Eduard Goldstücker
Geboren am 30. Mai 1913 in Podbiel (Slowakei) - Studium der Germanistik in Prag - Mitglied der KPC - 1938 Flucht nach London - 1942 Graduierung in Oxford - anschließend bis 1945 im diplomatischen Dienst der Londoner Exilregierung tätig - 1948 (erster) tschechoslowakischer Botschafter in Israel - 1953 im Prager Slanský-Prozeß als "jüdisch-bourgeoiser Nationalist" zu lebenslanger Haft verurteilt - 1955 Freilassung - seit 1963 Ordinarius für deutsche Literatur an der Prager Karls-Universität - 1963 Initiator der internationalen Kafka-Konferenz - 1968 Präsident des tschechischen Schriftstellerverbandes, Parlamentsabgeordneter und Rektor der Karls-Universität in Prag - 1969- 91 nach Niederschlagung des ´"Prager Frühlings" zweites Exil in England - 1968 - 78 Professor an der University of Sussex - seit 1991 wieder in Prag lebend - Korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt - 1999 Lessing-Preis des Freistaates Sachsen - gestorben am 24. Oktober 2000 in Prag.
Publikationen
Eigene Schriften: "Egon Erwin Kisch, F. C. Weiskopf" Leben und Werk. Berlin 1963 - "Über die Prager Deutsche Literatur am Anfang des 20. Jahrhunderts." Dortmund 1965 - "Franz Kafka aus Prager Sicht." Berlin 1966 - "Weltfreunde. Konferenz über die Prager deutsche Literatur" (Liblice 1965). Berlin 1967 - "Franz Kafka." Nachwirkungen eines Dichters. 1984 - "Prozesse. Erfahrungen eines Mitteleuropäers." Autobiographie. Hamburg und München 1989 - "Zwanzig Jahre nach dem Prager Frühling. Protokoll eines Seminars." Wien 1989 - "Pandoras Wiederkunft? Linz 1993 (Festrede zur Eröffnung des internationalen Brucknerfestes 1993).
Andere Autoren: "Helsinki Belgrad. Gespräche mit Eduard Goldstücker." Berlin 1977 - "Festschrift Euard Goldstücker." 1999.
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