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Ausstellung zum Semperpreis 2024: »Roger Boltshauser – Resistance«
Der Schweizer Architekt Roger Boltshauser beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit nachhaltigen Baumaterialien und innovativen Energiekonzepten. Bekannt ist er unter anderem für die Verwendung des Materials Lehm geworden, das er auch in komplexen Bauten einsetzt und mit anderen Materialien kombiniert. Roger Boltshauser wurde mit dem Semperpreis 2024 der Sächsischen Akademie der Künste ausgezeichnet. Die Ausstellung gewährte einen Einblick in das vielschichtige und facettenreiche Schaffen des Preisträgers.
Pressemappe (PDF)
Boltshauser gehört zu jenen Gegenwartsarchitekten, »die auf der Suche nach Verbindlichkeit erneut die Tektonik zum Thema machen und sich damit sowohl gegen die Abstraktheit von Moderne und Neo-Moderne wenden, wie auch gegen die Beliebigkeit von freien Formen.« Dabei ist Boltshausers Architektur »integrativ und offen für Komplexität, gerade auch für jene des Bauens selbst. Die Themen Nachhaltigkeit beanspruchen ebenso ihre Geltung wie kompositorische und raumgestalterische Aspekte.« (aus Martin Tschanz (Hg.), Roger Boltshauser 1996‒2021. Triest Verlag Zürich 2021)
Die Ausstellung machte mittels zahlreicher Skizzen und Zeichnungen, einer umfangreichen Materialsammlung in Bildern und Modellen die kreativen Auslöser und Wege der Ideenfindung sichtbar. In Beziehung dazu wurden großformatige atmosphärische Schwarzweiß-Fotografien verschiedener Fotografen gesetzt, welche die Bauten Boltshausers und ihre Materialität auf ihre eigene Art reflektieren. Für den vertiefenden Einblick konnten in acht ausführlichen Projektdarstellungen Pläne, Bilder, detailreiche Grundrisse, Querschnitte und Texte eingesehen werden.
Präsentiert wurden sowohl abgeschlossene Projekte wie das Haus Rauch (2004–2008), das als Initial für die Verwendung des Materials Lehm angesehen werden kann, das auf Hybridlösungen basierte Entwicklungs- und Laborgebäude GLC der ETH Zürich (2010–2023), das Wohn-, Atelier und Gewerbehaus Case Study Steel House in Rapperswill (2026–2017), der vielfach prämierte Ofenturm für das Ziegelei-Museum Cham (2017–2021) und das Hotel Leo in St. Gallen (2018–2023), als auch laufende Arbeiten wie das Holzhochhaus H1 im Züricher Zwhatt Areal (2019–2015), das Sportzentrum Zürich Oerlikon (2020–2036), das als Maßstabssprung im Stampflehmbau gesehen werden kann, und das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof in Hamburg (2022–2027).
Filmischer Rückblick auf die Ausstellungseröffnung am 24.10.2024: https://www.youtube.com/watch?v=zz916YnW07o
Begrüßung und Einführung
Juliane Naumann, Leiterin des ZfBK - Zentrum für Baukultur Sachsen
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Ivan Reimann, Mitglied der Jury
Rundgang mit dem Preisträger durch die Ausstellung
Ausstellung 25.10.–30.11.2024, Di.–Sa., 13–18 Uhr, Eintritt frei
www.zfbk.de
In Zusammenarbeit mit Boltshauser Architekten und dem ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen


