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Jurko Prochasko


1970 in Ostgalizien (Ukraine) geboren, aufgewachsen in Iwano-Frankiwsk (Iwano-Frankowsk) - 1987-92 Studium der Germanistik in Lemberg (L’viv, Ukraine) - seit 1993 als Literaturwissenschaftler am Institut für Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften tätig mit Arbeiten u.a. zur Rezeption des Phänomens Galizien durch die polnische Literatur und Literaturwissenschaft - Mitarbeit an der Lemberger liberal-demokratischen Zeitschrift „Ji" für Kultur und Politik, die bis zur Selbständigkeit der Ukraine 1991 zunächst nicht offiziell erschien und sich seit 1991 für den grenzüberschreitenden Austausch der Autoren und Intellektuellen zwischen der Ukraine und Polen einsetzt, sich aber auch mit deutscher und jüdischer Thematik befaßt - seit 1997 Zusatzausbildung in Altaussee (Österreich) als Gruppenpsychoanalytiker - 1999 gründete Prochasko die Ukrainische Übersetzer-Assoziation - zahlreiche Stipendien und Forschungsaufenthalte führten ihn nach Österreich und Deutschland, u.a. Villa Waldberta in München, in der er Musils „Mann ohne Eigenschaften" übertrug - 2007 gehörte er zu den Kuratoren der Lemberg-Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin - 2008 Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung - lebt in Lemberg.

Übersetzungen

Übersetzer von Joseph Roth, Schleiermacher, Sigmund Freud, Martin Heidegger, Robert Musil, Gottfried Benn, Günter Eich und Ingo Schulze.
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