Zum Hauptinhalt springen

Letzte Veranstaltungen

Holger Jacob Friesen, Foto Oliver Killig

Akademiesalon mit Holger Jacob-Friesen

| Gespräch
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 01097 Dresden

Seit März 2024 ist Holger Jacob-Friesen Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Worin liegen für ihn derzeit die größten Herausforderungen, die mit der Entwicklung der Museumslandschaft in Deutschland und insbesondere der Dresdner Gemäldegalerie verbunden sind? Gibt es Themen, Epochen und Werke, die aus seiner Sicht besondere Relevanz für unsere heutige Zeit haben? Wolfgang Holler sprach mit dem 1967 in Köln geborenen Kunsthistoriker, der von 2011 bis 2024 Sammlungsleiter der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe war.

Museen genießen in der Öffentlichkeit in besonderem Maße Vertrauen. Zugleich stehen sie unter dem Druck, dieses Vertrauen in Zeiten schnellen kulturellen und gesellschaftlichen Wandels zu rechtfertigen. Es stellen sich neue Herausforderungen: von der Partizipation des Publikums, Fragen nach dem kolonialen Erbe und der Restitution verfolgungsbedingten Eigentums, der Gendergerechtigkeit, Fragen der Digitalisierung bis hin zu Fragen nach der Sicherheit der Werke. Und bei alledem sollen sie fachlich anspruchsvoll arbeiten und zugkräftige Ausstellungen mit großer Besucherzahl entwickeln. Wie stellt sich der neue Direktor den Erwartungen, sein weltberühmtes Museum in die Zukunft zu führen?

Im Gespräch:

Prof. Dr. Holger Jacob-Friesen, Kunsthistoriker, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Kunsthistoriker und Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Holger Jacob-Friesen wurde 1967 in Köln geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Historische Hilfswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen, der Universität Basel und der Freien Universität Berlin. 1999 promovierte er an der Universität Basel mit der Arbeit »Profile der Aufklärung«, in der er die intellektuellen Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland gegen Ende des 18. Jahrhunderts in den Blick nahm. Ebenfalls seit 1999 war er in verschiedenen Funktionen an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe tätig. 2008 wurde er zum Leiter des Referats »Gemäldegalerie Alte Meister« ernannt. Er hat an verschiedenen Hochschulen gelehrt und zahlreiche Ausstellungen konzipiert, zuletzt die erfolgreiche Große Landesausstellung »Hans Baldung Grien. Heilig | unheilig«. Seit 2011 war er Leiter der Abteilung Sammlung und Wissenschaft an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (dazu gehören: Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett, Gemälde- und Papierrestaurierung, Bibliothek, Kunstvermittlung). 2021 erfolgte die Ernennung zum Honorarprofessor für Kunstgeschichte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).