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SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Palaisplatz 3 / Ecke Königsstraße, 01097 Dresden

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Wenn nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen öffentlich; der Eintritt ist frei.

Bilder und weiterführende Informationen finden Sie auch auf Facebook.

Aufnahmen von Veranstaltungen und deren Gästen können auf Facebook und anderen Medien veröffentlicht werden. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dieser Veröffentlichung einverstanden.


JAHRESTHEMA 2017

BRÜCHE. GEGENBILDER. UTOPIEN
Unter dem Thema „Brüche. Gegenbilder. Utopien“ stellt die Akademie die Herausforderungen der aktuellen Entwicklungen ins Zentrum ihres Jahresprogrammes 2017. Den uns heute bedrängenden Fragen soll sowohl in ihrer existenziellen Bedeutung für künstlerisches Wirken als auch in Bezug auf die gesellschaftlichen Prozesse in Gegenwart und Geschichte nachgegangen werden.

SAK Programm Januar bis Maerz 2017.pdf pdf - Datei


FEBRUAR 2017

AN DEN GRENZEN DES MÖGLICHEN
RECLAM LEIPZIG 1945-1991

Donnerstag, 23. Februar 2017, 19 Uhr
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6, 14109 Leipzig

Begrüßung:
Jürgen Reiche
Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig
Franz Martin Olbrisch
Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lutz Rathenow
Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Buchvorstellung und Diskussion:
Wolfgang Emmerich
Literaturwissenschaftler
Stefan Richter
ehem. Reclam-Lektor und Verlagsleiter
Wolfgang Thierse
Germanist, Kulturwissenschaftler und Politiker
Ingrid Sonntag
Herausgeberin
Moderation:
Christoph Links
Verleger Berlin

Der Sammelband zur Geschichte des Leipziger Reclam-Verlages von 1945 bis 1991 zeigt die Bedeutung des Reclam Verlages bei der Herausbildung einer kritischen Öffentlichkeit der DDR. Mit Beiträgen von Wissenschaftlern, Verlagsmitarbeitern, Autoren und Übersetzern gibt der Band einen spannungsvollen und detailreichen Einblick in die deutsch-deutsche Kulturgeschichte von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zu den frühen neunziger Jahren. (Ingrid Sonntag Hg.: An den Grenzen des Möglichen. Reclam Leipzig 1945-1991. Ch. Links Verlag Berlin 2016. ISBN 978-3-86153-931-5.)

Eine Veranstaltung des Ch. Links Verlages und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.


MÄRZ

JETZT! ZUR ZEIT
MIT DURS GRÜNBEIN UND CAROLIN EMCKE

Montag, 6. März 2017, 18.30 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Flyer 6.3.2017.pdf pdf - Datei
Im Gespräch:
Durs Grünbein
Dichter, Berlin
Carolin Emcke
Publizistin, Berlin
Michael Bittner
Autor, Berlin

Die Diskussionsreihe "Jetzt! Zur Zeit" setzt sich mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen nicht nur in Sachsen auseinander. Der Fokus der Auseinandersetzung mit den formenden wie zerstörerischen Kräften, die das gesellschaftliche Zusammenleben weitertreiben, ist auf die aktuell beunruhigenden gesellschaftlichen Mechanismen und Ideologien und die Rolle des Schriftstellers gerichtet.

Durs Grünbein, 1962 in Dresden geboren, Dichter, Übersetzer, Essayist, Studium der Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin, nach 1989 ausgedehnte Reisen in Europa, Südostasien und den Vereinigten Staaten. Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Peter-Huchel-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt und den Berliner Literaturpreis verbunden mit der Heiner-Müller-Professur 2006. Letzte Veröffentlichungen (Auswahl): "Die Jahre im Zoo" (2015), ein Erinnerungsbogen seiner Kindheit in Hellerau aus Prosa, Poemen und Photographien, und den Gedichtzyklus „Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond“.

