Gerald Zschorsch
* 1951 in Elsterberg im Vogtland · 1968 Verhaftung wegen Protests gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings · 1971/72 Regieassistent am Theater Plauen · 1972 erneute Verhaftung wegen öffentlicher Rezitation eigener Gedichte und Verurteilung zu verschärftem Strafvollzug · 1974 Aberkennung der Staatsbürgerschaft der DDR und Abschiebung nach Westdeutschland · 1975–1980 Studium der Literatur und Philosophie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, u.a. bei Odo Marquard · danach freier Autor in Frankfurt/M. · 1993–1995 Professor an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg · 2006/07 Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg · 2010 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste · lebt in Frankfurt/M.
Ehrungen
1980 Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo · 2001 Adolf-Mejstrik-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1854
Publikationen
Eigene Schriften
Glaubt bloß nicht, daß ich traurig bin. Prosa, Lieder, Gedichte. (Grafiken von Sieghard Pohl, Vorwort von Rudi Dutschke und Nachwort von Karl Corino) Berlin 1977 · Schattenstadt. Ein Prosafragment, ein Funkspiel und 16 Gedichte. Berlin 1978 · Der Duft der anderen Haut. Gedichte. Frankfurt/M. 1982 · Klappmesser. Gedichte. Frankfurt/M. 1983 · Stadthunde. Gedichte. Stuttgart 1986 · Sturmtruppen. Gedichte. Stuttgart 1987 · Gambit. Gedichte und Zeichnungen. Stuttgart 1988 · Spitznasen. Gedichte. Stuttgart 1990 · In den Straßen. Gedichte aus Frankfurt. Stuttgart 1994 · Eiserner Felix. Gedichte. Stuttgart 1996 · Torhäuser des Glücks. Frankfurt/M. 2004 · Czerwonka. (Nachwort von Artur Becker) Frankfurt/M. 2006 · Zur elften Stunde. Gedichte. Frankfurt/M. 2009 · Es war einmal eine Frau. (Auswahl von Lorenz Jäger, Nachwort von Ingo Schulze) Berlin 2011
Herausgabe
Gerhard Nebel. Schmerz des Vermissens. Essays. Stuttgart 2000

