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Gottfried Semper Architekturpreis
der Sächsischen Akademie der Künste



English version


Mit dem Gottfried Semper Architekturpreis wird eine deutsche Architektenpersönlichkeit oder Architektengemeinschaft gewürdigt. Der nach Semper benannte Preis richtet das Interesse der Öffentlichkeit auf Projekte nachhaltigen Bauens im Sinne ressourcenschonender Umweltgestaltung.
Der Preis wurde alle zwei Jahre von der Sächsischen Akademie der Künste mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) und dem Energieunternehmen Vattenfall (Stifter) vergeben und war mit 25.000 Euro dotiert.

Der Preis wurde 2007 erstmals an den Kölner Architekten Erich Schneider-Wessling vergeben, einem Pionier des umweltbewussten Bauens. Im Jahr 2009 wurde der Preis dem Freiburger Architekten Günter Pfeifer verliehen, der in seiner Arbeit richtungsweisend durch eine erweiterte Kenntnis der Bauphysik und traditioneller Bauweisen den Prinzipien der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz folgt. Anschließend erhielt der Cottbuser Architekt Frank Zimmermann den Preis, der sich u.a. mit dem Rückbau eines 11-geschossigen Hochhauses in Plattenbauweise einen Namen gemacht hatte. Im Jahr 2013 hat das Kuratorium auf Bitten der Jury die Satzung des Preises dahingehend geöffnet, dass auch Architektengemeinschaften mit dem Gottfried Semper Architekturpreis ausgezeichnet werden können. So wurde beschlossen, den Gottfried Semper Architekturpreis 2013 an Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton gemeinsam zu verleihen, deren Projekte nachhaltigen Bauens im Sinne ressourcenschonender Umweltgestaltung auf ihre gemeinsame Arbeit zurückgehen. 2015 wurde die Landschaftsarchitektin Undine Giseke für ihre innovativen ökologischen Projekte mit dem Preis ausgezeichnet.

Preisträger

2007 Erich Schneider-Wessling

2009 Günter Pfeifer

2011 Frank Zimmermann

2013 Sauerbruch Hutton

2015 Undine Giseke



Zum Namen Gottfried Semper Architekturpreis

Gottfried Semper (1803-1879), einer der bedeutendsten Architekten Europas, bahnte den Weg aus dem Historismus des 19. Jahrhunderts in die Moderne. Als genialer Entwerfer von Theatergebäuden und monumentalen Museen, als ein in allen Baugattungen erfahrener Baumeister und als umfassend gebildeter Theoretiker hat er die Architekturgeschichte geprägt. Durch sein Wirken in Dresden, Mainz, London, Wien, Zürich und vielen anderen Städten hat er ein Werk hinterlassen, das Generationen junger Architekten nachhaltig beeinflusst hat.
Basis des Lebenswerks von Gottfried Semper ist seine Tätigkeit in Dresden ab 1834. Zu dessen bedeutendsten Bauten dort gehört die Oper sowie die Synagoge, deren Grundriss mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Zerstörung 1938 heute in den Neubau am alten Standort eingeschrieben und somit der Erinnerung erhalten ist. 1841 unternahm Semper auf Einladung des Fürsten Pückler, der ihn als ständigen Berater für seine Bauvorhaben gewinnen wollte, eine Reise nach Muskau, wo er ihm bei seinen Plänen zur Seite stand. Trotz seines Engagements in Dresden war er auch in Orten der Lausitz tätig. In Kamenz inspizierte er 1844 die Bauarbeiten zur Wiederherstellung der durch Brand zerstörten Kirche St. Anna und fertigte Skizzen sowie Bemerkungen zum Umbau an; für die Garnisonsstadt Bautzen entwarf 1842 eine stattliche Kaserne, deren Gestalt sich eindrucksvoll auf den städtebaulichen Kontext bezog: Es war der umfangreichste Bauauftrag, der Semper aus seiner Tätigkeit im Sächsischen Altertumsverein erwuchs; seit dem Ende des Ersten Weltkriegs dient das Gebäude bis heute den Einrichtungen der Stadtverwaltung.



 
2007 Erich Schneider-Wessling
 
2009 Günter Pfeifer
 
2011 Frank Zimmermann
 
2013 Sauerbruch Hutton
 
2015 Undine Giseke