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Chronik der Tätigkeit 2014


Sonntag, 23. März 2014
Staatsschauspiel Dresden

KÜNSTLER ZWISCHEN DEN FRONTEN
DIE KÜNSTE IM ERSTEN WELTKRIEG




Kriegsbegeisterung und Kriegsablehnung von Künstlern im europäischen Kontext ist der thematische Kern der Gespräche aus Anlass der Inszenierung des Dramas „Die letzten tage der Menschheit" von Karl Kraus. Ein Symposium über den Einfluss des 1. Weltkrieges auf die Kunst, auf die Herausbildung bis heute gültiger Topoi und auf das Entstehen und Verlöschen künstlerischer Avantgarden.

Begrüßung
Wilfried Schulz, Intendant des Staatsschauspiels
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Podium 1
Kulturinstitutionen und ihr Blick aus der Gegenwart in die Geschichte
Prof. Wolfgang Engel (Regisseur), Dr. Birgit Dalbajewa (Kuratorin SKD), Dr. Gerhard Bauer (Militärhistorisches Museum Dresden) und Prof. Dr. Peter Gülke
Moderation: Ole Georg Graf (Dramaturg Staatsschauspiel Dresden)

Podium 2
Avantgarden und Urkatastrophen
Prof. Dr. Frank Schneider Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Leistner
Moderation: Ole Georg Graf (Dramaturg Staatsschauspiel Dresden)

Aufführung „Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus
Regie: Wolfgang Engel
In der Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit" offenbart Kraus die Dummheit und Gedankenlosigkeit der Verantwortlichen: der Offiziere, der Beamten, der Kriegsgewinnler und der sensationslüsternen Presse. Angefangen beim Mord in Sarajevo über die Kriegsbegeisterung der ersten Monate bis hin zur letzten Kriegsnacht, schafft Kraus aus Originalzitaten und Kommentaren ein monumentales Zeugnis des 1. Weltkriegs.
Im Anschluss Produktionsgespräch mit Wolfgang Engel und dem Ensemble zur Inszenierung von Karl Kraus „Die letzten Tage der Menschheit".
Kooperation von Staatsschauspiel Dresden und Sächsischer Akademie der Künste



Dienstag, 1. April 2014
Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden

FARBE IN DER STADTLANDSCHAFT
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG LOUISA HUTTON UND MATTHIAS SAUERBRUCH


Begrüßung
Prof. Dr. Georg Unland, Sächsischer Staatsminister der Finanzen
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe Mining & Generation

Einführung
Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Sekretär der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste
Louisa Hutton, Prof. Matthias Sauerbruch

Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton gehören international zu den wichtigsten Vertretern des nachhaltigen Bauens. Ihre Architektur verbindet ökologische Performance mit Sinnlichkeit und Intuition. In ihren Gebäuden spiegeln und verdichten sich die Farben, Formen und Energien der umgebenden Stadt. Sie verwurzeln sich dort, wo sie entstehen, sind authentisch und spektakulär ohne exzentrisch zu sein.
Die Werkschau anlässlich der Vergabe des Gottfried Semper Architekturpreises 2013 an Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton zeigt Sequenzen von Innen- und Außenansichten sowie Detailaufnahmen, die einen Einblick in das Werk von Sauerbruch Hutton vermitteln.

Mit dem Gottfried Semper Architekturpreis wird die besondere städtebauliche Einbindung, sowie klima-, ressourcen- und flächenschonendes Bauen gewürdigt. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre von der Sächsischen Akademie der Künste mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und Vattenfall Europe Mining & Generation (Stifter) vergeben.



Montag, 14. April 2014
Kleines Haus des Staatsschauspiels, Glacicstraße 28, 01099 Dresden

WAS KANN DIE KUNST?
Vorstellung und Gespräch mit neu gewählten Mitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste



Was kann die Kunst – außer Kunst sein? Fragen nach Verantwortlichkeit und Souveränität der Kunst, nach künstlerischen Störpotentialen und ihrer gesellschaftlichen Wirksamkeit stehen im Mittelpunkt des Gesprächs mit neuen Mitgliedern der Akademie.
Inwieweit und auf welche Weise kann und muss Kunst in der heutigen Gesellschaft Einfluss und Wirkung ausüben? Wie kann man sich als Künstler mit seinem Schaffen einbringen in das komplexe Gefüge unseres Gemeinwesens?

Begrüßung
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Wilfried Schulz, Intendant des Staatsschauspiels Dresden.

Podium 1
Dr. Maix Mayer und Sophia Schama (Klasse Bildende Kunst), Robert Koall und Wolfgang Scholz (Klasse Darstellende Kunst und Film), Dr. Peter Geist und Jakub Ekier (Klasse Literatur und Sprachpflege)
Moderation: Wilfried Schulz

Podium 2
Prof. Olaf Lauströer, Prof. Angela Mensing de Jong und Prof. Dr. Annette Menting (Klasse Baukunst),
Prof. Helmut Oehring, Prof. Franz Martin Olbrisch und Rebecca Saunders (Klasse Musik),
Moderation: Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste



Dienstag, 15. April 2014
Literaturcafé Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches Leipzig, Gerichtweg 28

Bücher, Mythen und Verlage
UWE GREßMANN "LEBENSKÜNSTLER"


Uwe Greßmann (1933–1969) prägte zwei Lyrikergenerationen in der DDR . In der Sammlung „Lebenskünstler“ (Hg. Richard Pietraß, Reclam Leipzig 1982) erschienen veröffentlichte und unveröffentlichte Texte sowie unbekannte zeichnerische Porträts, die nun einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden konnten. Die Editionsgeschichte des Bandes des exponierten Dichters, der in den 1960er Jahren in Berlin zwischen Mitte und Pankow wie „eine Heiligengestalt im Lodenmantel, die, von Krankheit gezeichnet, unverletzlich unter den Sterblichen wandelte“ (Pietraß), ist Anlass für ein Gespräch über den „Hunger nach authentischen Gestalten“ in der Literatur gestern und heute. Kuratiert von Ingrid Sonntag.

