Jörg Herchet
Geboren am 20. September 1943 in Dresden - 1962-69 Studium der Komposition, Violoncello, Chorleitung und Musikwissenschaft an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin - 1969 Verweigerung des Staatsexamens und Ablehnung der Diplomarbeit - 1969-70 Arbeit als Hilfskraft im Buchhandel - 1970-74 Meisterschüler bei Paul Dessau an der Akademie der Künste der DDR - 1974-91 freischaffend in Dresden tätig - seit 1981 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Dresden - seit 1980 Gastdozenturen in Freiburg, Essen, Halle, Zürich, Darmstadt, Gera, Tokyo, México, New York - seit 1992 Professor für Komposition und Musiktheorie - 1993 Internationaler Bodensee-Kulturpreis für Musik - lebt in Weinböhla bei Dresden.
Kompositionen
Kammermusik: 1980 „Streichquartett", UA 1982 Berlin - 1986 „Streichquartett", UA 1990 Darmstadt - 1974 „Komposition für Flöte, Violoncello und Harfe", UA 1976 Dresden - 1978 „Komposition für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier", UA 1980 Berlin - 1990 „umschreibung eines tones für Flöte, Oboe, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabaß", UA 1990 Mannheim - 1991 „Komposition für Klavier", UA 1991 Aarau (Schweiz) -1974-85 „Orgelkomposition 1", Gesamtaufführung 1990 Essen, 1992 Dresden - 1988 „Komposition 2 für Orgel (I/II)", UA 1988 Stuttgart – „Kantate zur Verkündigung Mariens", UA 1996 Dresden – 1998 „Komposition 4 für Orgel", UA 1999 Dresden – 2001 „Komposition für 4 Klaviere", UA 2001 Heilbronn – 2002 „Pfingstkantate", UA 2002 Teplice (Tschechien) – 2003 „Das geistliche Jahr. Pfingstkantate.", UA Dresden – 2003/04 „Komposition 4 für Orchester" UA Donaueschingen - seit 1990 „Namen Gottes. Komposition 3 für Orgel" (I-XIIIL) - seit 1978 „Arbeit am Geistlichen Jahr", Kantatenzyklus.
Kompositionen für Orchester: 1976 „Flöte, Orchester", UA 1976 Dresden - 1977 Posaune, Bariton, Orchester, UA 1980 Donaueschingen - 1980 „Horn, Orchester", UA 1983 Dresden - 1982 „Komposition 1 für Orchester", UA 1983 Dresden - 1983 „Komposition 2 für Orchester", UA 1985 Donaueschingen - 1988 „Komposition 3 für Orchester", UA 1990 Donaueschingen - 1996-97 „Abraum" für Orchester, UA 1998 Stuttgart - 1997 „nicht haftend" für Orchester, UA 1999 Freiburg - 1987 „nachtwache. kompositionen für das musiktheater nach Nelly Sachs", UA 1993 Leipzig - 1996 „Abraum. Komposition für das Musiktheater nach Jörg Milbradt", UA 1997 Leipzig.
Publikationen
Eigene Schriften: „Chance und Aufgabe." In: Festschrift 75 Jahre Donaueschingen 1996 - „Zur Arbeit an Abraum." In: Jahrbuch 1997 der Hochschule für Musik Dresden 1997 - Beiträge in den Zs. „Anstöße, positionen, Sinn und Form, Theater der Zeit."
Andere Autoren: Kerstin Leiße: „Klangstrukturen an ausgewählten Kompositionen Jörg Herchets." Diplomarbeit. Universität Leipzig 1984 - Antje Kaiser: „Dokumente zur Oper. nachtwache. kompositionen für das musiktheater." AdK der DDR. Berlin 1987 - Ilse-Lore Krummel-Laartz: „Jörg Herchet: Komposition für Oboe, Englischhorn, Posaune, Schlagzeug, Klavier, Viola, Violoncello und Kontrabass (1984)." Saarbrücken 1995 - Lydia Weißgerber "Entfaltung aus seriellem Denken. Das Zahlenquadrat und die Form im II. Satz von Jörg Herchets Komposition 3 für Orchester 1999", Saarbrücken: 2001 - Christoph Sramek (Hg.): „’die töne haben mich geblendet’. Festschrift zum 60. Geburtstag des Dresdner Komponisten Jörg Herchet." Altenburg 2003 - Lydia Weißgerber: „Jörg Herchet ‘komposition III für orchester’ (1989)." Saarbrücken 2003.
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