Durs Grünbein
* 1962 in Dresden · 1981 Abitur in Dresden · 1985 Umzug nach Berlin · 1985–1987 Studium der Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, Abbruch · dann tätig als freier Mitarbeiter an Berliner Theatern und Mitwirkung an Performances in der alternativen Kunstszene · nach 1989 Reisen durch Europa, Südostasien und die USA · 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung · 1997 Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig · 1999 Mitglied der Akademie der Künste Berlin · 2005 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste · 2007 Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf · 2008 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg · lebt in Berlin
Preise und Ehrungen (Auswahl)
1993 Marburger Literaturpreis · 1995 Georg-Büchner-Preis und Peter-Huchel-Preis · 2004 Friedrich-Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt · 2005 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Homburg · 2006 Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung mit Heiner-Müller-Gastprofessur an der Freien Universität Berlin · 2006 Pasolini-Preis der Stadt Rom · 2008 Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste · 2009 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern · 2009 Samuel-Bogumil-Linde-Preis der Städte Göttingen und Toruń (mit Adam Zagajewski) · 2009 Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo · 2009/10 Frankfurter Poetik-Vorlesungen · 2012 Tomas-Tranströmer-Preis der Stadt Västerås · 2020 Zbigniew Herbert-Literaturpreis · 2023 Premio Internazionale NordSud
Publikationen
Eigene Schriften
Grauzone morgens. Gedichte. Frankfurt/M.1988 · Schädelbasislektion. Gedichte. Frankfurt/M. 1991 · Falten und Fallen. Gedichte. Frankfurt/M.1994 · Den Teuren Toten. 33 Epitaphe. Frankfurt/M. 1994 · Von der üblen Seite. Gedichte 1985–1991. Frankfurt/M. 1994 · Galilei vermißt Dantes Hölle und bleibt an den Maßen hängen. Aufsätze 1989–1995. Frankfurt/M. 1996 · Nach den Satiren. Gedichte. Frankfurt/M. 1999 · Gehirn und Denken. Kosmos im Kopf. Ostfieldern 2000 · Das erste Jahr. Berliner Tagebuch. Frankfurt/M. 2001 · Erklärte Nacht. Gedichte. Frankfurt/M. 2002 · Una Storia Vera. Ein Kinderalbum in Versen. Frankfurt/M. 2002 · Warum schriftlos leben? Aufsätze. Frankfurt/M. 2003 · Vom Schnee oder Descartes in Deutschland. Frankfurt/M. 2003 · An Seneca. Postskriptum. Frankfurt/M. 2003 · Lob des Taifuns. Zwei Japan-Reisebücher in Haiku-Form. Frankfurt/M. 2004 · Der Misanthrop auf Capri. Gedichte. Frankfurt/M. 2005 · Antike Dispositionen. Aufsätze 1997–2004. Frankfurt/M. 2005 · Porzellan. Poem vom Untergang meiner Stadt. Frankfurt/M. 2005 · Strophen für übermorgen Gedichte. Frankfurt/M. 2007 · Strophen für übermorgen. Gedichte Frankfurt/M. 2007 · Liebesgedichte. Frankfurt/M. 2008 · Der cartesische Taucher. Drei Meditationen. Frankfurt/M. 2008 · Lob des Taifuns. Reisetagebücher in Haikus. Frankfurt/M. 2008 · Die Bars von Atlantis. Eine Erkundigung in vierzehn Tauchgängen. Essay. Frankfurt/M. 2009 · Vom Stellenwert der Worte. Frankfurter Poetikvorlesung. Frankfurt/M. 2009 · Aroma. Ein römisches