Carolin Emcke, 1967 in Mülheim an der Ruhr geboren, Publizistin, Studium der Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt/M. und Harvard, Promotion in Philosophie über den Begriff „Kollektiver Identitäten“, 1998–2006 Redakteurin beim „Spiegel“ und Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten (u.a. in Afghanistan, Pakistan, Kosovo, Irak, Kolumbien, Libanon), 2007–2014 Autorin und internationale Reporterin für DIE ZEIT (u.a. in Israel, Westbank, Pakistan, Ägypten, Irak, USA), seit 2005 Kuratorin und Moderatorin der monatlichen Diskussionsveranstaltung „Streitraum“ an der Schaubühne Berlin, zahlreiche Preise, zuletzt Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2015 und Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016. Zuletzt veröffentlichte sie den Essay "Gegen den Hass" (2016).


KONSTELLATIONEN
GESPRÄCHSKONZERT MIT LUCAS FELS

Dienstag, 7. März 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Franz Martin Olbrisch
Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Konzert:
Lucas Fels
Cellist, Freiburg

Im Gespräch:
Lucas Fels
Mark Andre
Komponist, Dresden
Yuval Shake
Musikwissenschaftler und Komponist, Haifa

Moderation:
Jörn Peter Hiekel
Institut für Neue Musik, Hochschule für Musik Dresden

Das Gesprächskonzert mit Lucas Fels in der Sächsischen Akademie der Künste präsentiert einen der international renommiertesten Cellisten auf das Podium. Fels spricht über radikale Positionen in der Neuen Musik, über das Verstehen von Stücken und seine enge Zusammenarbeit mit Komponisten der Gegenwart. Dazu bringt er Werke u.a. von Mark Andre und Yuval Shaked zu Gehör.

Lucas Fels, geboren in Lörrach, studierte in Freiburg bei Anner Bijlsma, in Fiesole bei Amadeo Baldovino sowie in Amsterdam. 1985 gründete er das ensemble recherche, dessen Mitglied und Mitorganisator er bis 2005 war. Seit 2006 ist Lucas Fels Cellist des Arditti String Quartet in London und hat seit 2013 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. eine Professur für Interpretatorische Praxis und Vermittlung Neuer Musik inne. Als Solist spielte er zahlreiche Uraufführungen, z. B. das Cellokonzert »Styx« und »Lethe« von Wolfgang Rihm. In den letzten Jahren arbeitete er u. a. mit dem BBC Symphony Orchestra, den Sinfonieorchestern des WDR und SWR, den Bamberger Symphonikern und dem Tokyo Symphony Orchestra zusammen.

In Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden


APRIL

JETZT! ZUR ZEIT
MIT MITGLIEDERN DER KLASSE LITERATUR UND SPRACHPFLEGE

Mittwoch, 19. April 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Im Gespräch:
Angela Krauß
Dichterin, Leipzig
Kerstin Hensel
Schriftstellerin, Berlin
Jörg Bernig
Schriftsteller, Radebeul
György Dalos
Schriftsteller und Publizist, Berlin
Thomas Rosenlöcher
Dichter, Beerwalde

Moderation:
Michael Hametner
Literaturredakteur MDR Kultur

Die Künste sprechen ihre eigene Sprache - doch wie können Dichter und Schriftsteller den gesellschaftlichen Erosionsprozessen entgegentreten? Die Mitglieder der Klasse Literatur und Sprachpflege Angela Krauß, Kerstin Hensel, Jörg Bernig, György Dalos und Thomas Rosenlöcher stellen sich angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen der Frage nach der Rolle und Verantwortung des Schriftstellers. Welchen Einfluss haben die gesellschaftlichen Veränderungen auf das Schreiben? Was heißt es für einen Schriftsteller, sich einzumischen? Lässt sich das literarische Werk eines Autors von seiner politischer Haltung trennen bzw. unabhängig voneinander betrachten? Wann ist ein literarischer Text politisch?


MAI

AKADEMIESALON
LUTHER IM SPIEGEL

Montag, 8. Mai 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Luther im Spiegel Vorwort.pdf pdf - Datei
Buchvorstellung und Gespräch:
Friedrich Dieckmann
Publizist
Christian Lehnert
Dichter und Theologe

Die Entdeckungen, die 2016 unter dem Titel "Luther im Spiegel. Von Lessing bis Thomas Mann" erschienen sind, werden an diesem Abend in der Akademie von Friedrich Dieckmann und Christian Lehnert im Gespräch vorgestellt.

Friedrich Dieckmann: Luther im Spiegel. Von Lessing bis Thomas Mann. Quintus Verlag Berlin 2016. ISBN: 9783945256763.

