Programm
Die Veranstaltungen finden, wenn nicht anders angegeben, im Festsaal des Blockhauses, dem Sitz der Akademie, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden, statt. Wenn nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen und Kolloquien öffentlich; der Eintritt ist frei.
Sonntag, 12. September 2010, 20 Uhr
Am Neptunbrunnen auf dem Gelände des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt, Friedrichstraße 41, Zugang über Wachsbleichstraße
Wasserwesen
Der Brunnen klingt – szenische Musikperformance zur Rettung des NeptunbrunnensVor der einzigartigen barocken Kulisse des Neptunbrunnens mit dem ins Gelände brausenden Muschelwagen entfaltet sich eine szenische Bild-Klang-Performance, in der die restaurierten Figuren des Brunnens wieder zum Leben erwachen. Der Neptunbrunnen wird dabei Projektionsfläche, Szenenbild, Bühne und Installation. Die Künstler um Annette Jahns setzen sich mit dieser Performance dafür ein, dass der Brunnen und die Notwendigkeit seiner kompletten Sanierung - für die noch rund 650.000 Euro fehlen - im Blick der Öffentlichkeit bleiben.
Der von Hofbildhauer Lorenzo Mattielli 1745/46 fertig gestellte Neptunbrunnen entstammt jener künstlerischen Blütezeit, der Dresden seine barocken Kirchenbauten verdankt. Die vierzig Meter breite, zwischen zwei Flussgöttern zu der Gestalt des Meergottes aufstrebende Anlage wurde für den Sommersitz des Grafen Brühl geschaffen, dem heutigen Gelände des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt. Mattiellis Werk ist eine der bedeutendsten Brunnenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa. Sie steht dem berühmten römischen Wandbrunnen Fontana di Trevi im künstlerischen Anspruch nicht nach.
Idee und Regie:
Annette JahnsKompositionen/Improvisationen: Agnes Ponizil und Jan F. Kurth (Duo Vokal Experimental)
Projektionen/Film: David Campesino
Kostüme: Silke Abendschein
Maske:Simone Kroggel
Technik: Torsten Grosche, Robert Rieß, Alexander Runge, Pierre Schulze
Mitwirkende:
Ein Wissenschaftler: Jan F. Kurth
Ein Wasserwesen: Agnes Ponizil
Weitere Wasserwesen und Wissenschaftler: Freier Chor Dresden unter Leitung von Reinhard Gröschel
Veranstaltung des Vereins der Freunde des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt e. V. In Kooperation mit der Klasse Darstellende Kunst und Film der Sächsischen Akademie der Künste. Unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden und dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau.
Weitere Informationen unter
http://www.neptunbrunnen.desaxe.eu/Neptunbrunnen.htmlDonnerstag, 30. September 2010, 20 Uhr
Kulturrathaus Dresden, Königstr. 15
Oktoberfilm. Dresden 1989Filmpräsentation und Diskussion
Begrüßung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Filmpräsentation (30 Minuten)
Anschließend im Gespräch:
Ralf Kukula, Filmproduzent Dresden
Durs Grünbein, Schriftsteller Berlin
Klaus Dieter Kirst, Regisseur Dresden
Moderation:
Friedrich Wilhelm Junge, Schauspieler Dresden
Gezeigt wird der „Oktoberfilm“, eine experimentelle Foto- und Klangcollage zu den Herbstereignissen 1989 in Dresden. Der Dokumentarfilm, der ausschließlich Fotos aus dem Herbst ’89 zeigt, die mit originalen Tonaufnahmen unterlegt sind, entstand nach einer Idee von Friedrich-Wilhelm Junge und Klaus Dieter Kirst, Regie führte Ralf Kukula, den Text verfasste Durs Grünbein. Konzipiert ist dieser Film als eine emotionale „Erinnerungsmaschine“ für jene, die die Ereignisse in Dresden vor 20 Jahren miterlebt und mitgestaltet haben. Für jene, die diese Zeit nicht aus eigenem Erleben kennen, erscheinen die Zusammenhänge in neuem Licht. Der Film war erstmals öffentlich am 8. Oktober 2009 im Rahmen der Festveranstaltung zum 20. Jubiläum der Friedlichen Revolution auf der Prager Straße zu sehen und wurde im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden produziert.