Lesung und Gespräch mit den Berliner Autoren Richard Pietraß und Steffen Popp
Moderation: Dr. Peter Geist
In Zusammenarbeit mit dem Haus des Buches Leipzig



Dienstag, 29. April 2014
Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden, Wettiner Platz, Schützengasse

EHRENKOLLOQUIUM FÜR PETER GÜLKE

Der Musikwissenschaftler und Dirigent Prof. Dr. Peter Gülke, mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis geehrt, begeht am 29. 4. 2014 seinen 80. Geburtstag. Grund genug, sein Lebenswerk und Schaffen zu würdigen.

Begrüßung
Prof. Ekkehard Klemm, Rektor der Hochschule für Musik Dresden

Grußwort
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der
Sächsischen Akademie der Künste
Laudatio
Prof. Dr. Frank Schneider

Referate
Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen: Anton Bruckner und die Sonatenform
Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt: Von Meistererzählungen und -gesängen: Auf der Suche nach dem ersten deutschen Komponisten
Prof. Dr. Ernst Osterkamp: Lyrischer Witz. Capriccio über einige Gedichte von Adelbert von Chamisso
Prof. Dr. Peter Gülke: Musikalische Praxis und Theorie - ein Schlusswort
Moderation: Prof. Dr. Manuel Gervink und Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel
In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Dresden



8.-11. Mai 2014
ARCHITEKTUR UND STÄDTEBAU IN RIGA
Exkursion in die Kulturhauptstadt 2014

Riga ist die größte und historisch, politisch und kulturell wichtigste Stadt des Baltikums, einstmals führende Metropole der Hanse mit entsprechenden baulichen Zeugnissen und speziell seit dem 19. Jahrhundert ein Schmelztiegel der Kulturen zwischen Mitteleuropa, Russland und Skandinavien. Die extrem wechselvolle Geschichte Lettlands im 20. Jahrhundert hat sich im Stadtbild der Hauptstadt niedergeschlagen. Mit der 1990/91 errungenen Unabhängigkeit setzte ein rascher Wirtschaftsaufschwung ein, in dessen Folge insbesondere die historische Altstadt in relativ kurzer Zeit hervorragend saniert wurde.
Unter den östlichen Neumitgliedern der EU genoss Lettland zeitweise den Ruf eines "Baltischen Tigers" – dieser Höhenflug endete allerdings jäh mit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise des Jahres 2007, die dem Land drakonische Sparmaßnahmen und eine schwere Rezession bescherten, aus denen es sich bis heute nicht erholt hat. Trotzdem wurde im Januar 2014 der Euro als Währung eingeführt. Seit Beginn dieses Jahres ist Riga auch eine der beiden Kulturhauptstädte Europas.

Exkursionen und Themen: Jugendstil, Holzbauten des 19. Jahrhunderts, neue Nationalbibliothek, Okkupationsmuseum, Gespräche mit Vertretern des Stadtplanungsamtes, mit Architekten und Kritikern, Leitung: Wolfgang Kil, Architekturkritiker und Prof. Andreas Wolf, Architekt und Stellvertretender Sekretär der Klasse Baukunst



14.-16. Mai 2014 Liberec

POESIE IN BEWEGUNG / POEZIE V POHYBU
Tschechisch-deutsche Autoren- und Künstlerwerkstatt / Èesko-nìmecký autorský workshop
www.poesieinbewegung.com



Bewegung in allen möglichen Formen - verstanden als Gehen, Fahren, Fliegen, Schwimmen, Blättern, Schwingen, Drehen, als intermediale Bewegung im Sinne der erweiterten Poesie, als Performance und nicht zuletzt als politisches Handeln steht im Mittelpunkt dieser grenz- wie spartenübergreifenden Autorenwerkstatt vom 14. bis 16. Mai 2014 in Liberec. Die nordböhmische Stadt Liberec mit ihren im Stadtbild ablesbaren industriellen und ikonografischen Transformationsprozessen bietet Inspiration und Reibungsfläche für die tschechischen und deutschen Autoren und Performancekünstler, die hier zusammenkommen. Die Werkstatt mit Lesungen, Ausstellung und Performances wird deshalb in ungewöhnlicher Topografie, u.a. in einem Treppenhaus, im ehemaligen Stadtbad, in der Straßenbahn, in vergessenen Räumen der Peripherie, aber auch an zentralen Orten stattfinden, an denen diese Prozesse und Zeitschichten erfahrbar werden.

Leitung und Konzeption: Dr. Peter Geist und Ró¾a Doma¹cyna, Sächsische Akademie der Künste
Mgr. Pavel Novotný, Leiter des Lehrstuhls für Germanistik der TU Liberec
In Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Päd. Fakultät der TU Liberec, der Wissenschaftlichen Bibliothek Liberec und mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Programm / Program

Mittwoch / støeda 14.5.2014
18:00-19:30 Uhr
Wissenschaftliche Bibliothek Liberec / Krajská vìdecká knihovna v Liberci
(Rumjancevova 1362/1, 460 53 Liberec 1)
Begrüßung / pøivítání:
Mgr. Blanka Konvalinkova, Krajská vìdecká knihovna v Liberci
doc. RNDr. Miroslav Brzezina, CSc., Dekan der Pädagogischen Fakultät der TU Liberec
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung und Moderation / moderace:
Mgr. Pavel Novotný, Dr. Peter Geist
Vorgestellt werden die Autoren und Künstler / pøedstavení autorù Paul-Henri Campbell, Ann Cotten, Gerhard Falkner, Martina Hefter, Nancy Hünger, Manos Tsangaris, Jaromír Typlt, Milan Dì¾inský, Patrik Hábl, Michal Rataj und Jan Mìøièka.