Friedrich Dieckmann, geboren 1937 in Landsberg/Warte, Schriftsteller und Publizist. Er hat u.a. über Friedrich Schiller, Franz Schubert, Richard Wagner, Bertolt Brecht und Karl von Appen geschrieben, Essays zur deutschen Oper sowie mehrere Essaybände über den Prozeß der deutschen Vereinigung veröffentlicht. Friedrich Dieckmann ist u.a. Träger des Heinrich-Mann-Preises und des Johann-Heinrich-Merck-Preises. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Von 1994 bis 2000 war Friedrich Dieckmann Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz e.V. und von 2002 bis 2012 Mitglied des Sächsischen Kultursenats.

Christian Lehnert, geboren 1969 in Dresden, Dichter und Theologe, leitet derzeit das Liturgiewissenschaftliche Institut an der Universität Leipzig. Seine bislang sieben Gedichtbücher und ein Essay über Paulus erschienen im Suhrkamp Verlag. 2012 erhielt Lehnert den Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk, 2016 den Eichendorff-Literaturpreis.


INTERDISZIPLINÄRES IMPULS-KOLLOQIUM
BAUHAUS IN SACHSEN

Montag, 15. Mai 2017, 11.30 Uhr‒21.30 Uhr
Pfeilerhalle im Grassi Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig

Das eintägige Impuls-Kolloquium 2017 interveniert in den Vorbereitungsprozess der Projekte, mit denen sich Sachsen am 100. Geburtstag des Bauhauses 2019 beteiligt: Das Kolloquium kündigt dieses Ereignis auch in Sachsen an und kann wichtige Impulse geben.

Zwei Orte kennzeichnen das Interesse des Bauhauses in Sachsen: Die Fabrik und die industrielle Fertigung sowie das Ausstellen in Galerien und Museen. Spezifisch für Sachsen war die Anwendung künstlerischer Praxis in die industrielle Fertigung von Produkten (Leuchten, Glas, Möbel etc.). Was passiert im Übergang vom handwerklichen Prototyp aus dem Bauhaus zum Serienprodukt der Industrie? Wie verändern sich die Gestaltungsprozesse? Welchen Einfluss hat Gestaltung auf die Fertigungsprozesse? In den Fabriken traf das Bauhaus auf das Interesse sächsischer Industrien an der modernen Gestaltung ihrer Produkte ‒ heute stehen diese Produkte auch in sächsischen Museen.

In Thesen und Podiumsgesprächen wird diese Musealisierung experimenteller Künste im Ausstellungsraum reflektiert: Wie reagiert die Gegenwart auf das materielle Kulturerbe Bauhaus? Welche Bedeutung hat die Geschichtsschreibung von Moderne und Bauhaus für die Museumssammlungen? Wie werden Innovationen in Ausstellungsgestaltungen umgesetzt?

Abschließend geht es um die Gestaltung der Gegenwart: Wo ist "Bauhaus", also experimentelle transdisziplinäre Gestaltung heute? Sind aktuelle Experimentierräume in kleinen, selbständig und informell agierenden künstlerischen Gruppen im Umkreis von Kulturinstitutionen zu suchen? Das Podium reflektiert das Bauhaus im Archiv der Gegenwart: Welche Bedeutung hat die experimentelle Tradition des Bauhauses für die Gestaltung von heute? Mit "Bauhaus in Aktion" soll am Abend eine Mediencollage von Lutz Dammbeck gezeigt werden, die er Mitte der achtziger Jahre als intermediales Experiment im Bauhaus Dessau installiert hatte.

Themenübersicht:
- Bauhaus und Industriekultur ‒ Reflexion des spezifischen Beitrags von Bauhaus in Sachsen
- Bauhaus im Museum heute ‒ Reflexion von Kunst, Geschichte und Musealisierung
- Bauhaus als Tradition heute ‒ Reflexion aktueller experimenteller Gestaltungsansätze

Ein Kooperationsprojekt der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Grassi Museum Leipzig


SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Tel.: 0351-810763-00, Fax: 0351-810763-09
E-Mail: info@sadk.de
Facebook: www.facebook.com/SaechsischeAkademiederKuenste