Artist in Residence Programm
Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat sich die Sächsische Akademie der Künste mit einem Spendenaufruf an ihre Mitglieder gewandt, um damit ukrainischen Künstlerinnen mit einem Stipendium und einer Unterkunft, aber auch mit Arbeitskontakten zu helfen. In Zusammenarbeit mit der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna als Trägerin der Richard-Wagner-Stätten Graupa hat die Akademie zwei Stipendiatinnen, die ukrainische Dirigentin Nataliia Stets und die Regisseurin Maryna Ryzhova jeweils für sechs Monate im Zeitraum von Oktober 2022 bis Oktober 2023 einladen können.


Die Stipendiatin Nataliia Stets


Natalia Stets: I think the future is for us
In dem siebenminütigen Porträtfilm spricht die ukrainische Dirigentin Nataliia Stets über ihre Zeit als Stipendiatin des Artist-in-Residence Programms 2022/23 von Sächsischer Akademie der Künste und Richard-Wagner-Stätten Graupa, ihren Anfängen als Dirigentin und ihren Vorstellungen von der Zukunft.
Gesprächskonzert Mozart aus Lemberg
Abschlussprojekt von Nataliia Stets war ein Gesprächskonzert unter dem Titel »Mozart aus Lemberg«, das am 5. März 2023 unter Leitung der Stipendiatin im Jagdschloss Graupa stattfand. Im Zentrum stand der Komponist Franz Xaver Mozart (1791–1844), Sohn von Wolfgang Amadeus, der über drei Jahrzehnte das Musikleben der Stadt Lemberg prägte. Aufschluss über die engen mitteleuropäischen Verflechtungen der ukrainischen Musikkultur aus dieser Zeit gab die Dirigentin Oksana Lyniv, die 2017 das Festival LvivMozArt gegründet hat.
Programmheft (PDF zum Download)
Die Stipendiatin Maryna Ryzhova

Maryna Ryzhova: Razom means together
Die ukrainische Regisseurin Maryna Ryzhova war von April bis Oktober 2023 Gast der Richard-Wagner-Stätten im Lohengrin-Haus in Graupa. Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste standen im Austausch mit der Stipendiatin und halfen bei der Schaffung von Kontakten in die Sächsische Musik- und Theaterszene und bei Projektvorhaben. Maryna Ryzhova möchte für ihr Promotionsvorhaben den historischen Kontext erforschen, der mit der Reform des Regietheaters in Europa verbunden ist, um zusammen mit den ukrainischen Kollegen künftig eine eigene progressive Opernkunst in der Ukraine zu schaffen.