20:30 Uhr
Technische Universität Liberec, Lehrstuhl für deutsche Sprache/Katedra nìmeckého jazyka
(Sokolská 113/8, 46001 Liberec)
Soundperformance / performance: Manos Tsangaris
Lesung / ètení und Performance: Ann Cotten
Moderation / moderace: Nikola Mizerová

Donnerstag / Ètvrtek 15.5.2014
11:00-12:00 Uhr
Dobrá èajovna
(Teestube, Rù¾ová 1, 46001 Liberec)
Lesungen / ètení: Nancy Hünger, Jaromír Typlt
Moderation / moderace: Pavel Novotný

13:00-14:00 Uhr
Dobrá èajovna
(Teestube, Rù¾ová 1, 46001 Liberec)
Lesungen / ètení: Paul-Henri Campbell, Pavel Novotný
Moderation / moderace: Peter Geist

15:00-17:00 Uhr
Stadtgalerie / Oblastní Galerie v Liberci
(Masarykova 723/14, 460 01 Liberec 5)
Lesungen / ètení im ehem. Kaiser Franz Joseph Bad mit Gerhard Falkner, Milan Dì¾ínský
Präsentation der Autorenbücher und Grafiken von / prezentace autorských knih a grafik: Jan Mìøièka
Moderation / moderace: Nikola Mizerová

20:30 Uhr
TUL, Lehrstuhl für deutsche Sprache / Katedra nìmeckého jazyka
(Sokolská 113/8, 46001 Liberec)
Gemeinsame Performance / spoleèná performance mit Michal Rataj, Jaromír Typlt und Patrik Hábl
Poesie und Performance / poezie a performance: Martina Hefter
Moderation / moderace: Pavel Novotný

Freitag / pátek 16.5.2014
11:00 Uhr
Straßenbahn, Einstieg in Lidové Sady / Tramvaj, nástup v Lidových sadech
Gemeinsame Lesung aller Autoren während der Fahrt durch Liberec / Spoleèné ètení v¾ech autorù bìhem jízdy Libercem
Moderation / moderace: Peter Geist, Pavel Novotný

Mitwirkende:

Milan Dì¾ínský
geboren 1974 in Kyjov, Dichter, seine Gedichtsammlungen Slovník noci (Nachtwörterbuch) und Pøízraky (Gespenster) wurden für den „Magnesia Litera“- Preis nominiert, übersetzt aus dem Englischen (E. Dickins, u.a.)

Patrik Hábl
geboren 1975 in Zlín, Maler, Konzeptualist und Performancekünstler, sein Schaffen bewegt sich im Grenzbereich von Graphik und Malerei, zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen

Jan Mìøièka
geboren 1955 in Pardubice, Graphiker, Ausstellungen in Tschechien als auch im Ausland, seine graphischen Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, seit 2005 als Pädagoge am Lehrstuhl für Fotografie an der Prager FAMU tätig

Pavel Novotný
geboren 1976 in Liberec, Übersetzer, Dichter, Autor von Radiokompositionen, Leiter des Lehrstuhls für Deutsche Sprache an der TU Liberec, Literaturwissenschaftler mit den Schwerpunkten Literarische Montage und Collage, Auditive und Radiophonische Poesie

Michal Rataj
geboren 1975 in Písek, international anerkannter Komponist im Bereich der klassischen und elektroakustischen Musik, als Pädagoge am Lehrstuhl für Komposition der HAMU im Fach Elektroakustische Musik Prag tätig, erarbeitet szenische Kompositionen für Rundfunk und Film

Jaromír Typlt
geboren in 1973 in Nová Paka, Schriftsteller, Essayist, Performer, Kurator und Herausgeber, experimentiert mit Grenzbereich von Literatur, Klang, Performances und bildender Kunst, hat die Form der "mutierten Autorlesung" entwickelt

Paul-Henri Campbell
geboren 1982 in Boston, Schriftsteller, schreibt Lyrik und Prosa sowohl in englischer als auch deutscher Sprache, in seiner Arbeit sucht er nach Mythologien der Gegenwart, seine Prosa bezeichnet er als mythischen Realismus

Ann Cotten
geboren 1982 in Iowa, Schriftstellerin, lebt ab 1987 in Wien und seit 2006 in Berlin, zahlreiche Preise, zuletzt Adelbert-von-Chamisso-Preis (2014)

Gerhard Falkner
geboren 1951 in Schwabach, Lyriker, Prosaautor, Dramatiker, Essayist und Übersetzer, legte mit dem Band "Berlin – Eisenherzbriefe" (1986) einen der zentralen postmodernen Mischtexte vor, 2009 Peter-Huchel-Preis für den Gedichtband "Hölderlin Reparatur"

Peter Geist
Literaturwissenschaftler, geboren 1956 in Greifswald, Studium der Germanistik und Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig, Promotion, 1997 Projektleitung Leipziger literarischer Herbst, 1998–2001 Stellvertretender Leiter/Programm des Literaturforums im Brecht-Haus Berlin, seit 2002 freiberuflich, seit 2013 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Berlin.

