Lenka Reinerová
Geboren am 17. Mai 1916 als Tochter jüdischer Eltern in Prag · letzte lebende Vertreterin der deutschsprachigen Literatur in Prag · arbeitete für die nach Prag emigrierte Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (unter dem Namen Volks-Illustrierte, hg. von F.C. Weiskopf und Hermann Leupold) · 1939 Flucht nach Paris, dort verhaftet · nach Kriegsausbruch im Lager Rieucros interniert · 1941 Flucht über Marseille, Casablanca und Mexiko · dort Heirat mit dem Schriftsteller und Arzt Theodor Balk · 1945 Rückkehr nach Europa, lebte zunächst in Belgrad, Geburt der Tochter · 1948 Rückkehr nach Prag · 1952 Opfer der stalinistischen Säuberungen, 15 Monate in Untersuchungshaft, Parteiausschluß und Schreibverbot · 1964 Rehabilitierung · nach der Niederschlagung des Prager Frühlings Publikationsverbot, Parteiausschluß, Verlust der Arbeit in einem Verlag · Arbeit als Simultandolmetscherin · 1999 Schillerring der Deutschen Schillerstiftung von 1859 · 2001 Verdiensmedaille I. Ranges durch Präsident Václav Havel, Prag · 2003 Goethe-Medaille des Goethe-Instituts · initiierte das 2006 eröffnete Prager Literaturhaus deutschprachiger Autoren · am 27. Juni 2008 in Prag verstorben.
Publikationen
Eigene Schriften: Grenze geschlossen. Berlin 1958 · Ein für allemal. Berlin 1962 · Der Ausflug zum Schwanensee. Berlin 1983 · Es begann in der Melantrichgasse. Berlin 1985 · Die Premiere. Berlin, Weimar 1989 · Das Traumcafé einer Pragerin. Erzählungen. Berlin 1997 · Mandelduft. Erzählungen. Berlin 1998 · Zu Hause in Prag · manchmal auch anderswo. Berlin 2000 · Alle Farben der Sonne und der Nacht. Berlin 2003 · Närrisches Prag. Ein Bekenntnis. Berlin 2005
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