur als Modell


Führung mit Architekt Maik Schröder durch den sanierten Alt- und Neubau, einschließlich der Probebühne

Begrüßung und Einführung
Ralf-Peter Schulze, Intendant des Mittelsächsischen Theaters
Dr. Jürgen Uwe Ohlau, Präsident des Sächsischen Kultursenats
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste mit Einführung zum demografischen Wandel

Moderation der Werkstatt: Carsten Tesch, MDR Kultur

Perspektiven von Kunst und Kultur im Kulturraum

Hans-Jochim Egerer, Oberbürgermeister der Stadt Döbeln
Aline Fiedler, Kulturpolitische Sprecherin der CDU im Sächs. Landtag
Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, Kulturpolitischer Sprecher Bündnis 90/Grüne im Sächs. Landtag
Dr. Eva-Maria Stange, Kulturpolitische Sprecherin der SPD im Sächs. Landtag
Dr. Volker Külow, Kulturpolitischer Sprecher Die Linke im Sächs. Landtag
Dr. Ingolf Huhn, Intendant der Erzgebirgischen Theater und Orchester Annaberg-Buchholz, Mitglied des Sächsischen Kultursenats

Themen
- Zukunft der Kulturraumfinanzierung und der Kulturraumstruktur in Sachsen
- Wie gehen die Kulturräume künftig mit Theatern und kulturellen Einrichtungen um?
- Perspektiven für die Kultur aus Sicht des Freistaates
- Grenzdatum 2014/15: Finanzausstattung und Sparbedürfnisse der Kommunen
- Zukunft mit Theater!
- Handlungsmodelle


Kulturelle Bildung und künstlerischer Anspruch

Prof. Dr. Dirk Meyer, Prorektor für Bildung, TU Bergakademie Freiberg/Sa.: „Ressourcenuniversität Bergakademie Freiberg“
Ralf-Peter Schulze, Intendant Mittelsächs. Theater
Annett Wöhlert, Schauspieldirektorin Mittelsächs. Theater

Themen
- Grenzen der Ökonomisierung, Theater zwischen Pragmatik und Innovation
- Ressource Mensch
- Bedeutung von Wissenschaft und Kunst in der Fläche
- künstlerische Entwicklungsfelder für Theater in Sachsen
- regionale Funktion des Theaters
- kulturelle und künstlerische Bildung als Voraussetzung für das Publikum und den künstlerischen Nachwuchs von morgen
- kulturelle Bildung braucht Kontinuität und Nachhaltigkeit
- Theater als Krisenintervention
- Eliten auf dem Land und innovative Entwicklungen in der Fläche?


Regionale Unternehmen brauchen und fördern Kunst und Kultur

Dr. Stephan Kieselstein, Kieselstein Group GmbH Chemnitz
Hans Ferdinand Schramm, Vorstand Kreissparkasse Mittelsachsen

Themen
- Kultur als Standortqualität und Standortsicherung
- Kultur als Teil der Daseinsfürsorge
- Beitrag der Wirtschaft für die Kunst und Kultur in der Region
- Verknüpfung von Kommunal-, Regional- und Landespolitik mit Kulturakteuren, Bildungsakteuren und Vertretern der Wirtschaft


Theater als Beispiel für Netzwerkbildung
Die Ausbildung von Netzwerken: Ankerbildung und Zukunftsstrategie


Wolfgang Kalus, Kulturraumsekretär Mittelsachsen des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen
Prof. Dr. Günther Schneider (CDU), MdL, Wahlkreis Marienberg, Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien
Dr. Christine Klecker, Geschäftsführerin Mittelsächsisches Theater und der Mittelsächsischen Kultur gGmbH

Themen:
- Netzwerkbildung
- Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Theatern und Kulturinstitutionen in der Region
- Ankerbildung in der Region vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und sozialer Segregation
- Schaffung von regionalen Identität durch Kultur am Beispiel des Stadttheaters Döbeln