Martina Hefter
geboren 1965 in Pfronten, Lyrikerin, Performerin, bringt in ihrem Schaffen Text und Bewegung zusammen. Ihr Verständnis von Sprache und Bewegung als gegenseitige Erweiterungen spielt auch im Entstehungsprozess ihrer Lyrik eine wichtige Rolle

Nancy Hünger
geboren 1981 in Weimar, Lyrikerin, freie Autorin, ist für Lese-Zeichen e. V. (Förderverein des Verbandes Deutscher Schriftsteller, Landesverband Thüringen) tätig

Manos Tsangaris
Komponist, Trommler und Installationskünstler, geboren 1956 in Düsseldorf, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des neuen Musiktheaters, seit 2009 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und Mitglied der Akademie der Künste Berlin, Gründung des "Internationalen Instituts für Kunstermittlung" (www.iike.de), seit 2010 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Dresden und Köln.



Montag, 26. Mai 2014
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

AKADEMIESALON MIT MICHAEL KRÜGER

Prof. Dr. Peter Gülke im Gespräch mit Michael Krüger, einem der bedeutendsten Autoren und Verleger Deutschlands.

Michael Krüger ist ein bekannter Autor und einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands. 1939 in Wittgendorf bei Zeitz geboren, wuchs Krüger in Berlin auf. Nach Abitur, Verlagsbuchhändlerlehre und Gasthörerschaft an der Freien Universität Berlin arbeitete er von 1962 bis 1965 als Buchhändler in London. Von 1968 bis Ende 2013 war Michael Krüger im Carl Hanser Verlag tätig, zunächst als Lektor, seit 1986 als literarischer Leiter und 1995 als Geschäftsführer des Verlages. Von Michael Krüger erschienen zahlreiche Gedichtbände, Erzählungen und Romane. Seit Juli 2013 ist er Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München.
Letzte Publikationen: Literatur als Lebensmittel. München 2008 · Schritte, Schatten, Tage, Grenzen: Gedichte 1976–2008. Herausgegeben von Hans Jürgen Balmes. Frankfurt/M. 2008· Ins Reine. Gedichte. Berlin 2010 · Umstellung der Zeit. Gedichte. Frankfurt/M. 2013.



19. - 21. Juni 2014
Hochschule für Musik Dresden und Semperoper (Semper 2)

SYMPOSIUM - MANOS TSANGARIS UND SEIN MUSIKTHEATER

Manos Tsangaris, Komponist, Trommler und Installationskünstler, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des neuen Musiktheaters. Seit 2009 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden, bekleidet er darüber hinaus das Amt des Direktors der Sektion Musik der Akademie der Künste Berlin und ist seit 2010 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. 2016 wird er zusammen mit Daniel Ott die Künstlerische Leitung der Münchener Biennale für Neues Musiktheater übernehmen. Anlässlich der Uraufführung seiner Musiktheaterkomposition »Karl May, Raum der Wahrheit« an der Semperoper Dresden werden seine Ideen, Werke und Impulse in einem dreitägigen Symposium beleuchtet.
Leitung & Konzept: Jörn Peter Hiekel



Freitag, 27. Juni 2014, 11.00 Uhr
EINWEIHUNG DES NEUEN STANDORTES
der Sächsischen Akademie der Künste Palaisplatz 3


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Begrüßung
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsische Akademie der Künste
Vorstellung der künftigen Arbeit der Akademie
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Akademie der Künste



Freitag, 27. Juni 2014
Palais im Großen Garten Dresden

AKADEMIE DENKEN
Aufgaben und Chancen von Akademien der Künste heute



Die öffentliche Veranstaltung aus Anlass der Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden befasst sich mit den Fragen der Perspektive und den neuen Aufgaben der Akademie. Zwei zentrale Aspekte sind hier ausschlaggebend: Erstens der sich vollziehende Generationswandel in der Akademie: Mit den letzten Wahlen neuer Mitglieder hat eine deutliche Verjüngung stattgefunden, die auch im Hinblick auf die thematische Konzeption einen aussichtsreichen Schub erwarten lässt. Das bedeutet auch, die in den Anfangsjahren begründete Aura einer Repräsentations-Akademie zurückzulassen und das Wesen der Einrichtung im Diskurs, in der Einmischung, im Vorausdenken zu fassen. Zweitens zwingen die gesellschaftlichen Entwicklungen dazu, die Aufgaben in neue Formen zu transformieren. Das bezieht sich hauptsächlich auf den demographischen Wandel und die sich verändernde Struktur von Metropolen und Flächen sowie auf die Entwicklung des Stellenwertes bzw. der Funktionalität des Kulturellen im gesellschaftlichen Kontext. Wie kann sich die Akademie diesen Zukunftsfragen der Gesellschaft stellen?

Begrüßung
Prof. Dr. Peter Gülke
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Christian Striefler
Geschäftsführer
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen

Grußwort
Prof. Dr. Sabine von Schorlemer
Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Vortrag
Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering
Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Es diskutieren
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung Weimar
Robert Koall, Chefdramaturg des Staatsschauspiels Dresden
Ingo Schulze, Schriftsteller
Prof. Manos Tsangaris, Komponist, Trommler,Installationskünstler
Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg

Moderation
Dr. Peter Ufer, freier Journalist

Musikalische Umrahmung: "Schuster Quartett" mit Johann Schuster 1. Trompete, Friedrich Schuster 2. Trompete, Ludwig Schuster 3. Trompete und Justus Schuster 4. Trompete.



27.- 29. Juni 2014
MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Vom 27. 6. bis 29. 6. 2014 findet die Jahresmitgliederversammlung der Akademie in Dresden statt. Mit dem Ende der Amtszeit von Prof. Dr. Peter Gülke und Prof. Wilfried Krätzschmar werden Präsident und Vizepräsident sowie die Sekretäre der einzelnen Sparten neu gewählt. Für Diskussion und kreativen Meinungsstreit werden der Generationswechsel, die thematische Ausrichtung und die Verständigung über die Zukunft der Akademie sorgen.

