Letzte Veranstaltungen
Kino kontrovers 3: Ulrich Seidl: »Paradies Liebe«
Mit dem Film »Paradies Liebe« von Ulrich Seidl wird die Reihe Kino kontrovers fortgesetzt, kuratiert von Harriet Maria und Peter Meining/MauserFilmProduktion, gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Zugleich wird eine Werkschau des Filmemachers im Programmkino Ost eröffnet. Aus diesem Anlass spricht Ulrich Seidl mit Tobias Hülswitt über sein Werk, die Freiheit der Kunst, die Grenzen des Zumutbaren und den Begriff der Wahrheit.
Der Fall Erich Ponto - zwischen Anpassung und Mittäterschaft in der Diktatur
Der Schauspieler und Intendant Erich Ponto (1884‒1957) wirkte 30 Jahre in Dresden, sein Name ist mit zahlreichen Ehrungen in dieser Stadt verbunden, obwohl seine Mitwirkung in Propagandafilmen der NS-Zeit bekannt war. Seine Rolle in Theater und Film während des Nationalsozialismus ist Gegenstand einer Archivforschung des Staatsschauspiels Dresden in Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden, der Sächsischen Akademie der Künste, dem Förderverein des Staatsschauspiels Dresden e.V. und dem Dresdner Geschichtsverein. In öffentlichen Vorträgen und Podien mit namhaften Wissenschaftlern und Historikern werden Ergebnisse vorgestellt, historisch eingeordnet und kontextualisiert.
Freiheit – Liberté – Wolność – Volya (воля)
Die Freiheit Europas und seiner Bürger ist bedroht. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen deutlicher denn je, was manche schon vor Jahren prognostiziert haben: Nur ein geeintes Europa kann resilient sein gegen globale Bedrohungen. Mehr denn je wird deutlich, dass Freiheit gegebenenfalls auch militärisch verteidigt werden muss. Wie reagieren Autorinnen und Autoren aus den Ländern des Weimarer Dreiecks und der Ukraine auf diese Entwicklung? Gespräch mit Jakub Ekier (Polen), Natalka Sniadanko (Ukraine), Marcel Beyer (Deutschland) und weiteren Gästen.
»wer keinen grund sieht muss im nirgends ankern« Dokumente und Dichtung aus der Lausitz anlässlich des bundesweiten Tags der Archive zum Thema »Alte Heimat – neue Heimat«
Zum 13. bundesweiten Tag der Archive unter dem Titel »Alte Heimat – neue Heimat« widmete sich das Archiv der Sächsischen Akademie der Künste der Lausitz als einem Raum tiefgreifender physischer, sprachlicher und kultureller Umbrüche. Dr. Johanna Aberle und Anne Koban sprachen mit der deutsch-sorbischen Dichterin Róža Domašcyna über verschwundene Dörfer, Überlieferungsspuren und Literatur als Erinnerungsort. Präsentiert wurden Fotos und Erinnerungen an das 1976 abgebaggerte Dorf Tzschelln und seine Bewohner. Teilnahme nach Anmeldung.
Die Freiheit des Wortes – wie weit darf sie gehen? Wie können wir sie verteidigen?
Öffentliches Podiumsgespräch am 14. Januar 2026 mit Matthias Politycki, Präsident des PEN Deutschland, Friedrich Dieckmann, PEN-Gruppe Leipzig und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Wolfgang Holler, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, Moderation: Karin Großmann, Autorin Sächsische Zeitung. Veranstaltung in Kooperation mit der Gruppe Leipzig im PEN Deutschland
Hearing zur Entwicklung der Literaturlandschaft in Sachsen
In der Sächsischen Akademie der Künste versammelten sich Vertreter kultureller Institutionen, des Literaturbetriebs und der Politik, um sich mit der prekären Situation vieler, insbesondere der Literatur gewidmeter Orte auseinanderzusetzen. In den Beiträgen wird eindringlich auf die zentrale Bedeutung von Kunst und Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Demokratie und die Zukunftsfähigkeit Sachsens hingewiesen. Es moderierte Benedikt Dyrlich, 1. Sprecher der Gruppe Leipzig und Präsidiumsmitglied im PEN Deutschland.
Neue Lyrik mit Anna Zepnick und Marit Heuß
Marit Heuß und Anna Zepnick haben ihr Debüt in der Reihe Neue Lyrik veröffentlicht, herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Im Gespräch mit Marcel Beyer stellen sie eine Auswahl von Gedichten aus den neuen Bänden vor und sprechen über Beweggründe, Formen und Motive ihrer literarischen Arbeit.
Chamisso-Poetikdozentur II mit Dana von Suffrin: Entschuldigung, dass ich Sie zum Lachen gebracht habe
"Gibt es einen jüdischen Blick auf die Welt, gibt es jüdische Autoren, die unjüdische Literatur schreiben und nichtjüdische Autoren, die jüdische Literatur schreiben? Was will das Publikum eigentlich von uns? In der zweiten Poetikvorlesung betrachten wir vor allem Klischees und Erwartungen, die in der Rezeption jüdischer Literatur an uns getragen werden, etwa Humor, Sex, Antisemitismus, Holocaust, Traumata." (Dana von Suffrin)
Chamisso-Poetikdozentur I mit Dana von Suffrin: Streiten, bis das Essen kommt - Die Erfindung der Familie
Dana von Suffrin wurde 1985 in München in einer jüdisch-deutschen Familie geboren und lebt heute als freie Autorin in München. Ihre Texte stehen mit ihrem Humor in der Tradition eines internationalen jüdischen Erzählens, das die Schrecken der Geschichte niemals vergisst. 2025 erhielt sie den Chamisso-Preis, der vom Verein Bildung und Gesellschaft e.V. und der Sächsischen Akademie der Künste gemeinsam verliehen wird. Mit dem Preis verbunden sind zwei Poetikvorlesungen, die die Schriftstellerin in der Sächsischen Akademie der Künste halten wird.
Ethik der Solidarität. Ein Impuls für Konfliktlösungen in Europa
Ein Werkstatttag
Der polnische Priester und Philosoph Józef Tischner veröffentlichte 1982 sein wirkmächtiges Buch »Ethik der Solidarität«. Tischner entwickelte darin das dialogische Prinzip solidarischen Handelns. Tischners Ethik, ein epochales Werk, hatte Einfluss auf die Entstehung der Gewerkschaft Solidarność und das neue Europa. In seinem Werk wird die Arbeit des Menschen als grundsätzlich dialogisch beschrieben. Solidarität begründet den Weg zur Freiheit des Menschen.










