Letzte Veranstaltungen
Sinn und Form - Eine Zeitschrift im Wandel der Zeiten
Sebastian Kleinschmidt, langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift Sinn und Form, sprach mit den Schriftstellern Friedrich Dieckmann und Uwe Kolbe über die Zeitschrift, die bis heute "das geistige Interesse aufrechterhält, das das Wesen von Literatur ist." Literaturredakteur Tomas Gärtner hat die Diskussion mitverfolgt (Dresdner Neueste Nachrichten vom 22.09.2025).
Mit Kraft und Mut
Das ukrainische Jugendsinfonieorchester war nach Dresden gekommen, um in Meisterklassen und Proben an der Hochschule für Musik Dresden für seine nächsten Konzerte zu arbeiten. Im Gespräch mit der Dirigentin Oksana Lyniv am Rande der Proben wurde deutlich, was für eine große Bedeutung dieses Orchester für die jungen Musiker hat. Der MDR Sachsenspiegel hat das Orchester in Dresden begleitet.
Kino kontrovers 2: »Die Sonne, die uns täuscht«
»Die Sonne die uns täuscht« von Nikita Michalkow ist der zweite Film der Reihe Kino kontrovers. Er wirkt auf den ersten Blick gar nicht provokant und doch ist er es gerade heute. Nicht der Film selbst, sondern die aktuellen politischen Umstände, insbesondere der russische Angriffskrieg und die völkerrechtswidrige Landnahme in der Ukraine machen ihn zu einem hochaktuellen Diskussionsstoff. Filmpräsentation (152 Min), im Anschluss Gespräch mit dem Osteuropahistoriker Jörg Baberowski über das komplizierte Verhältnis zu Russland in Moderation von Tobias Hülswitt.
Kino kontrovers 1: Ist das rassistisch?
Zum Auftakt der vierteiligen Filmreihe wurde der Film »Play - nur ein Spiel« (2011) von Ruben Östlund gezeigt. Im Anschluss sprach der Leipziger Wissenschaftsmoderator Tobias Hülswitt mit dem Extremismusforscher und Islamismus-Experten Ahmad Mansour über den Film, über Rassismus und über die Fragen nach einer gelingenden Integration, die aus Sicht von Ahmad Mansour kein Automatismus ist: »Viele Geflüchtete stammen aus autoritären, patriachalisch geprägten Gesellschaften, in denen Antisemitismus, Homophobie und Frauenverachtung tief verankert sind. Integration setzt ein inneres Bekenntnis zu Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, sexueller Selbstbestimmung, historischer Verantwortung und demokratischer Rechtsordnung voraus.«
Verleihung des Chamisso-Preises an Dana von Suffrin
Mit dem Chamisso-Preis, der vom Verein Bildung und Gesellschaft e.V. und der Sächsischen Akademie der Künste gemeinsam verliehen wird, werden Autorinnen und Autoren gewürdigt, die mit ihren von migrantischer Erfahrung geprägten Werken neue Geschichts- und Erfahrungsräume für die deutschsprachige Literatur öffnen.
Schauspielhaus Chemnitz - Zwischen Zeiten und Räumen
Das Chemnitzer Schauspiel und Figurentheater spielen seit 2022 in einer Interimsspielstätte im »Spinnbau«. Doch gerade im Kulturhauptstadtjahr kreisen die Gedanken der Chemnitzer immer wieder um das Schauspielhaus, seine Vergangenheit und seine mögliche Zukunft. Annette Menting, Professorin für Architekturgeschichte und Baukultur in Leipzig, hat einen architektonischen und einen theaterpraktischen Blick auf das Schauspielhaus geworfen und dazu eine neue Publikation verfasst.
Hinweis: Matinee im Gedenken an Sigrid Kehl (1929-2024)
»Wer einmal Sigrid Kehl begegnet ist, wird ihren unbestechlichen Blick nicht vergessen. Es waren ihre Augen, die dem Gegenüber kein Ausweichen, keine Ungenauigkeit in der Argumentation erlaubte«, erinnert Holk Freytag in seinem Nachruf auf die Kammersängerin Sigrid Kehl, die im Dezember 2024 im Alter von 95 Jahren in Leipzig verstarb.
»Vermessung der Zerstörung, Reparatur, Wiederaufbau. Eine neue Baukultur in der Ukraine?« Interner Fachworkshop
Die Ukraine erlebt mit Russlands Angriffskrieg nicht nur die Zerstörung ihres baulichen Erbes und der darin überlieferten Kultur. Sie ist auch mit der Anfälligkeit und Abhängigkeit von einer großindustriellen Infrastruktur konfrontiert, die ihrerseits zerstörerische Folgen gezeigt hat. Beides macht ein Nachdenken darüber erforderlich, von welchen Ideen ein Wiederaufbau geleitet sein sollte, wo die Wiedergewinnung kultureller Zeugnisse möglich und dringlich ist und wo andererseits ein Abschied von einer Hinterlassenschaft, die auch für problematische Bau- und Lebensweisen steht, geboten sein könnte. Workshop mit geladenen Teilnehmenden.
»Zerstörung, Vermessung und Planung in Zeiten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine«
Die russische Invasion in der Ukraine dauert bereits mehr als drei Jahre. Sie ist eine Tragödie mit Hunderttausenden Toten auf beiden Seiten, zerbombten Städten und Millionen Geflüchteten. Tag für Tag kommen weitere Opfer und neue Zerstörungen hinzu. Seit Kriegsbeginn entwickeln aber verschiedene staatliche und private Akteure in der Ukraine und im Ausland Ideen, Strategien und konkrete Entwürfe zur Rettung und zum Wiederaufbau. Dabei geht es sowohl um die schnelle Sicherung beschädigter Teile der Städte, Siedlungen und Gebäude als auch um die Instandsetzung wertvoller Baudenkmäler, ebenso wie um die Ausarbeitung weitreichender städtebaulicher Pläne für den Wiederaufbau nach Kriegsende. Der Vortrag von Prof. Dr. Bohdan Tscherkes (Nationale Polytechnische Universität L'viv) zog eine Bilanz der bisherigen Zerstörungen und skizzierte zugleich aktuelle Projekte und Strategien für die Reparatur und den Wiederaufbau ukrainischer Städte.
Hinweis: Lesung und Gespräch mit der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk
Die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk zählt zu den spannenden literarischen Stimmen der Gegenwart. Mit ihren erzählerisch dichten, oft vielschichtigen Romanen, die Realität und Fantastik kunstvoll verweben, begeistert sie Leserinnen und Leser weltweit. 2018 wurde ihr Werk mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt. In Dresden stellt Tokarczuk ihre Bücher »Empusion« und »E. E.« vor. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.