Sonnabend, 28. Juni 2014
Hotel Königshof, Kreischaer Straße 2, 01219 Dresden-Strehlen
10.00 Uhr Sitzungen der Klassen
Wahl der Sekretäre der Klassen und der Stellvertreter
13.00 Uhr Mitgliederversammlung
Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 01097 Dresden, Eingang Königstraße
NEUE RÄUME
Räume sind nicht, Räume werden gemacht – am Palaisplatz 3 kehren nun die Künste ein. Eröffnung durch den ehemaligen und den neugewählten Präsidenten der Akademie.

"DOPPELKOPF" AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG - SOPHIA SCHAMA UND MAIX MAYER



Ausstellungseröffnung in den neuen Räumen der Akademie.
Einführung: Matthias Flügge und Jutta Penndorf, Klasse Bildende Kunst. Anschließend Begegnung der Künste, Künstlerfest mit Beiträgen aus den fünf Klassen der Akademie.

Sonntag, 29. Juni 2014
Exkursionen
Das Jugendstilviertel Dresden-Strehlen
Otto Dix. DER KRIEG. Das Dresdner Triptychon - Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zum 1. Weltkrieg;
Krieg und Wahnsinn - Sonderausstellung des Militärhistorischen Museums Dresden zum 1. Weltkrieg



Montag, 1. September 2014
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

AKADEMIESALON MIT JURKO PROCHASKO: HAT DIE UKRAINE EINE ZUKUNFT?


Jurko Prochasko im Gespräch über die aktuelle Situation in der Ukraine

Begrüßung: Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch: Jurko Prochasko, Lemberg/L'viv

Was geschieht in der Ukraine? Wie sieht das Leben insbesondere in der Ostukraine heute aus? Ist der Osten für die Ukraine verloren? Wie gehen die Künstler und die Kulturszene mit der Situation um? Was bedeutet die Krise für Kultureinrichtungen, Museen und Sammlungen? In welcher Lage befinden sich derzeit von Moskau oder von den Separatisten der Ostukraine inhaftierte ukrainische Künstler und Oppositionelle? Sind die Möglichkeiten friedlicher Proteste und Verständigung ausgeschöpft? Welche Haltung Deutschlands wird von ukrainischer Seite erwartet und erhofft? Zeigen die Sanktionen des Westens in Russland Wirkung? Worin besteht die kulturelle Eigenständigkeit der Ukraine, was grenzt ihre Identität von der russischen ab? Und wohin steuert Mitteleuropa in der Ukraine-Krise?
Unseren und Ihren Fragen zur Situation in der Ukraine wird sich Jurko Prochasko, Essayist und Übersetzer aus Lemberg/L'viv, im Akademiegespräch stellen.

Jurko Prochasko, geb. 1970 in in Ostgalizien (Ukraine), gehört zu den wichtigsten Vermittlern zwischen der Ukraine und Deutschland, die sich aktiv für die Einbindung der Ukraine in Europa einsetzen. Der Literaturwissenschaftler, Essayist und Übersetzer war ein Aktivist der Orangenen Revolution 2004 und ist ein aufmerksamer Kommentator der Euomajdan-Revolution 2013/14. Er arbeitet am Institut für Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Lemberg und übertrug u. a. Werke von Kleist, Kafka, Rilke, Freud, Heidegger und Musil ins Ukrainische.



Donnerstag, 4. September 2014
Schlosskapelle, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden

VERLEIHUNG DES HANS THEO RICHTER-PREISES

Eröffnung
Prof. Dr. Bernhard Maaz, Direktor des Kupferstich-Kabinetts und der Gemäldegalerie Alte Meister der SKD
Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Sebastian Schmidt, Vorstand der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung
Laudatio
Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Musik
Jürgen Karthe, Bandoneon
Verleihung des Preises und Dank des Preisträgers Claus Weidensdorfer

Der Preis, der von der Sächsischen Akademie der Künste mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung für bedeutende Leistungen der bildenden Kunst besonders auf dem Gebiet der Zeichnung und Graphik vergeben wird, ist 20.000 Euro dotiert.
In Zusammenarbeit mit dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.



Freitag, 5. September 2014
Leonhardi-Museum Dresden, Grundstraße 26, 01326 Dresden

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG HANS THEO RICHTER-PREISTRÄGER 1998-2014



Die Ausstellung aus Anlass der 10. Verleihung des Hans Theo Richter-Preises zeigt Werke der bisherigen Preisträger Max Uhlig (Preisträger 1998), Jiøí Koláø (1999), Paula Ribariu und Werner Wittig (2000), Peter Graf (2001), Thomas Ranft (2003), Lutz Fleischer (2005), Wolfram A. Scheffler (2007), Dieter Goltzsche (2010), Hanns Schimansky (2012) und Werke des diesjährigen Preisträgers.

Eröffnung
Bernd Heise, Leiter des Leonhardi-Museums Dresden
Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsdident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Dr. Bernhard Maaz, Direktor des Kupferstich-Kabinettes und der Galerie Alte Meister der SKD
Sebastian Schmidt, Vorstand der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.

In Zusammenarbeit mit dem Leonhardi-Museum Dresden, dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.



