Letzte Veranstaltungen
Hinweis: Matinee im Gedenken an Sigrid Kehl (1929-2024)
»Wer einmal Sigrid Kehl begegnet ist, wird ihren unbestechlichen Blick nicht vergessen. Es waren ihre Augen, die dem Gegenüber kein Ausweichen, keine Ungenauigkeit in der Argumentation erlaubte«, erinnert Holk Freytag in seinem Nachruf auf die Kammersängerin Sigrid Kehl, die im Dezember 2024 im Alter von 95 Jahren in Leipzig verstarb.
»Vermessung der Zerstörung, Reparatur, Wiederaufbau. Eine neue Baukultur in der Ukraine?« Interner Fachworkshop
Die Ukraine erlebt mit Russlands Angriffskrieg nicht nur die Zerstörung ihres baulichen Erbes und der darin überlieferten Kultur. Sie ist auch mit der Anfälligkeit und Abhängigkeit von einer großindustriellen Infrastruktur konfrontiert, die ihrerseits zerstörerische Folgen gezeigt hat. Beides macht ein Nachdenken darüber erforderlich, von welchen Ideen ein Wiederaufbau geleitet sein sollte, wo die Wiedergewinnung kultureller Zeugnisse möglich und dringlich ist und wo andererseits ein Abschied von einer Hinterlassenschaft, die auch für problematische Bau- und Lebensweisen steht, geboten sein könnte. Workshop mit geladenen Teilnehmenden.
»Zerstörung, Vermessung und Planung in Zeiten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine«
Die russische Invasion in der Ukraine dauert bereits mehr als drei Jahre. Sie ist eine Tragödie mit Hunderttausenden Toten auf beiden Seiten, zerbombten Städten und Millionen Geflüchteten. Tag für Tag kommen weitere Opfer und neue Zerstörungen hinzu. Seit Kriegsbeginn entwickeln aber verschiedene staatliche und private Akteure in der Ukraine und im Ausland Ideen, Strategien und konkrete Entwürfe zur Rettung und zum Wiederaufbau. Dabei geht es sowohl um die schnelle Sicherung beschädigter Teile der Städte, Siedlungen und Gebäude als auch um die Instandsetzung wertvoller Baudenkmäler, ebenso wie um die Ausarbeitung weitreichender städtebaulicher Pläne für den Wiederaufbau nach Kriegsende. Der Vortrag von Prof. Dr. Bohdan Tscherkes (Nationale Polytechnische Universität L'viv) zog eine Bilanz der bisherigen Zerstörungen und skizzierte zugleich aktuelle Projekte und Strategien für die Reparatur und den Wiederaufbau ukrainischer Städte.
Hinweis: Lesung und Gespräch mit der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk
Die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk zählt zu den spannenden literarischen Stimmen der Gegenwart. Mit ihren erzählerisch dichten, oft vielschichtigen Romanen, die Realität und Fantastik kunstvoll verweben, begeistert sie Leserinnen und Leser weltweit. 2018 wurde ihr Werk mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt. In Dresden stellt Tokarczuk ihre Bücher »Empusion« und »E. E.« vor. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.
Leipziger Buchmesse 2025: Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk in Lesung und Gespräch
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2025 und der Reihe 'Leipzig liest polnische Literatur' sprach der Übersetzer und Schriftsteller Dr. Lothar Quinkenstein mit der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk über ihr literarisches Universum. Es dolmetschte Dr. Karolina Golimowska. Die Sächsische Akademie der Künste nahm die Autorin unlängst in ihre Reihen auf. Zur Eröffnung der Lesung überreichte Wolfgang Holler, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, die offizielle Urkunde der Mitgliedschaft.
Leipziger Buchmesse 2025: Radar – Eine Zeitschrift für die Zukunft Europas (II)
Die dreisprachige ukrainisch-polnisch-deutsche Zeitschrift »Radar« wirkte zwischen 2010 und 2014 als Initiative von Autorinnen und Autoren, die sich im Rahmen von Stipendienaufenthalten der Villa Decius in Krakau für einen intensiveren Austausch in diesem Teil Europas einsetzten. Nun wurde »Radar« erneut belebt: 2022 erschien wegen des russischen Großangriffs ein Sonderheft, denn gerade jetzt ist diese Verbundenheit wichtiger als je zuvor. Vereinbarungen mit der UNESCO-Literaturstadt Lviv/Lemberg und der Zeitschrift »Edit« in Leipzig haben das Netz der Verbindungen zwischen den literarischen Gemeinschaften Polens, der Ukraine und Deutschlands erweitert.
Leipziger Buchmesse 2025: Radar – Eine Zeitschrift für die Zukunft Europas
Wie kam die 2022 neubelebte ukrainisch-polnisch-deutsche Literaturzeitschrift »Radar« zustande? Wie können wir uns die Redaktionsarbeit eines solchen trinationalen Magazins vorstellen? Mit welchen Zielen werden die zu veröffentlichenden Texte ausgewählt? Im Polnischen Institut Leipzig trafen sich Initiatoren, Übersetzer und Schriftsteller zum Gespräch über die Rolle einer solchen Zeitschrift in dieser herausfordernden Zeit.
Leipziger Buchmesse 2025: Ausstieg aus dem Sowjet-Schatten
Über die Nachwirkungen der Sowjetunion und ihrer Narrative, die bis heute fortwirken, diskutierten Autoren und Autorinnen aus Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland auf der Leipziger Buchmesse 2025. Sich dieser sowjetischen Narrative bewusst zu werden, ist ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Gegenwart. Zugleich bewahrt das Wissen über diese Zeit auch vor nostalgischen Vorstellungen, die noch immer virulent sind, und fördert die Resilienz gegen Desinformation.
Leipziger Buchmesse 2025: »Der Wind von den brennenden Häusern« (Czesław Miłosz)
»Freiheit hat einen Preis« lautete der übergreifende Titel der Gesprächsreihe anlässlich der Leipziger Buchmesse 2025 mit Autoren und Autorinnen aus Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland. Über Selbstbehauptung und Schreiben im Krieg diskutierten Julia Cimafiejewa, Dichterin und Übersetzerin (Belarus), Natalka Sniadanko, Schriftstellerin und Übersetzerin (Ukraine / Deutschland), Jakub Ekier, Schriftsteller und Übersetzer (Polen) und Kerstin Preiwuß, Schriftstellerin (Deutschland), in Moderation von Gerhard Gnauck, Mykola-Haievoi-Zentrum für moderne Geschichte (Ludwig-Maximilians-Universität München / Ukrainische Katholische Universität Lviv).
Matinee zur Oper »Innocence« mit Aleksi Barrière
Anlässlich der Premiere der Oper »Innocence« der finnischen Komponistin Kaija Saariaho in der Semperoper Dresden trafen sich der Mitlibrettist und Übersetzer Aleksi Barrière und die Dresdner Produktionsdramaturgin Dorothee Harpain zum öffentlichen Gespräch mit den Akademiemitgliedern Franz Martin Olbrisch und Holk Freytag in der Sächsischen Akademie der Künste.










