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Vortrag von Dirk Somers: Geschichte im Entwurf
"Heute ist man entweder Architekt, Stadtplaner oder Aktivist. In meinem Verständnis sollte unser Tun jedoch von einer Vorstellung der Stadt als Ganzes geleitet werden – Composite Presence." sagte Dirk Somers, Kurator des Belgischen Pavillons anlässlich der Architekturbiennale Venedig 2021. Der Architekt, dessen international besetztes Büro Bovenbouw Architectuur sich in Antwerpen befindet, ist Gast der Vortragsreihe "Orientierungen". Vortragsreihe in Zusammenarbeit von Technischer Universität Dresden, Fakultät für Architektur, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Sächsischen Akademie der Künste mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau.
MITTWOCH, 25.1.2023, 19 UHR
Technische Universität Dresden
Zellescher Weg 19, ASB Hörsaal 120
GESCHICHTE IM ENTWURF
DIRK SOMERS, Antwerpen
Einführung und Gespräch:
Thomas Müller, Ivan Reimann
Dirk Somers (*1976) lehrt seit 2003 an der TU Delft, seit 2011 ist er Professor für Architektonisches Entwerfen an der Universität Gent. 2001 gründete
Somers mit Erik Wieërs Huiswerk Architecten, 2011 dann Bovenbouw Architectuur Antwerpen. Charakteristisch für dessen Arbeit ist ein offener, unzeitgemäß anmutender Entwurfsansatz, befreit von dem oft zwanghaften Wunsch, avantgardistisch zu sein. Ungewöhnlich ist auch das Interesse am Konzept des Stils als einer Möglichkeit, für jede Situation eine passende Architektursprache zu (er)finden – vom Neuen bis zum Arbeiten im Bestand. 2021 kuratierte das Büro den Belgischen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig.
Weitere Termine:
MITTWOCH, 1.2.2023, 19 UHR
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG
FOLGENLOSIGKEIT
FRIEDRICH v. BORRIES, Berlin/Hamburg
Einführung und Gespräch:
Olaf Lauströer
Zum Thema der Reihe:
Die Welt ist in stürmischem Fahrwasser und mit ihr die Architektur. Was vergangenen Generationen wichtig, visionär oder erstrebenswert schien, ist in fast schon historische Ferne gerückt. Fachfragen zwischen High-Tech und Traditionalismus erscheinen als formale Debatten, nicht mehr relevant angesichts einer Wetterlage, die auch die Architektur und das Bauen als Ganzes zum Umsteuern zwingt. Täglich werden Um- und Irrwege des Bauen deutlicher. Der Weg des »Weiterso«, selbst der des sensiblen »Weiterbauens am Bestand« – jene unaufgeregte Kontinuität, die uns gerade noch zu befreien schien aus den Maximen ständigen Neuanfangs – könnte bald nicht mehr zur Verfügung stehen. Es gibt keine gute Architektur ohne einen bewohnbaren Planeten. Dass ein Kurswechsel ansteht und auch im Gange ist, ist klar. Nicht aber die Route und das Ziel. Die Reihe ORIENTIERUNGEN stellt einige Vorschläge zur Diskussion, indem maßgebliche Akteure aus Theorie und Praxis nach beispielhaften Schritten befragt werden: Wohin kann es gehen – und wie? Welche Leitbilder sind im Entstehen, um bei der Orientierung zu helfen? An welchen muss man festhalten?
Konzept und Leitung:
Prof. Olaf Lauströer
Professur für Architektur und übergreifende Raumgestaltung
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Prof. Ivan Reimann und Prof. Thomas Müller
Professur für Gebäudelehre und Entwerfen
Fakultät Architektur, Technische Universität Dresden
Sen.-Prof. Thomas Will
Professur für Denkmalpflege und Entwerfen
Fakultät Architektur, Technische Universität Dresden