Donnerstag, 25. September 2014
Literaturcafé Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches Leipzig Gerichtweg 28

BÜCHER, MYTHEN UND VERLAGE
WALTER BENJAMIN „LESEZEICHEN“




Gespräch mit Prof. Dr. Frank Schneider, Prof. Dr. Erdmut Wizisla und Thomas Fritz
Moderation: Dr. Klaus Michael, Präsidialsekretär der Sächsischen Akademie der Künste

Mit Walter Benjamin verbindet sich einer der spannendsten Literaturkrimis der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Über die Editions- und Wirkungsgeschichte der Bände "Lesezeichen" (Reclam-Verlag Leipzig 1970) und "Allegorien kultureller Erfahrungen" (1985) sprechen Prof. Dr. Erdmut Wizisla (Leiter des Brecht-Archivs an der Akademie der Künste Berlin), Prof. Dr. Frank Schneider (Musikwissenschaftler Berlin) und Thomas Fritz (ehemaliger Lektor bei Reclam Leipzig). Kuratiert von Ingrid Sonntag.

In Zusammenarbeit mit der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und dem Haus des Buches Leipzig.



Freitag, 26. September 2014
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

AKADEMIESALON VOLKER BRAUN
Volker Braun im Gespräch über „Werktage 2“



Gespräch mit Volker Braun, Kerstin Hensel und Thomas Rosenlöcher
Moderation: Dr. Peter Geist

Der erste Band von Volker Brauns „Arbeitsbuch“ endet am letzten Tag des Jahres 1989. Im Folgeband, der von 1990 bis 2008 reicht, wird deutlich, welchen Einfluss der Umbruch der gesellschaftlichen Verhältnisse 1989 auf einen Autor hatten, bei dem das Gleichheitsideal immer eine der Antriebskräfte seines Schreibens war. In "Werktage 2" setzt sich Braun mit einem Gesellschaftssystem, dem Kapitalismus, auseinander, das seinem Denken schon von der Idee her widersprach.



Dienstag, 7. Oktober 2014
Vertretung des Freistaates Sachsen in Berlin
Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG SAUERBRUCH HUTTON
mit Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch

Preisträger des Gottfried Semper Architekturpreises

Eröffnung: Erhard Weimann, Staatssekretär und Leiter der Landesvertretung Sachsen
Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Moderation: Prof. Andreas Wolf, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Anschließend Gespräch mit Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch über ihre aktuellen Arbeiten im Spannungsfeld zwischen ökologischer Performance, auffälliger Farbe und ungewöhnlicher Form. Mit dem Gottfried Semper Architekturpreis wird die besondere städtebauliche Einbindung sowie klima- ressourcen- und flächenschonendes Bauen gewürdigt.

Im Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und Vattenfall Europe Mining & Generation.



Mittwoch, 8. Oktober 2014
Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main

LABOR DER MODERNE: NACHKRIEGSARCHITEKTUR IN EUROPA
Buchpremiere im Rahmen der Frankfurter Buchmesse


Begrüßung
Dr.-Ing. Wolfgang Voigt, stellv. Direktor Deutsches Architekturmuseum

Es diskutieren
Dr.-Ing. Ingrid Ostermann (Amsterdam), Prof. Dr.-Ing. Bohdan Tscherkes (L'viv/Lemberg), Ass. Prof. Dipl.-Ing. Volker Ziegler (Straßburg)
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Werner Durth, Architekturhistoriker Darmstadt

Abriss oder Weiterbauen? Vor dieser Entscheidung stehen fast alle Städte im Umgang mit der Nachkriegsarchitektur. Die Publikation "Labor der Moderne. Nachkriegsarchitektur in Europa" vereinigt Experten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Polen, der Slowakei, Tschechien und der Ukraine, die die unterschiedlichen Ausprägungen der europäischen Nachkriegsarchitektur und Perspektiven in der Weiterentwicklung dieses Erbes thematisieren.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum.

Labor der Moderne. Nachkriegsarchitektur in Europa, herausgegeben von der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden 2014. Texte deutsch/englisch, 216 Seiten, 195 Abb. ISBN 978-3-934367-23-4



Montag, 13. Oktober 2014
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

AKADEMIESALON REINER KUNZE UND JAKUB EKIER
Die Freiheit des Dichters im Gedicht

Lesung und Gespräch mit Reiner Kunze und Jakub Ekier


Jakub Ekier und Reiner Kunze in Breslau, 2012 © Dr. Klaus Michael


Begrüßung: Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Die Freiheit des Dichters im Gedicht ist der thematische Kern des Akademiesalons mit dem Schriftsteller Reiner Kunze und seinem polnischen Übersetzer, dem Lyriker Jakub Ekier. Beide werden ihre Visitenkarte poetisch abgeben und im Gespräch den Entstehungsprozess von Gedichten und Übersetzungen zu schildern versuchen. Wir laden Sie ein, am Gespräch teilzuhaben, Fragen zu stellen und freuen uns auf Ihr Kommen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum weiterführenden Gespräch.

Jakub Ekier, geb. 1961, studierte Germanistik in Warschau, war bis 2001 als Verlagslektor tätig und übersetzte Werke u.a. von Reiner Kunze, Bertolt Brecht, Paul Celan, Ilse Aichinger und zuletzt von Max Frisch ins Polnische. Jakub Ekier lebt in Warschau.
Reiner Kunze, geb. 1933, studierte Philosophie und Journalistik in Leipzig und brach 1959 aus politischen Gründen die Universitätslaufbahn ab. Kunze arbeitet seit 1962 als freier Schriftsteller. 1977 erfolgte die Übersiedlung nach Westdeutschland. Reiner Kunze lebt heute in Obernzell-Erlau.



Montag, 27. Oktober 2014
Literaturcafé Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches Leipzig Gerichtweg 28

LESUNG UND GESPRÄCH MIT GERHARD WOLF

Gespräch mit
Bert Papenfuß-Gorek, Michael Wüstefeld, Ró¾a Doma¹cyna und Gerhard Wolf

Moderation: Dr. h.c. Friedrich Dieckmann

Gerhard Wolf, 1928 geboren, Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Künste, ist nicht nur ein bedeutender Herausgeber, sondern vor allem Mittler zwischen Künstlergenerationen und Entdecker neuer Autoren. „Druckgenehmigungen ließen manchmal auf sich warten und waren umstritten. Verse liefen ihrer Zeit voraus“, schrieb Wolf zu seiner Aufsatzsammlung „Wortlaut Wortbruch Wortlust“ (1988 Reclam Leipzig). Die Folgen seiner leisen Moderation künstlerischer Provokationen und die Freude am Entdecken neuer literarischen Stimmen bilden das Thema des Künstlergesprächs.



Mittwoch, 5. November 2014
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau

„ER-FINDEN“ MIT ARNO LEDERER
Eröffnung der Vortragsreihe BauKunst

Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden
Vortrag: Prof. Arno Lederer, Stuttgart

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem 'finden' und 'erfinden' gegensätzliche Strategien oder unterschiedliche Aspekte kohärenten Handelns bezeichnet?
Am Beispiel der Polarität von 'finden' und 'erfinden', sollen im Rahmen der Vortragsreihe BauKunst die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, hinterfragt werden. Architekten, Maler, Fotografen und Architekturhistoriker sind eingeladen, ihre Position und ihre Arbeitsweise in sechs Vortragsabenden in diesem Spannungsfeld zu beschreiben.

Konzept und Leitung: Prof. Olaf Lauströer, Prof. Ivan Reimann, Prof. Thomas Will, Prof. Andreas Wolf

Alle Termine:
Arno Lederer (TU Dresden, Zell. Weg 19, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120), 12.11.2014, 19 Uhr Tom Emerson (HfBK Güntzstraße), 26.11.2014, 19 Uhr Jürgen Partenheimer (TU), 3.12.2014, 19 Uhr Walter Mair (HfBK), 10.12.2014, 19 Uhr Jan Pieper (TU), 21.1.2015, 19 Uhr Luigi Snozzi (HfBK)

In Zusammenarbeit mit der HfBK Dresden und der Fakultät für Architektur der TU Dresden.

PM 2014_11_BauKunst mit Arno Lederer.pdf pdf - Datei


Montag, 10. November 2014
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

GEBAUTE UTOPIE - FILME VON MAIX MAYER

Einführung und Moderation:
Prof. Andreas Wolf, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Im Rahmen der in den Räumen der Akademie präsentierten Ausstellung "Doppelkopf" mit Werken von Sophia Schama und Maix Mayer, werden die Filme "Alphaville-MD" (2011, 28:29 min), "Habitat" (2008, 22 min) und "Canyon" (2006, 9 min) des 1960 in Leipzig geborenen Künstlers gezeigt. Über die künstlerische Verwendung architektonischer und urbanistischer Utopien in den fotografischen und filmischen Arbeiten Maix Mayers spricht der Leipziger Architekt Prof. Andreas Wolf. Im anschließenden Gespräch wird der Frage nachgegangen, was von den utopischen Weltentwürfen der sechziger und siebziger Jahre in Ost und West heute noch geblieben ist.

Maix Mayer 1960 in Leipzig geboren, Diplom der Marinen Ökologie an der Universität Rostock, Diplom der Bildenden Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 2005-07 Gastprofessur an der HGB, Fachbereich Medienkunst, 2013 Promotion im Fachbereich Fotografie an der Universität der Künste Poznañ, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt und arbeitet in Leipzig



Mittwoch, 12. November 2014
Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34

„ER-FINDEN" MIT TOM EMERSON
Einführung und Moderation: Prof. Ivan Reimann, TU Dresen

Prof. Tom Emerson, geboren 1970 in Paris, gründete nach dem Architekturstudium in Bath, London und Cambridge mit Stephanie Macdonald das Büro 6a architects in London. Seit 2001 werden dort Projekte vom Produktdesign bis hin zu Museumsneubauten entwickelt. Emerson sucht dabei nach den kulturgeschichtlichen Fundamenten und historischen Arbeitsmethoden, er favorisiert bei Um- und Neubauten Re-Use und Bricolage. Emerson lehrte u.a. an der Architectural Association London un der Universität von Cambridge, 2010 folgte die Berufung zum Professor an der ETH Zürich.

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem 'finden' und 'erfinden' gegensätzliche Strategien oder unterschiedliche Aspekte kohärenten Handelns bezeichnet?
Am Beispiel der Polarität von 'finden' und 'erfinden', sollen im Rahmen der Vortragsreihe BauKunst die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, hinterfragt werden. Architekten, Maler, Fotografen und Architekturhistoriker sind eingeladen, ihre Position und ihre Arbeitsweise in sechs Vortragsabenden in diesem Spannungsfeld zu beschreiben.

Konzept und Leitung: Prof. Olaf Lauströer, Prof. Ivan Reimann, Prof. Thomas Will, Prof. Andreas Wolf



Sonnabend, 15. November 2014
Dichterstätte Sarah Kirsch Limlingerode

"DRACHENSTEIGEN" - Lesung und Gespräch
Mit Wilhelm Bartsch, Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Ro¾a Doma¹cyna, Dr. Peter Geist, Peter Gosse, Kerstin Hensel, Rainer Kirsch, Prof. Dr. Bernd Leistner und Richard Pietraß.

