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Letzte Veranstaltungen

Porträt Sigrid Kehl, Filmstill Wilm Heinrich 2019

Hinweis: Matinee im Gedenken an Sigrid Kehl (1929-2024)

| Matinee
Oper Leipzig, Opernhaus Augustusplatz 12, 04109 Leipzig, Konzertfoyer

»Wer einmal Sigrid Kehl begegnet ist, wird ihren unbestechlichen Blick nicht vergessen. Es waren ihre Augen, die dem Gegenüber kein Ausweichen, keine Ungenauigkeit in der Argumentation erlaubte«, erinnert Holk Freytag in seinem Nachruf auf die Kammersängerin Sigrid Kehl, die im Dezember 2024 im Alter von 95 Jahren in Leipzig verstarb.

Containersiedlung L'viv_2, Foto: Bohdan Tscherkes

»Vermessung der Zerstörung, Reparatur, Wiederaufbau. Eine neue Baukultur in der Ukraine?« Interner Fachworkshop

| geschlossene Veranstaltung
Stadt Leipzig, Stadtbüro im Stadthaus, Burgplatz 1, 04109 Leipzig

Die Ukraine erlebt mit Russlands Angriffskrieg nicht nur die Zerstörung ihres baulichen Erbes und der darin überlieferten Kultur. Sie ist auch mit der Anfälligkeit und Abhängigkeit von einer großindustriellen Infrastruktur konfrontiert, die ihrerseits zerstörerische Folgen gezeigt hat. Beides macht ein Nachdenken darüber erforderlich, von welchen Ideen ein Wiederaufbau geleitet sein sollte, wo die Wiedergewinnung kultureller Zeugnisse möglich und dringlich ist und wo andererseits ein Abschied von einer Hinterlassenschaft, die auch für problematische Bau- und Lebensweisen steht, geboten sein könnte. Workshop mit geladenen Teilnehmenden.

Porträt Bohdan Tscherkes, Foto: Benedikt Croy

»Zerstörung, Vermessung und Planung in Zeiten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine«

| Vortrag
Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4–6, Festsaal, 04109 Leipzig

Die russische Invasion in der Ukraine dauert bereits mehr als drei Jahre. Sie ist eine Tragödie mit Hunderttausenden Toten auf beiden Seiten, zerbombten Städten und Millionen Geflüchteten. Tag für Tag kommen weitere Opfer und neue Zerstörungen hinzu. Seit Kriegsbeginn entwickeln aber verschiedene staatliche und private Akteure in der Ukraine und im Ausland Ideen, Strategien und konkrete Entwürfe zur Rettung und zum Wiederaufbau. Dabei geht es sowohl um die schnelle Sicherung beschädigter Teile der Städte, Siedlungen und Gebäude als auch um die Instandsetzung wertvoller Baudenkmäler, ebenso wie um die Ausarbeitung weitreichender städtebaulicher Pläne für den Wiederaufbau nach Kriegsende. Der Vortrag von Prof. Dr. Bohdan Tscherkes (Nationale Polytechnische Universität L'viv) zog eine Bilanz der bisherigen Zerstörungen und skizzierte zugleich aktuelle Projekte und Strategien für die Reparatur und den Wiederaufbau ukrainischer Städte.

Porträt Olga Tokarczuk, Foto: Jana Karpienko

Hinweis: Lesung und Gespräch mit der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk

| Lesung und Gespräch
Landhaus, Wilsdruffer Str. 2 (Eingang Landhausstraße) 01067 Dresden

Die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk zählt zu den spannenden literarischen Stimmen der Gegenwart. Mit ihren erzählerisch dichten, oft vielschichtigen Romanen, die Realität und Fantastik kunstvoll verweben, begeistert sie Leserinnen und Leser weltweit. 2018 wurde ihr Werk mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt. In Dresden stellt Tokarczuk ihre Bücher »Empusion« und »E. E.« vor. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

Porträt Olga Tokarczuk, Foto: Łukasz Giza / Kampa Verlag

Leipziger Buchmesse 2025: Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk in Lesung und Gespräch

| Lesung und Gespräch
Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2025 und der Reihe 'Leipzig liest polnische Literatur' sprach der Übersetzer und Schriftsteller Dr. Lothar Quinkenstein mit der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk über ihr literarisches Universum. Es dolmetschte Dr. Karolina Golimowska. Die Sächsische Akademie der Künste nahm die Autorin unlängst in ihre Reihen auf. Zur Eröffnung der Lesung überreichte Wolfgang Holler, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, die offizielle Urkunde der Mitgliedschaft.