Im Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden
Donnerstag, 14. Oktober 2010, 20 Uhr
Zwischenräume in der perforierten StadtDr. Carlo W. Becker, Büro BGMR BerlinZweite Veranstaltung einer Reihe zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur"
Eröffnung:
Prof.
Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der
Sächsischen Landesstiftung Natur und UmweltDr.-Ing. Barbara Engel, Architektin, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden (angefragt)
Einführung:
Prof.
Thomas Sieverts, Bonn
Vortrag: Dr. Carlo Becker,
BGMR BerlinDr. Ing. Carlo W. Becker: Studium der Landschaftsplanung an der TU Berlin, 1985-90 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, Promotion zum Thema "Die Eigenart der Kulturlandschaft", seit 1993 Mitglied im Beirat für Naturschutz und Landschaftspflege des Landes Berlin
Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den neuen Aufgaben der Garten- und Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren. In der ersten Veranstaltung der Reihe setzt sich der Landschaftsarchitekt Mark Krieger mit Fragen zum Umgang mit Stadtbrachen, Zwischenräumen, mit dem Verhältnis von Garten, Landschaft und temporärer Stadt- und Raumplanung auseinander und wird dabei einzelne Brennpunkte der Stadt Dresden einbeziehen.
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Thomas Sieverts
Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19 Uhr,
geh8 Kunstraum und Ateliers,
Gehestraße 8, 01127 Dresden
Eröffnung der Ausstellung
"Wiederkehr der Landschaft"Eröffnung durch
Prof.
Donata Valentien, Direktorin der Sektion Baukunst der Akademie der Künste Berlin
Prof.
Cornelia Müller, Sächsische Akademie der Künste
Prof.
Christoph Schonhoff oder Prof. Kokenge (angefr.), Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden
Die Stadt des 20. Jahrhunderts wurde gegen die Landschaft gebaut. Die ökologischen Folgen heißen Klimawandel, Wasserknappheit und Artenschwund.
Die Stadt des 21. Jahrhunderts ist aus der Landschaft zu entwickeln. Die Ausstellung versucht, diese Bedrohung als Chance zu interpretieren und nach Wegen zu suchen zu einer neuen Koexistenz von Stadt und Landschaft. Nötig sind kreative und nachhaltige Lösungen - und eine neue emotionale Annäherung.
"
Wiederkehr der Landschaft" stellt ein städtebauliches, ökologisches und kulturelles Thema in den Mittelpunkt, das angesichts des Klimawandels von aktueller Brisanz ist. Eine Ausstellung der Akademie der Künste Berlin.
In Zusammenarbeit mit der Sektion
Baukunst der Akademie der Künste Berlin und dem
Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden.
Dienstag, 26. Oktober 2010, 20 Uhr
Binationales Gesprächskonzert
Adriana Hölszky und Georg KatzerModeration: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik und Leiter des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Dresden
In Zusammenarbeit mit dem
Klangnetz Dresden des
Netzwerkes Neue MusikDonnerstag, 18. November 2010, 20 Uhr
Entdecken und Erschließen geheimer Orte – Urbanität in der Spannweite öffentlicher und privater Räume
Till Rehwaldt, Rehwaldt Landschaftsarchitekten Dresden Dritte Veranstaltung einer Reihe zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur"
Eröffnung:
Prof.
Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der
Sächsischen Landesstiftung Natur und UmweltDr.-Ing. Barbara Engel, Architektin, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden (angefragt)
Einführung:
Prof.
Wolfgang Kil, Berlin
Vortrag:
Till RehwaldtDie Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den neuen Aufgaben der Garten- und Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren. In der ersten Veranstaltung der Reihe setzt sich der Landschaftsarchitekt Mark Krieger mit Fragen zum Umgang mit Stadtbrachen, Zwischenräumen, mit dem Verhältnis von Garten, Landschaft und temporärer Stadt- und Raumplanung auseinander und wird dabei einzelne Brennpunkte der Stadt Dresden einbeziehen.
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Thomas Sieverts
Freitag, 3. Dezember 2010, 20 Uhr
Gesprächskonzert
Helmut Lachenmann Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik und Leiter des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Dresden
In Zusammenarbeit mit dem
Klangnetz Dresden des
Netzwerkes Neue Musik