Programm
Neue Lyrik mit Nina Temann und Gregor Kunz
In der Reihe Neue Lyrik werden Nina Temann und Gregor Kunz mit ihren aktuellen Bänden vorgestellt. Das Debüt »oh augen, eigene oper« von Nina Temann eröffnet einen Wahrnehmungsraum, in dem die Natur ihre eigene Dynamik entfaltet. Die Lyrik des Dresdner Künstlers Gregor Kunz wird auch in seinem neuen Gedichtband »Luftschiffhalde IV« vom Bildnerischen her bestimmt. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen rief in Kooperation mit dem Poetenladen Verlag die erfolgreiche Lyrikreihe 2011 ins Leben.
Begrüßung: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Grußwort: Prof. Dr. Manuel Frey, Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Lesung und Gespräch: Gregor Kunz und Nina Temann
Moderation: Marcel Beyer
Nina Temann, 1995 in Leipzig geboren, studierte Geographie in Wien und Halle sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Vor ihrem Debüt wurde sie bereits mit dem Klopstockpreis für junge Lyrik ausgezeichnet. Ihr Band »oh augen, eigene oper« eröffnet einen Wahrnehmungsraum, in dem die Natur ihre eigene Dynamik entfaltet. Die Texte verstehen sich als poetische Prozesse, in denen die Position der Betrachterin zugunsten eines sprachlichen Tastens und behutsamen Sich-Annäherns aufgehoben ist. Im besten Sinne wohnt ihrer Lyrik ein Fragen und Hinterfragen inne, als ständen wir mit der Dichterin erst am Anfang des Natur- und Welterlebens. Mehr dazu
Gregor Kunz, geboren 1959 in Berlin, arbeitete in verschiedenen Berufen und schreibt seit vielen Jahren Gedichte und Essays. Zu seinen bildnerischen Arbeiten gehören vor allem Collagen, Montagen und Illustrationen. Gedichtbände und Collagen-Romane erschienen unter anderem bei Moloko Print.
So bestimmen sich auch seine Gedichte vom Bildnerischen her und es findet eine Durchdringung von Sprachbildern und Bildwelten statt. Das zeigen auch seine Texte über andere Künstler, wie zum Beispiel seine Analyse der Arbeiten der Künstlerin Petra Kasten: »Auch das Gegenteil ist richtig. Petra Kasten und die Metamorphosen in Zeichnung, Malerei und Druckgrafik« (Ostragehege 106, IV/2022, 16).
In dem Gedichtband »Luftschiffhalde« zeugen Kapitel wie »Tapete der Kindheit« von der Erinnerung an Herkunftsräume im Osten des Landes. Sie erzählen vom »Reich der Jägerzäune« und den »geteerten Hütten aus Pappe und Holz« und fangen Stimmungen in Friedrichshagen, Karlshorst oder im Elbtal ein. Die Lyrik von Gregor Kunz bildet einen Echoraum von Hölderlins Spätwerk über Trakl bis zu Inger Christensen – mit harten Brüchen zwischen gehobenem Stil und Umgangssprache. Mehr dazu
Gregor Kunz
Luftschiffhalde IV
Reihe Neue Lyrik – Band 30
Herausgegeben von Jayne-Ann
Igel, Jan Kuhlbrodt, Kulturstiftung.
des Freistaates Sachsen
Hardcover, 112 S., 19,80 Euro
ISBN 978-3-948305-31-4
poetenladen, Januar 2026
Nina Temann
oh augen, eigene oper
Reihe Neue Lyrik – Band 31
Herausgegeben von Jayne-Ann
Igel, Jan Kuhlbrodt, Kulturstiftung.
des Freistaates Sachsen
Hardcover, 88 S., 19,80 Euro
ISBN 978-3-948305-33-8
poetenladen Verlag, Juni 2026
Seit 15 Jahren gibt die Kulturstiftung die Reihe Neue Lyrik gemeinsam mit der Autorin Jayne-Ann Igel, dem Autor Jan Kuhlbrodt und dem Verleger Andreas Heidtmann im poetenladen Verlag Leipzig heraus. Die Reihe trägt maßgeblich dazu bei, dass zeitgenössische sächsische Dichtung überall im deutschen Sprachraum Beachtung findet. Neben dem Autor Volker Sielaff sind auch Stimmen wie die sorbische Autorin Měrana Cušcyna sowie die Schriftstellerinnen Róža Domašcyna und Elke Erb in der Edition vertreten.
Veranstaltung in Kooperation mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Verlag Poetenladen Leipzig