Podium im Café Europa, Leipziger Buchmesse 2025, Prof. Dr. habil Dominika Kasprowicz, Bernd Karwen, Natlaka Sniadanko, Andreas Volk, Foto: Klaus Michael

Leipziger Buchmesse 2025: Radar – Eine Zeitschrift für die Zukunft Europas (II)

| Gespräch
Messegelände, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig, Café Europa, Halle 4, Stand E401

Die dreisprachige ukrainisch-polnisch-deutsche Zeitschrift »Radar« wirkte zwischen 2010 und 2014 als Initiative von Autorinnen und Autoren, die sich im Rahmen von Stipendienaufenthalten der Villa Decius in Krakau für einen intensiveren Austausch in diesem Teil Europas einsetzten. Nun wurde »Radar« erneut belebt: 2022 erschien wegen des russischen Großangriffs ein Sonderheft, denn gerade jetzt ist diese Verbundenheit wichtiger als je zuvor. Vereinbarungen mit der UNESCO-Literaturstadt Lviv/Lemberg und der Zeitschrift »Edit« in Leipzig haben das Netz der Verbindungen zwischen den literarischen Gemeinschaften Polens, der Ukraine und Deutschlands erweitert.

Podium Leipzig liest/Leipziger Buchmesse 2025 im Polnischen Institut Leipzig; Andreas Volk, Natalka Sniadanko und Prof. Dr. habil Dominika Kasprowicz, Renata Serednicka, Foto: Klaus Michael

Leipziger Buchmesse 2025: Radar – Eine Zeitschrift für die Zukunft Europas

| Gespräch
Polnisches Institut Berlin-Filiale Leipzig, Markt 10, 04109 Leipzig

Wie kam die 2022 neubelebte ukrainisch-polnisch-deutsche Literaturzeitschrift »Radar« zustande? Wie können wir uns die Redaktionsarbeit eines solchen trinationalen Magazins vorstellen? Mit welchen Zielen werden die zu veröffentlichenden Texte ausgewählt? Im Polnischen Institut Leipzig trafen sich Initiatoren, Übersetzer und Schriftsteller zum Gespräch über die Rolle einer solchen Zeitschrift in dieser herausfordernden Zeit.

Podium Café Europa, Leipziger Buchmesse 2025, N.N., Julia Cimafiejewa, Kateryna Rietz-Rakul, Jakub Ekier, Gerhard Gnauck,  Foto: Klaus Michael

Leipziger Buchmesse 2025: Ausstieg aus dem Sowjet-Schatten

| Lesung und Diskussion
Messegelände, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig, Café Europa, Halle 4, Stand E401

Über die Nachwirkungen der Sowjetunion und ihrer Narrative, die bis heute fortwirken, diskutierten Autoren und Autorinnen aus Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland auf der Leipziger Buchmesse 2025. Sich dieser sowjetischen Narrative bewusst zu werden, ist ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Gegenwart. Zugleich bewahrt das Wissen über diese Zeit auch vor nostalgischen Vorstellungen, die noch immer virulent sind, und fördert die Resilienz gegen Desinformation.

Podium im Café Europa auf der Leipziger Buchmesse mit Julia Cimafiejewa, Kerstin Preiwuß, Foto: Klaus Michael

Leipziger Buchmesse 2025: »Der Wind von den brennenden Häusern« (Czesław Miłosz)

| Diskussion
Messegelände, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig, Café Europa, Halle 4, Stand E401

»Freiheit hat einen Preis« lautete der übergreifende Titel der Gesprächsreihe anlässlich der Leipziger Buchmesse 2025 mit Autoren und Autorinnen aus Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland. Über Selbstbehauptung und Schreiben im Krieg diskutierten Julia Cimafiejewa, Dichterin und Übersetzerin (Belarus), Natalka Sniadanko, Schriftstellerin und Übersetzerin (Ukraine / Deutschland), Jakub Ekier, Schriftsteller und Übersetzer (Polen) und Kerstin Preiwuß, Schriftstellerin (Deutschland), in Moderation von Gerhard Gnauck, Mykola-Haievoi-Zentrum für moderne Geschichte (Ludwig-Maximilians-Universität München / Ukrainische Katholische Universität Lviv).

Porträt Aleksi Barrière, Foto: Toni Härkönen

Matinee zur Oper »Innocence« mit Aleksi Barrière

| Gespräch
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 01097 Dresden

Anlässlich der Premiere der Oper »Innocence« der finnischen Komponistin Kaija Saariaho in der Semperoper Dresden trafen sich der Mitlibrettist und Übersetzer Aleksi Barrière und die Dresdner Produktionsdramaturgin Dorothee Harpain zum öffentlichen Gespräch mit den Akademiemitgliedern Franz Martin Olbrisch und Holk Freytag in der Sächsischen Akademie der Künste.