Zeichenbuch. Frankfurt/M. 2010 · Koloß im Nebel. Gedichte. Berlin 2012 · Verabredungen. Gespräche und Gegensätze über Jahrzehnte. (Mit Aris Fioretos) Berlin 2013 · Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond. Gedichte. Berlin 2014 · Die Jahre im Zoo. Ein Kaleidoskop. Berlin 2015 · Zündkerzen. Gedichte. Berlin 2017 · Aus der Traum (Kartei). Aufsätze und Notate. Berlin 2019 · Nach den Satiren. Gedichte. Berlin 2019 · Andreas Slominski. Über die Freundschaft n.b.k. (Hg. Marius Babias, mit Harald Welzer) Köln 2019 · Jenseits der Literatur. Oxford Lectures. Berlin 2020 · Eskin, Michael: »Schwerer werden. Leichter sein« Gespräche um Paul Celan. (Mit Gerhard Falkner, Aris Fioretos und Ulrike Draesner) Göttingen 2020 · Gottfried Benn / Thomas Florschütz. Blumen. Gedichte und Fotografien. (Auswahl mit Thomas Florschütz, Hg. Renate Siebenhaar) Berlin 2021 · Offener Brief an Europa. Ljubljana 2021 · Fallen und Falten. Gedichte. Berlin 2022 · Intercom. Ein Atlas der unheimlichen Ort. (Mit Via Lewandowsky) Göttingen 2022 · Äquidistanz. Gedichte. Berlin 2022 · Der Komet. Der Lebensweg einer einfachen Frau bis zum Untergang Dresdens. Berlin 2023 · Porzellan. Poem vom Untergang meiner Stadt. Berlin 2024
Libretti für Johannes Maria Staud, Hörspiele, Übersetzungen von Stefan Themerson, Seneca und Aischylos
Andere Autoren
Winkler, Ron: Dichtung zwischen Großstadt und Großhirn. Annäherungen an das lyrische Werk Durs Grünbeins. Hamburg 2000 · Arnold, Heinz Ludwig (Hg.): Durs Grünbein. TEXT+KRITIK. Heft 153. München 2002 · Heske, Henning: Goethe und Grünbein. Aufsätze zur Literatur. Bonn 2004 · Joist, Alexander: Der Tod als Schicksal des Körpers im Werk von Durs Grünbein. In ders.: Auf der Suche nach dem Sinn des Todes. Todesdeutungen in der Lyrik der Gegenwart. Mainz 2004 · Müller, Alexander: Das Gedicht als Engramm. Memoria und Imaginatio in der Poetik Durs Grünbeins. Oldenburg 2004 · Berg, Florian: Das Gedicht und das Nichts. Über Anthropologie und Geschichte im Werk Durs Grünbeins. Würzburg 2007 · Klein, Sonja: »Denn alles, alles ist verlorne Zeit« Fragment und Erinnerung im Werk von Durs Grünbein. Bielefeld 2008 · Eskin, Michael: Poetic Affairs: Celan, Grünbein, Brodsky. Stanford CA 2008 · Ahrend, Hinrich: »Tanz zwischen sämtlichen Stühlen«. Poetik und Dichtung im lyrischen und essayistischen Werk Durs Grünbeins. Würzburg 2010 · Renatus Deckert, Renatus: Ruine und Gedicht. Das zerstörte Dresden im Werk von Volker Braun, Heinz Czechowski und Durs Grünbein. Dresden 2010 · Gross, Marek: Bruch und Erinnerung. Durs Grünbeins Poetik. Berlin 2011 · Eskin, Michael; Leeder, Karen; Young, Christopher (Hg.): Durs Grünbein. A Companion. Berlin und Boston 2013 · Simonis, Annette: Durs Grünbein im Zoo. Spuren eines zerstreuten Bestiariums im Œuvre des Dichters. In dies.: Das Kaleidoskop der Tiere. Zur Wiederkehr des Bestiariums in Moderne und Gegenwart. Bielefeld 2017 · Kandziora, Matthias: Christa Wolf und Durs Grünbein. Ostdeutsche Selbstbilder nach 1989. Berlin 2021 · Eskin, Michael: Descartes der Metapher. Neun Tauchgänge ins Dichterdasein Durs Grünbeins. Göttingen 2022