Leitung
Wilhelm Bartsch, Sächsische Akademie der Künste und Heidelore Kneffel, Dichterstätte Sarah Kirsch

"Uns gehört der Rest des Fadens, und daß wir dich kannten" lautet ein Vers aus dem 1979 erschienenen Gedichtband "Drachensteigen" von Sarah Kirsch. Im Geburtshaus der Dichterin in Limlingerode nahe der deutsch-deutschen Grenze lesen 25 Jahre nach dem Mauerfall Mitglieder der Klasse Literatur und Sprachpflege der Sächsischen Akademie Texte von Sarah Kirsch, die 1979 die DDR verließ. Anschließend Gespräch zu Sarah Kirsch und zum Ende der deutschen und europäischen Teilung vor 25 Jahren.

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Dichterstätte Sarah Kirsch e. V.
Weitere Informationen auch auf Facebook unter Dichterstätte-Sarah-Kirsch

Ablauf Autorentagung Limlingerode.pdf pdf - Datei


Dienstag, 25. November 2014
Literaturcafé Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches Leipzig, Gerichtweg 28

LABOR DER MODERNE
Podiumsdiskussion zur Nachkriegsarchitektur


Es diskutieren
Dr. Arnold Bartetzky, Wolfgang Kil, Prof. Dr. Thomas Topfstedt, Prof. Andreas Wolf
Moderation: Prof. Dr. Annette Menting

Abriss oder Weiterbauen? Vor dieser Entscheidung stehen fast alle Städte im Umgang mit der Nachkriegsarchitektur. Die Publikation vereinigt Experten aus Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Polen, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine, die die unterschiedlichen Ausprägungen der europäischen Nachkriegsarchitektur thematisieren. Die Autoren auf dem Podium diskutieren Perspektiven in der Weiterentwicklung dieses Erbes, insbesondere auch für die Nachkriegsarchitektur in Leipzig.
In Zusammenarbeit mit dem Haus des Buches Leipzig

PM 2014_11_18_Labor der Moderne Leipzig.pdf pdf - Datei


Mittwoch, 26. November 2014
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau

„ER-FINDEN" MIT JÜRGEN PARTENHEIMER
Einführung und Moderation: Prof. Ivan Reimann, TU Dresen

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem 'finden' und 'erfinden' gegensätzliche Strategien oder unterschiedliche Aspekte kohärenten Handelns bezeichnet?
Am Beispiel der Polarität von 'finden' und 'erfinden', sollen im Rahmen der Vortragsreihe BauKunst die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, hinterfragt werden. Architekten, Maler, Fotografen und Architekturhistoriker sind eingeladen, ihre Position und ihre Arbeitsweise in diesem Spannungsfeld zu beschreiben. Nach Arno Lederer und Tom Emerson kommt nun der Künstler Jürgen Partenheimer zum Vortrag an die TU Dresden.

Konzept und Leitung: Prof. Olaf Lauströer, Prof. Ivan Reimann, Prof. Thomas Will, Prof. Andreas Wolf



Dienstag, 2. Dezember 2014
Literaturcafé Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches Leipzig, Gerichtweg 28

BÜCHER, MYTHEN UND VERLAGE
HANS MAYER „GOETHE. VERSUCH ÜBER DEN ERFOLG“


Podiumsgespräch mit Christoph Hein, Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Prof. Dr. Peter Gülke und dem ehem. Lektor im Reclam-Verlag Leipzig Klaus Pankow.
Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Figaro

Hans Mayer, seit 1949 Literaturwissenschaftler in Leipzig, war einer der großen deutschen Intellektuellen und Gelehrten. Uwe Johnson, Christa und Gerhard Wolf hörten seine Vorlesungen ebenso wie Friedrich Dieckmann, Peter Gülke und Christoph Hein oder Hans Marquardt und Jürgen Teller. Nach politischen Angriffen verließ Hans Mayer die DDR 1963, worauf er im Osten nicht mehr verlegt werden konnte. Erst 1987 brachte der Reclam-Verlag Leipzig Mayers Goethe-Schrift aus dem Jahr 1973 heraus. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht Hans Mayers Rolle für Intellektuelle, Künstler und Autoren in Ostdeutschland und seine Verbindung zum Reclam-Verlag.

In Zusammenarbeit mit der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und dem Haus des Buches Leipzig. Kuratiert von Ingrid Sonntag.

PM 2014_11_28_Hans Mayer Leipzig.pdf pdf - Datei


Mittwoch, 3. Dezember 2014
Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34

„ER-FINDEN" MIT WALTER MAIR
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HFBK Dresden

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem 'finden' und 'erfinden' gegensätzliche Strategien oder unterschiedliche Aspekte kohärenten Handelns bezeichnet?
Am Beispiel der Polarität von 'finden' und 'erfinden', sollen im Rahmen der Vortragsreihe BauKunst die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, hinterfragt werden. An diesem Abend ist der Fotograf Walter Mair eingeladen, seine Position und Arbeitsweise in diesem Spannungsfeld zu beschreiben.

Konzept und Leitung: Prof. Olaf Lauströer, Prof. Ivan Reimann, Prof. Thomas Will, Prof. Andreas Wolf
In Zusammenarbeit mit der HfBK Dresden und der Fakultät für Architektur der TU Dresden.



Mittwoch, 10. Dezember 2014
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau

„ER-FINDEN" MIT JAN PIEPER
Einführung und Moderation: Prof. Thomas Will, TU Dresen

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem 'finden' und 'erfinden' gegensätzliche Strategien oder unterschiedliche Aspekte kohärenten Handelns bezeichnet?
Am Beispiel der Polarität von 'finden' und 'erfinden', sollen im Rahmen der Vortragsreihe BauKunst die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, hinterfragt werden. An diesem Abend ist der Architekturhistoriker Jan Pieper eingeladen, seine Position und Arbeitsweise in diesem Spannungsfeld zu beschreiben.