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Programm

SpielRäume: Wahrung der Gestalt oder Musik als existenzielle Erfahrung? Carolin Widmann und Hartmut Haenchen im Gespräch

| Gespräch
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 01097 Dresden

Unter dem Titel "SpielRäume" begann eine neue Gesprächsreihe in der Sächsischen Akademie der Künste, in deren Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit Freiheit und Grenzen der musikalischen Interpretation steht. Was gilt als werktreu? Wann gilt eine Aufführung als gelungen? Stehen das Streben nach Werktreue und die existenzielle Musikerfahrung im Widerspruch zueinander? Mit der Violinistin Carolin Widmann und dem Dirigenten Hartmut Haenchen wurde die neue Gesprächsreihe eröffnet, das Gespräch moderierte der Dirigent Ekkehard Klemm.

Im Gespräch:
Prof. Carolin Widmann, Violinistin Leipzig
Prof. Hartmut Haenchen, Dirigent Dresden

Musik:
Yukino Takehara (Violine):
Heinz Holliger: Trema (1983)
Johann Sebastian Bach: Chaconne, aus Partita für Violine, BWV 1004

Moderation:
Prof. Ekkehard Klemm, Dirigent der Elblandphilharmonie und Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik Dresden

Der Dirigent Hans Swarowsky hinterließ mit seiner Aufforderung zur „Wahrung der Gestalt“ ein wichtiges Statement für alle Dirigenten und Interpreten seiner Zeit, vehement wandte er sich gegen den „Kult der Affen Beethovens“. Steht die Forderung Helmut Lachenmanns nach „Musik als existenzielle Erfahrung“ dem entgegen? Wie verhalten sich historische Aufführungspraxis und zeitgenössische Musizierpraxis zueinander? Verhindert das Streben nach Werktreue eine existenzielle Musikerfahrung im Sinne des Geschriebenen und Gedachten und damit dem Aufbruch ins Zeitgenössische, Zukünftige? Welche Bedeutung sollten beide Aspekte im Musikleben und in der Ausbildung heute haben?

Über dieses Thema diskutierten am ersten Abend der neuen Gesprächsreihe „SpielRäume“ die Leipziger Violinprofessorin Carolin Widmann und der Dresdner Dirigent Hartmut Haenchen, beide international hochgeschätzt und bekannt, beide der Aufführungspraxis alter Musik ebenso aufgeschlossen gegenüber wie erfahren mit zeitgenössischer Musik. Moderiert wurde der Abend von Ekkehard Klemm, Professor für Dirigieren an der Dresdner Hochschule für Musik seit 2003.

SpielRäume. Gesprächsreihe mit Interpreten und Interpretinnen der Sächsischen Akademie der Künste.

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