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Marica Bodrožić

Biografie

Marica Bodrožić wurde 1973 in der Nähe von Split in Dalmatien geboren und kam 1983 nach Deutschland. Nach einer Buchhändlerlehre studierte sie Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik in Frankfurt am Main. Ihr deutschsprachiges Debüt waren die Erzählungen „Tito ist tot“ (2002). In ihrem autobiografischen Buch „Sterne erben, Sterne färben“ (2007) schildert sie ihr Verhältnis zur deutschen Sprache, die auch die Sprache ihrer Literatur geworden ist.

Sie wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem European Prize for Literature (2013), dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2015), dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis (2020) und zuletzt mit dem Manès Sperber-Preis für Literatur (2021).
Bodrožić arbeitet außerdem als Übersetzerin aus dem Englischen und dem Kroatischen. Sie hat sich in Essays, Features und Kritiken u. a. mit Nazim Hikmet, Anne Sexton, Robinson Jeffers, Dubravka Ugrešić, Danilo Kiš, Joseph Brodsky, Marina Zwetajewa und mit der Zweisprachigkeit bei Elias Canetti und Vladimir Nabokov befasst. Als Gastprofessorin lehrte sie u. a. am Dartmouth College in den USA. Ihre Bücher wurden bisher in dreizehn Sprachen übersetzt. Marica Bodrožić lebt nach Stationen in Paris und Zürich heute als freie Schriftstellerin in Berlin.  Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Die Arbeit der Vögel. Seelenstenogramme, Luchterhand, München 2022
Pantherzeit. Vom Innenmaß der Dinge, Otto Müller, Salzburg-Wien 2021
Poetische Vernunft im Zeitalter gusseiserner Begriffe. Essays. Matthes & Seitz, Berlin 2019
Das Wasser unserer Träume. Roman. Luchterhand, München 2016
Das Auge hinter dem Auge. Betrachtungen. Otto Müller Verlag, Salzburg 2015
Mein weißer Frieden. Luchterhand, München 2014
Kirschholz und alte Gefühle. Roman. Luchterhand, München 2012
Quittenstunden, Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg / Wien 2011
Das Gedächtnis der Libellen, Roman. Luchterhand, München 2010
Lichtorgeln, Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg/Wien 2008
Der Windsammler, Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 2007
Sterne erben, Sterne färben. Meine Ankunft in Wörtern, Autobiografische Prosa, Suhrkamp, Frankfurt 2007
Ein Kolibri kam unverwandelt, Gedichte, Otto Müller Verlag, Salzburg/Wien 2007
Der Spieler der inneren Stunde, Roman, Suhrkamp, Frankfurt/Main 2005
Tito ist tot, Erzählungen, Suhrkamp, Frankfurt/Main 2002

Preise und Stipendien (Auswahl)

2021 Manès Sperber Preis
2020 Walter Hasenclever Literaturpreis
2017 Preis der Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender
2015 Literaturpreis der Konrad Adenauer Stiftung
2013 European Prize for Literature
2013 Kranichsteiner Literaturpreis
2007 Literaturförderpreis der Akademie der Künste Berlin
2007 Grenzgängerstipendium für „Mein weißer Frieden“
2007 Stipendium Künstlerhaus Edenkoben
2006 Jahresstipendium vom Deutschen Literaturfonds für „Das Gedächtnis der Libellen“
2005 Adalbert Stifter Förderpreis
2003 Adalbert von Chamisso Förderpreis

Pressemitteilung

Jurybegründung